Elisabeth von Bayern                               Deutsche Königin
---------------------------                             Gräfin von Tirol
um 1227-9.10.1273
Landshut Burg Gojen

Begraben: Kloster Stams
 

Ältester Tochter des Herzogs Otto II. von Bayern und der Agnes von Braunschweig, Tochter von Pfalzgraf Heinrich I.
 

Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 172
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Elisabeth, Königin
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* um 1227, + 1273

Vater: Herzog Otto II. (um 1206-1253)

Mutter: Agnes von der Pfalz (+ 1267)

  1. oo König KONRAD IV. (1228-1254)

  2. oo Meinhard von Tirol (um 1235-1295)

1235 verlobte Kaiser FRIEDRICH II. seinen noch minderjährigen Sohn KONRAD mit der ebenfalls noch minderjährigen bayerischen Herzogstochter, um vor aller Welt das Bündnis mit Bayern zu demonstrieren. Konradin, der Sohn der beiden, wurde am Wittelsbacher Hof erzogen.

Literatur:
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Riezler.


Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 364
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"Die Zeit der Staufer"

XI. GENERATION

89 (77) KÖNIG KONRAD IV.
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* 25. (26.?)4.1228, + 21.5.1254

Nach dem Tod der ersten Braut verlobt und später
  oo Vohburg bei Ingolstadt 1.9.1246 mit deren Schwester
        ELISABETH VON BAYERN, Gründerin des Klosters Stam
       * angeblich um 1227, = die ältere Schwester)
        wohl um 1230/31, + 9.10.1273

Begraben: Kloster Stams in Tirol

Tochter des Herzogs Otto von Bayern (1206-1253) und Agnes von Braunschweig, Erbin der Pfalz (um 1201-1267), Tochter von Pfalzgraf Heinrich

Elisabeth oo in 2. Ehe 6.10.1258 mit
                   Meinhard (V.) Graf von Görz-Tirol, später Herzog von Kärnten, Gründer des Klosters Stams
                   * um 1236 (um 1232?), + 1.11.1295
                                                       Burg Greifenberg

Begraben: Kloster Stams in Tirol

Sohn des Meinhard III. Grafen von Görz, Grafen von Tirol (1197-1258) und der Adelheid von Tirol (um 1210/1215-1278), Erbtochter des Grafen Albrecht II. von Tirol

Sohn König KONRADS IV. und der Elisabeth:
108 (König Konrad/Konradin)



Rall, Hans und Marga: Seite 39
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"Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I."

1. ELISABETH
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* um 1227, + 9.10.1273
Landshut      Greifenberg

Grabstätte: Zisterzienserabtei Stams

  1. oo 1.9.1246
         KONRAD IV., Römischer König
         * 25.4.1228, + 21.5.1254
          Andria          Lavello (Apulien)

Grabstätte: Kathedrale in Messina

Eltern: FRIEDRICH II., König von Sizilien, Römischer König und Yolanthe, Tochter des Jean de Brienne, König von Jerusalem

Sohn: Konradin

  2. oo 6.10.1258 München
         MEINHARD IV., Graf von Görz und Tirol, später Herzog von Kärnten
          * um 1235, + 1.11.1295
                             Greifenberg/Tirol

Grabstätte: Zisterzienserabtei Stams (Stiftung Elisabeths und Meinhards)

Eltern: Mainhard III., Graf von Görz, und Adelheid, Tochter des Grafen Albrecht III. von Tirol



Um den bayerisch-staufischen Gegensatz endgültig zu beheben, vermählte sichKONRAD IV. mit Elisabeth von Bayern. Mit dieser Eheschließung war der Übertritt ihres Vaters auf die kaiserliche Seite und der Bruch mit der Kurie endgültig vollzogen. Als ihr Gemahl nach Sizilien aufbrach, blieb sie schwanger in Bayern zurück.
Nach ihrer zweiten Eheschließung mit Meinhard II. von Tirol zog sie zu ihrem Gatten nach Innsbruck und ließ ihren Sohn Konradin in der Obhut Herzog Ludwigs II. zurück. Der zweiten Ehe entsprossen vier Söhne und zwei Töchter.

Mühlbacher Josef: Seite 191-198
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"Lebenswege und Schicksale staufischer Frauen"

Bei einem Aufenthalt Kaiser FRIEDRICHS II. in Bayern 1235 verlobte er seinen siebenjährigen Sohn KONRAD mit Elisabeth (geboren um 1227), der Tochter des Herzogs Otto II. des Erlauchten von Bayern, und der Agnes, Tochter Heinrichs Pfalzgrafen bei Rhein. Die Vermählung fand 1246 statt. Konradin wurde das einzige Kind aus dieser Ehe. König KONRAD IV., der seinen Sohn nie gesehen, starb schon zwei Jahre nach dessen Geburt.
Die neun Ehejahre Elisabeths und KONRADS IV. waren von den Unruhen der Kriege erfüllt, soweit ein Zusammenleben überhaupt möglich war. Nach dem Tod KONRADS galt die Sorge ihrem Sohn Konradin und der Aufgabe, ihm das väterliche Erbe zu erhalten. Elisabeth blieb, vor ihrem Fortzug nach Wasserburg am Inn, mit dem kleinen Konradin zunächst bei ihrem Bruder, dem Herzog Ludwig II., dem Strengen von Bayern, der der Vormund Konradinswar. Königin Elisabeth war anwesend, als dieser seine Gemahlin Maria von Brabant am 18. Januar 1256 wahrscheinlich grundlos hinrichten ließ.
Es ist verständlich, dass die Mutter ihren Sohn diesem Vormund entzog. Er kam in die Obhut des Bischofs Eberhard von Konstanz, wo er eine glückliche Kindheit verlebte, eine vorzügliche Erziehung genoß und in den ritterlichen Übungen wie im Minnesang unterwiesen wurde.
Elisabeth ging fünf Jahre nach dem Tode ihres ersten Gatten 1259 eine zweite Ehe mit Meinhard II. Grafen von Görz und Tirol ein. Konradinscheint in jener Zeit in Konstanz geblieben zu sein - er soll später die nicht standesgemäße Ehe seiner Mutter mißbilligt haben.
Sie verteidigte hartnäckig das Recht ihres Sohnes als Nachfolger KONRADS IV. gegen Manfred, der das sizilische Erbe der STAUFER behaupten wollte.
Nach Manfreds Tod in der Schlacht bei Benevent 1266 entschloß sich Konradinnach reger Tätigkeit in Deutschland selber nach Italien zu ziehen und um das staufische Südreich zu kämpfen. Nach einem glänzenden Hoftag in Augsburg 1266 legte Konradin seinen Zug nach Italien für den Spätsommer 1267 fest. Die Mutter riet dringend, er möge sich mit einem friedlichen und ruhigen Leben in seinem Herzogtum begnügen, der Vormund und Oheim zu dem Zug nach Italien.
Am 22. August 1267 verabschiedete sich Konradin in Hohenschwangau von seiner Mutter. In Schloß Tirol, wo Elisabeth nun lebte, erhielt sie die Nachricht von der Niederlage bei Tagliacozzo und der Hinrichtung ihres Sohnes.
Die Berichte darüber, wohin der toteKonradingebracht wurde, widersprechen einander. Einer lautet dahin, "dass Elisabeth nach Neapel eilte, kam aber zu spät und erhielt bloß die Erlaubnis, eine Kapelle über seinem Grabe zu bauen (Raumer). Dieser Bericht erscheint wenig glaubwürdig.
1272 ließ Elisabeth in Stams, zwischen Telfs und Mötz bei Innsbruck, an Stelle einer hölzernen Wallfahrtskapelle inmitten alter Eichenwälder, die Johannes dem Täufer geweiht war und von 12 Mönchen betreut wurde, zum Gedenken an Konradin ein Kloster errichten.
Aus der zweiten Ehe Elisabeths gingen vier Söhne und zwei Töchter hervor.
Elisabeth starb 1273 auf der Burg Gojen über Meran, bevor das Kloster fertig war. Sie wurde zunächst auf Schloß Tirol bestattet, dann 1284 feierlich in Stams beigesetzt. An ihrer Seite wurde 1298 ihr Gemahl bestattet. Dort ruhen auch vier Kinder Meinhards und Elisabeths.

Lechner Karl: Seite 292,301
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"Die Babenberger"

Da seine 1229 geschlossene zweite Ehe mit Agnes von Meranien ebenfalls kinderlos geblieben war, bemühte sich Friedrich II. von Österreich um die Trennung dieser Ehe. Von einer Synode in Friesach im Juni 1243 wurde die Ehe ohne Angabe von Gründen geschieden. Der Herzog dachte an eine neue Ehe und zwar mit Elisabeth, der Tochter seines früheren Gegners, Herzog Ottos II. von Bayern. Die Verhandlungen der beiden Herzöge darüber in den Jahren 1243 und 1244 in Wien verliefen positiv, und auch die wegen zu naher Blutsverwandtschaft der beiden Verlobten notwendige Dispens des Papstes erfolgte bereits im Frühjahr 1244, wodurch die Appellation der Herzogin Agnes erledigt war. Nach einer von Herzog Friedrich provozierten bewaffneten Auseinandersetzung mit Herzog Otto II. trat er von seinem Verlöbnis zurück. Im Herbst 1247 heiratete König KONRAD IV. Elisabeth, die älteste Tochter Herzog Ottos von Bayern.
 
 
 
 

   1.9.1246
  1. oo KONRAD IV. König des Deutschen Reiches
          25.4.1228-21.5.1254

  6.10.1258
  2. oo Meinhard (V.) Graf von Görz-Tirol
          um 1236(um 1232?)-1.11.1295
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Konradin
  25.3.1252-29.10.1268

  Konradin ???
  125 -   1269

2. Ehe

  Albert II. Graf von Tirol
        -   1292

  Agnes
        -14.5.1293

 1286
  oo 1. Friedrich I. der Freidige Markgraf von Meißen
          1257-16.11.1323

  Ludwig
        -   1305

  Elisabeth
  um 1262-28.10.1313
  München Wien

 1276
  oo ALBRECHT I. Graf von Habsburg
       nach 1255-1.5.1308

  Heinrich VI.
  1265/73-2.4.1335

  Otto II.
        -   1310
 
 
 

Literatur:
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Decker-Hauf Hansmartin: Die Zeit der Staufer. Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977 Band III Seite 364 - Engels, Odilo: Die Staufer. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1972, Seite 156,158,162 - Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246,Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 292,301 - Mühlbacher, Josef: Lebensweg und Schicksale der staufischen Frauen, Bechtle Verlag Esslingen 1977 Seite 191-198 - Rall, Hans und Marga: Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I., Verlag Styria Graz/Wien/Köln 1986 Seite 39 - Stürner Wolfgang: Friedrich II. Teil 2 Der Kaiser 1220-1250 Primus Verlag Darmstadt, 2000 Seite 529 A. 565 -
 
 
 
 
 
 


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