Älteste Tochter des Sir Thomas
Parr of Kendal
(† 1517) und
der
Mathilde
Green, einer Erbin aus Norhampton; Schwester
des Grafen Wilhelm Parr von Essex (* 14.8.1513 †
1571)
Thiele, Andreas: Tafel 203
**************
"Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band IV Die Britische
Peerage,
ein Auszug"
JOHANN I. NEVILLE
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1493 † 1543
Lord Latymer
1. oo DOROTHEA DE VERE
† 1515
Tochter des Sir Georg, Schwester von Graf Johann IV. von Oxford (vgl. Oxford III)
2. oo ELISABETH MUSGRAVE
† um 1532
Tochter des Sir Eduard und der Johanna Ward
3. oo KATHARINA PARR
† 1548
Tochter des Sir Thomas zu Kendal
(2. Ehe: England IVa 1)
HEINRICH VIII. TUDOR
---------------------------------
11491 † 1547
6. oo 1543
KATHARINA PARR
1512 † 1548
Tochter des
Sir Thomas zu Kendal
Witwe des
Lords Johann
I. von Neville de Latymer (vgl. Neville IV)
(ihre 3. Ehe: oo Thomas
Seymour,
Lord, der Bruder von Jane und
Herzog Eduard,
† 1549
hingerichtet, vgl.
Somerset I)
Katharina
Parr
war
keine Schönheit, jedoch hochgebildet, gewinnend und
geradeheraus;
sie äußerte offen ihre protestantischen Neigungen und gewann
trotzdem Anerkennung und Zuneigung Heinrichs
VIII.,
den sie dann bis zuletzt aufopfernd pflegte.
THOMAS
SEYMOUR
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um 1508 †
1549 hingerichtet
oo 1547
KATHARINA PARR,
Witwe Heinrichs VIII.
† 1548
"Am 13. Februar 1542 wurde die
19-jährige Katherine
Howard, die fünfte Gemahlin
unseres
glorreichen Königs Heinrich
VIII., im Hofe des Towers
durch das Beil des Henkers
hingerichtet.
Gott sei ihrer armen Seele gnädig..." So berichtete eine
zeitgenössische
englische Chronik. Wenige Monate zuvor hatte Hans Holbein im
allerhöchsten
Auftrage das Bildnis der kindhaft jungen Königin gemalt. Es war
nicht
sein letzter Auftrag - wenig später führten ihm Vertraute des
Königs eine neues Modell in die Werkstatt, die 23-jährige
verwitwete
Lady Latimer. Sie war schon zweimal verwitwet; als 14-jährige
hatte sie Lord Borough of
Gainsborough geheiratet, der kurz
nach
der Eheschließung gestorben war. Um Lady Latimer warb
auch
Thomas Seymour, ein
Bruder der verstorbenen Königin
- aber ein anderer mächtigerer kam ihm zuvor: der König
selbst.
Sechzehn Monate nach Katharina Howards
Tod stand Heinrich VIII. wieder
vor
dem Traualtar, zum letzten Mal... Die kluge, erfahrene Katharina
erkannte
bald, dass ihr dritter Gemahl weniger eine Geliebte brauchte als eine
liebende,
sorgsame Pflegerin; nur sie konnte die aus offenen Wunden
schwärenden,
von der Wassersucht aufgedunsenen Beine des Dahinscheidenden mit
kühlender
Salbe behandeln; mit ruhiger Hand zerriss sie auch die feinen Netze der
Intrige, die ihre zahlreiche hochgestellten Feinde am Hofe um des
Königs
sechste Gemahlin zu spinnen versuchten. Der Kanzler Wriothesley
erlistete sich sogar Heinrichs Unterschrift
für einen Haftbefehl gegen die Königin,
die das Blatt
mit einem Lächeln in die Flammen des offenen Kamins warf. Dann
schrieb
sie gelassen weiter an ihrem Buche "Die Klagen eines Sünders",
einer
frommen Betrachtung über die Pflichten der gehorsamen Frau... In Katharinas
Armen hauchte der Könige sein wildes Leben aus. Nach seinem Tode
erneuerte
Thomas
Seymour seine Werbung, und sie sagte Ja.
Ridley Jasper:
************
"Heinrich VIII. Eine
Biographie."
Zur Überraschung aller heiratete Heinrich
im
Juli 1543 Katharina Parr. Nach der
Hinrichtung von Katharina Howard glaubten
seine Räte, er werde nie wieder heiraten, obwohl von Zeit zu Zeit
das Gerücht umging, er wolle Anna von
Kleve
an den Hof zurückholen. Im Sommer 1543 war Heinrich
52 und Katharina Parr 31 Jahre
alt.
Sie war die Schwester von William
Parr,
den Heinrich
vor kurzem zum Peer erhoben hatte. In jungen
Jahren hatte sie den
betagten
Lord
Borough geheiratet, und nach dessen Tod wurde sie die Gemahlin
Lord
Latimers, der zu den Adligen aus Yorkshire gehörte, die die
Gnadenwallfahrt
unterstützt hatten, aber begnadigt worden war. Er starb nur wenige
Monate vor Katharinas Heirat mit Heinrich.
Über Heinrichs
Werbung um
Katharina ist nichts bekannt.
Es gibt keinen Bericht darüber, wann er Katharina
Parr traf und wann er sich zur Heirat entschloss. Wir wissen
nur, dass er im Februar 1543 einen Schneider dafür bezahlte, italienische Kleider zu nähen und Cranmer
Katharina
am 10. Juli eine Heiratsgenehmigung erteilte, in der es hieß, der
König "geruhe" Lady Latimer zu heiraten und die Hochzeit
könne
ohne Aufgebot in jeder Kirche oder Kapelle stattfinden. Chapuys war
erstaunt,
dass Heinrich Katharina heiratete,
denn sie war nicht schön - sie war sogar noch weniger anziehend
als
Anna
von Kleve
-, und sie hatte
keinem ihrer beiden ersten Ehemänner Kinder geschenkt.
Katharina hatte
sich
in Johanna Seymours Bruder Thomas
Seymour
verliebt, der nach Heinrichs Tod
schließlich
ihr vierter Ehemann wurde. Als sie ihn heiratete, erklärte
sie, sie habe ihn schon 1543 heiraten wollen, habe sich jedoch "einer
höheren
Macht beugen" müssen. Als Heinrich
um sie anhielt, soll sie geantwortet haben, "es sei besser, seine
Geliebte
zu sein als seine Gemahlin"; aber wir können sicher sein, dass
diese
kluge und verantwortungsbewusste Frau nie so etwas zu Heinrich
gesagt
hat; solange der König lebte, sagte sie das wahrscheinlich nicht
einmal
vertraulich zu jemanden. Acht Tage nach der Hochzeit schrieb sie ihrem
Bruder Lord Parr, es habe
Gott gefallen, daß der König
sie
zu seiner Gemahlin nehme, was die größte Freude und Labsal
sei,
die ihr habe widerfahren können. Heinrich
und Katharina wurden am
Donnerstag,
dem 12. Juli 1543, in einer Kapelle in Hampton Court, genannt "The
Queens
Privy Chamber", von Gardiner
getraut. Katharina
versprach, Heinrich zum Ehemann zu
nehmen und zu ihm zu stehen "in guten und in schlechten Zeiten, in
Reichtum
und Armut, in Krankheit und Gesundheit" und "im Bett und bei Tisch
heiter
und gehorsam zu sein, bis dass der Tod uns scheidet". Königin
Katharina erwies sich als
außerordentlich
fähige Regentin, und sie
und ihre Räte führten die
Regierungsgeschäfte
mit großer Tatkraft, als Heinrich
in Frankreich Krieg führte.
Katharina
hatte großen
Einfluss auf die Prinzessen
Elisabeth, die nach
Heinrichs
Tod in ihrem Haushalt lebte und starb nach kurzer vierter Ehe im
Kindbett.
1527
1. oo Eduard Lord Borough of Gainsborough
x
um 1510 † 1532
1533
2. oo 3. Johann I. Neville von
Latymer
x
1493 † 2.3.1543
12.7.1543
3. oo 6. Heinrich VIII. König von
England
x
28.6.1491 †
21.8.1547
4. oo Admiral Thomas Seymour
† 10.3.1549 hingerichtet
Literatur: www.wikipedia.de Maike Vogt-Lüerssen
-
------------
Baumann Uwe: Heinrich VIII. mit
Selbstzeugnissen
und Bilddokumenten. Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH 1991 Seite
123,125,128,129 - Fraser Antonia: Die sechs Frauen Heinrichs
VIII.
Claasen Verlag GmbH Hildesheim 1995 Seite
7-11,302,341,397-465,469-472,475-477,480-482 -
Grayeff Felix: Heinrich VIII. Ein
kraftvolles
Leben.
Wilhelm Heyne Verlag München 1961 Seite 320,337,344,348 - GROSSE
FRAUEN DER WELTGESCHICHTE. Tausend
Biographien
in Wort und Bild. Neuer Kaiser Verlag 1987 Seite 370 - Neale John E.: Elisabeth I. Königin von
England.
Eugen Diederischs Verlag München 1994 Seite
17,22,26,27,28,29,32,69 - Panzer Marita
A.: Englands Königinnen.
Von
den Tudors zu den Windsors. Verlag Friedrich Pustet Regensburg 2001
Seite 10,53,60-65,66,77,94,95 - Ridley
Jasper: Heinrich VIII. Eine
Biographie.
Weltbild Verlag GmbH Augsburg 1995 Seite 402,421,430,436 - Thiele,
Andreas: Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1
Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G.
Fischer
Verlag 1993 Tafel 211
- Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band IV Die Britische
Peerage,
ein Auszug, R.G. Fischer Verlag 1996 Tafel
203,272 - Wende Peter:
Englische Könige und
Königinnen.
Von Heinrich VIII. bis Elisabeth II. Verlag C.H. Beck München 1998
Seite 30,45,49,53,77 -