Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1429
********************
Bar-le-Duc, Schlacht von (15. November 1037)
----------------------------------------------------------
Graf Odo II. von Blois-Champagne, 1033/34 mit Erbansprüchen
auf das Königreich Burgund an der Koalition Kaiser
KONRADS II. und König
Heinrichs I. von Frankreich gescheitert, verbündete sich
1037 mit dem vom Kaiser abgesetzten Erzbischof Aribert II. von Mailand,
der ihm Italien und das Kaisertum in Aussicht stellte. Offenbar
in der Absicht, anschließend nach Aachen zu ziehen, belagerte Odo
mit einem großen Heer Bar-le-Duc, nahm es am 14. November, wurde
aber tags darauf von den um die Truppen der Bistümer Metz und Lüttich
und der Grafschaften Elsaß und Namur verstärkten Streitkräfte
Herzog Gozelos gestellt und besiegt. Odo fiel auf der Flucht; sein
Banner wurde dem Kaiser nach Italien übersandt. Bar-le-Duc war eine
der größten, verlustreichsten und von den Zeitgenossen (bis
Irland) meisterwähnten Schlachten des 11. Jahrhunderts.