Begraben: Ursprünglich in der Capella Palatina, Palermo,
jetzt in Monreale
4. und jüngster Sohn des Königs
Roger II. von Sizilien aus seiner 1. Ehe mit der Elvira
von Kastilien, Tochter von König
Alfons VI.
Lexikon des Mittelalters: Band IX Seite 131
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Wilhelm I. genannt "Il Malo" 'der Böse', König
von Sizilien
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Geburtsdatum unbekannt, + 27. März 1166
Palermo
Begraben: Ursprünglich in der Capella Palatina, Palermo, jetzt in Monreale
Sohn Rogers II. und Elviras von Kastilien
oo Margarete von Navarra (Zeitpunkt unbekannt)
Am 8. April 1151 (Ostern) wurde er nach dem Tode seiner
Brüder von seinem Vater zum Mitkönig erhoben, wodurch
Roger II. die Barone vor vollendete
Tatsachen stellen und eventuelle Nachfolgekämpfe unterbinden wollte.
Wilhelm I., ein gutaussehender
Mann mit dichtem schwarzem Bart, von großer Körperkraft, wurde
am 4. April 1154 in Anwesenheit einer zahlreichen Vasallenschar in der
Kathedrale von Palermo gekrönt. In den ersten Jahren seiner Regierung
verfolgte er die politische Linie seines Vaters und wurde dabei von den
gleichen Gruppierungen unterstützt wie Roger
II. Bald zeigten sich jedoch Unterschiede in seiner Politik
und seinem Führungsstil, die auf den Widerstand der Barone stießen.
Vor allem erregte die Ernennung des Maio von Bari zum Großadmiral
ihren Unmut. Dank Maio, zweifellos einer der fähigsten Köpfe
im Regnum, erzielte Wilhelm I. der Böse
verschiedene Erfolge. Vor allem konnte er 1156 mittels des Vertrages von
Benevent den Papst aus der antinormannischen Koalition herauslösen
und der Gefahr, die das Reich durch FRIEDRICH
BARBAROSSA für das normannische Königreich bedeutete,
begegnen. Wilhelms Politik zielte daher
auf eine Stärkung der Monarchie und die Vermeidung einer gefährlichen
Isolation. In diesem Sinne sind seine Entscheidungen zu interpretieren,
die afrikanischen Besitzungen aufzugeben und mit Venedig (1155), mit Genua
(1156) und vor allem mit der Römischen Kirche Verträge zu schließen.
Durch diese Bündnisse wurden jedoch viele Hoffnungen und Interessen
der Barone und der Städte des Regnum zunichte gemacht bzw. schwer
beeinträchtigt. In den in sozialer und ethnischer Hinsicht sehr unterschiedlichen
Schichten der Bevölkerung und in den Reihen des Adels entzündeten
sich daher mehrfach Revolten, die Wilhelm
mit erbarmungsloser Härte niederschlug. Viele Barone wurden getötet,
verstümmelt oder gefangengesetzt. Bari wurde "in einen Schutthaufen
verwandelt", wie Hugo Falcandus sagt und viele Urkunden bezeugen (1156).
In den Jahren 1159-1161 kam es jedoch in Sizilien, in erster Linie als
Reaktion auf Steuererhöhungen, zu schweren Unruhen. Am 10. November
1160 wurde Maio in Palermo erstochen. Einige Kreise des Adels wollten daraufhin
die Revolte bis zur Absetzung des Königs und sogar zu seiner Ermordung
treiben. Am 9. März 1161 wurden Wilhelm I.,
die Königin und seine Kinder von einer Gruppe von Verschwörern
gefangengenommen. Die königliche Residenz wurde geplündert, die
Archive, in denen sich die Katasterregister befanden, verbrannt und auch
die silberne Planisphäre, auf der al Idris seine Weltkarte gezeichnet
hatte, fiel der Zerstörungswut zum Opfer. Der hohe Klerus war jedoch
nicht gewillt, die Umsturzpläne der Verschwörer mitzutragen und
den König abzusetzen. Nachdem sich die Wogen der Erregung geglättet
hatten, gelangte man schließlich zu einem Übereinkommen. Wilhelm
I. der Böse wurde freigelassen und konnte dank der geschickten
Gewinnung von Verbündeten und den ihm zur Verfügung stehenden
Truppen überall der Revolte verhältnismäßig rasch
Herr werden. Die im Königreich wieder eingekehrte Ruhe wurde jedoch
durch gewaltsame Unterdrückungsmaßnahmen aufrechterhalten und
war begleitet von einem Klima der Angst und des Mißtrauens.
In seinen letzten Regierungsjahren verfiel Wilhelm
I., wie Hugo Falcandus behauptet, vom neuem in ein Leben ausschweifenden
Müßigganges und ergab sich dem Luxus und Vergnügungen.
Unter anderem widmete er sich dem Bau von La Zisa, dem prunkvollen Palast
bei Palermo, dessen Stil nicht nur von der islamischen Atmosphäre
inspiriert ist, mit der der König sich mit Vorliebe umgab, sondern
auch ein Indiz für die zunehmende Distanzierung des Hofes von der
übrigen Bevölkerung bietet.
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Wilhelm I. der Böse
war seit 8.4.1151 Mitregent seines Vaters und Regent von Apulien. Sein
allmächtiger Minister Majo wurde am 10.11.1161 ermordet und Wilhelm
sollte 1161 entthront und ermordet werden. Er warf rebellierende Barone
mit harter Hand nieder, behauptete gegen Byzanz Apulien und verbündete
sich mit Byzanz auf 30 Jahre gegen Kaiser FRIEDRICH
I., dessen imperiale Politik ihn bedrohte. Nach einem Sieg über
Papst Hadrian IV. zwang er diesen zum Konkordat von Benevent, in welchem
der Papst das Königreich Neapel-Sizilien endgültig anerkannte,
während Wilhelm I. die päpstliche
Lehnshoheit bestätigte. Er gab die afrikanischen Eroberungen auf.
Houben Hubert: Seite 38 A,101-106,169-174
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"Roger II. von Sizilien"
Im Abstand von etwa je einem Jahr wurden drei weitere
Söhne geboren:
Tankred, Alfons,
Wilhelm,
ein bei den HAUTEVILLE beliebter Name,
später dann ein weiterer Sohn Heinrich.
Nach einigen Jahren mußteRoger
II. aber erleben, dass seine Söhne, einer nach dem anderen,
starben: Tankred zwischen 1138 und
1142, Alfons1144, Heinrich
vielleicht vor 1145, und schließlich 1149 auch der Erstgeborene
Roger,
auf den der König große Hoffnungen gesetzt hatte. Als einziger
blieb Wilhelm übrig, der nach
Hugo Falcandus von allen Söhnen Rogersder
am wenigsten begabte gewesen sein soll.
Der Thronfolger Wilhelm wurde
um 1150 mit Margarete, einer Tochter
des Garcia IV. Ramirez, König von Navarra
verheiratet; ihre Mutter war Margarete de l'Aigle,
eine Tochter des Normannen Gilbert de Perche.
Ostern 1151 erhob Roger II.
Wilhelm, den er nach dem Tode seines Erstgeborenen als Thronfolger
mit dem Herzogtum Apulien belehnt hatte, zum Mitkönig. Während
die Salbung vom Erzbischof von Palermo vollzogen wurde, nahm Roger,
so berichtet jedenfalls der gut unterrichtete Hugo Falcandus, die Krönung
persönlich vor. Vorher hatte Wilhelm
geschworen, für Frieden und Recht zu sorgen, die Kirche zu Ehren und
seinem Vater "wie seinem Lehnsherrn zu dienen". Mit diesem Akt, der ohne
Absprache mit dem Papst erfolgte, war die Nachfolge gesichert.
Als Roger am 26.
oder 27. Februar 1154 im Alter von 58 Jahren starb - Romuald von Salerno
gibt als Todesursache "Fieber" an, während Hugo Falcandus von früher
Vergreisung nach "Auszehrung" aufgrund von "Überarbeitung und übermäßiger
sexueller Aktivität" spricht - ging die Herrschaft reibungslos auf
den bereits seit drei Jahren als Mitkönig regierenden Wilhelm
I. über. Ostern 1154 hielt der neue König in Palermo
einen Hoftag ab und ließ sich nochmals feierlich krönen.
Roger hinterließ
seinem Nachfolger eine gefüllte Staatskasse, prächtige Paläste
und einen im Aufbau befindlichen, für seine Zeit effizienten Verwaltungsapparat.
Aber er hinterließ auch ungelöste Probleme. Da war zunächst
das gespannte Verhältnis zum päpstlichen Lehnsherrn. Die Nachfolger
Innocenz' II. hatten Roger die Investitur
verweigert, weil sie sich nicht mit ihm über territoriale und kirchenpolitische
Fragen einigen konnten. Die Päpste hofften, den König mit Hilfe
einer bewaffneten Intervention des Kaisers vertreiben oder zumindest zu
Konzessionen zwingen zu können. Mit dem Regierungsantritt
FRIEDRICH
BARBAROSSAS schien die Gelegenheit gekommen, diese Pläne
zu verwirklichen. Hadrian IV. fertigte also eine von Wilhelm
I. zu ihm gesandte Verhandlungsdelegation kurz ab. Er betrachtete
die 1151 erfolgte Königserhebung als illegal, da sie ohne Konsultation
des päpstlichen Lehnsherrn erfolgt war. Anfang 1155 ließ der
Papst dem Herrscher durch einen Kardinal ein Schreiben zustellen, in dem
er ihn als "Herrn von Sizilien", also nicht als König anredete. Aufgrund
dieses Affronts verweigerte Wilhelm die Annahme des Briefes.
Auch der byzantinische Kaiser, Manuel
I. Komnenos, der in Verhandlungen mit
FRIEDRICH BARBAROSSA stand und auf die Verwirklichung einer
großen antinormannischen Koalition hoffte, hielt den Zeitpunkt für
gekommen, dem sizilischen Königreich ein Ende zu bereiten. Er lehnte
ein Friedensangebot Wilhelms ab, obwohl
sich der König zu Zugeständnissen wie der Rückgabe der seinerzeit
bei der Eroberung von Theben (1147) gemachten Beute und der Gefangenen
bereit erklärte. Statt dessen befahl Manuel
einen
Angriff auf die sizilische Flotte, der jedoch für die Byzantiner mit
einem Debakel endete (1154).
Indessen gelang es Wilhelm,
einen Vertrag mit Venedig abzuschließen, dessen Beziehungen zu Byzanz
seit den Zwischenfällen, zu denen es bei der von den Venezianern unterstützten
byzantinischen Rückeroberung von Korfu (1149) gekommen war, gespannt
waren. Auch mit König Geza II. von Ungarn,
einem weiteren Gegner des byzantinischen Kaisers, knüpfte Wilhelm
Verhandlungen
an. Angesichts der schwierigen Lage des normannischen Königs zog der
ungarische Herrscher es aber vor, bald mit Byzanz Frieden zu schließen
(1155). Die intensiven diplomatischen Bemühungen
Wilhelms erklären sich mit der Furcht vor einem deutsch-byzantinischen
Angriff aus S-Italien. Um persönlich die Verteidigung zu leiten, begab
der König sich Anfang 1155 nach Salerno.
Es war vorherzusehen, dass die Nachricht vom Italienzug
BARBAROSSAS
die
latente Unzufriedenheit des Adels und der Städte gegen die von
Roger
geschaffene Monarchie verstärken und zu Aufständen
führen werde. An die Spitze der Rebellen trat ein Vetter des Königs,
Robert II. von Basunvilla, der Ostern 1154 zusätzlich zur ererbten
Grafschaft Conversano in Apulien die nicht minder umfangreiche Grafschaft
Loritello in den Abruzzen erhalten hatte und somit zur wichtigsten Figur
auf der süditalienischen Halbinsel geworden war.
Während der König nach Ostern 1155 wieder nach
Palermo zurückkehrte, griff sein Kanzler Asclettin, dem das Oberkommando
über das Heer anvertraut war, die päpstliche Enklave Benevent
an. Da zahlreiche Vasallen sich auflehnten und das Heer verließen
bzw. überliefen, mußte die Belagerung abgebrochen werden. Mit
den ihm verbliebenen Truppen, wohl überwiegend Söldnern, verwüstete
der Kanzler dann Ende Mai/Anfang Juni einige kleinere Orte im Süden
des Patrimonium S. Petri wie zum Beispiel Ceprano, während Montecassino
bis auf 12 Mönche evakuiert wurde. Daraufhin exkommunizierte Hadrian
IV. den König.
Der Aufstand zog immer weitere Kreise und erfaßte
bald die gesamt süditalienische Halbinsel. Die Hoffnung, die die Rebellen
auf BARBAROSSA
gesetzt hatten, der
nach dem Konstanzer Vertrag den König von Sizilien hätte angreifen
müssen, wurden enttäuscht. Die deutschen Vasallen weigerten sich,
nach der Kaiserkrönung (18. Juni 1155) nach S-Italien zu ziehen. Das
Angebot Roberts von Basunvilla,
BARBAROSSA
bei seinem S-Italienzug zu unterstützen, fand also kein Gehör.
Wirksamere Unterstützung erhielten die Aufständischen vom byzantinischen
Kaiser, der Geld und Truppen sandte. Auch der Papst griff ein. Hadrian
nahm am Fest des heiligen Michael (29. September) vom ergrauten Fürst
Robert von Capua, der die letzten 15 Jahre im Exil vorwiegend in Deutschland
verbracht hatte, ebenso wie von weiteren Adeligen Mannschaft und Lehnseid
entgegen; dann zog man gemeinsam nach Benevent.
Inzwischen hatten die byzantinischen Truppen und die
Anhänger Roberts von Basunvilla so gut wie ganz S-Italien unterworfen.
Als Wilhelm
Ende 1155 für mehrere
Monate erkrankte, verbreitete sich das Gerücht, er sei gestorben,
was dem Aufstand neue Nahrung gab. Nur Neapel, Amalfi, Salerno, Troia,
Melfi und einige andere befestigte Orte blieben in der Hand des Königs.
Die Situation wurde immer bedrohlicher: Selbst auf Sizilien kam es zu einer
Revolte, was unter Rogernie vorgekommen
war. Der byzantinische Kaiser schloß ein Bündnis mit Genua und
knüpfte Verhandlungen mit dem Papst an, dem er Gelder zur Anwerbung
von Soldaten schickte. Die Lage Wilhelms
war verzweifelt. Ende 1155/Anfang 1156 ging eine Gesandtschaft an den Papst
ab, die ihm ein weitgehendes Angebot machte. Um die Aufhebung der Exkommunikation
und die päpstliche Investitur zu erlangen, war der König bereit,
den Kirchen des Königreiches die Freiheit zurückzugeben, also
nicht mehr in die kirchlichen Wahlen einzugreifen. Außerdem versprach
er Hadrian die Erweiterung der Enklave Benevent um drei Nachbarorte (Paduli,
Montefusco und Morcone) sowie Geld und militärische Unterstützung
gegen die stadtrömische Bewegung. Der Papst wollte das verlockende
Angebot annehmen, wurde daran aber von seinen Kardinälen gehindert,
die es für klüger hielten, Wilhelm
seinem ausgesprochen düster scheinenden Schicksal zu überlassen.
Während der Krankheit des Königs lag die Regierung
in den Händen Maios von Bari, der im Juni 1154 zum ammiratus ammiratorum,
einer Art Premierminister, ernannt worden war.
Wilhelm I. war keineswegs
so unfähig, wie der sogenannte Hugo Falcandus ihn darstellte. Nach
seiner Genesung versammelte er Heer und Flotte in Messina und griff im
Frühjahr 1156 in einer kombinierten Land-See-Aktion Brindisi an, dessen
Burg sich gegen die Aufständischen hatte halten können. Er hatte
sogleich Erfolg und übte blutige Rache. Bari, die wichtigste Stadt
Apuliens, wurde dem Erdboden gleichgemacht, seine Bewohner auf die umliegenden
Dörfer verteilt; nur die Basilika des heiligen Nikolaus wurde verschont.
Dann ging es nach Kampanien, wo Fürst Robert von Capua gefangengenommen
wurde. Eigentlich hätte er wegen Hochverrat zur Tode verurteilt werden
müssen; statt dessen wurde er "nur" nach Palermo in Gefangenschaft
gebracht, wo er nach dem sogenannten Hugo Falcandus auch geblendet wurde.
Graf Robert von Basunvilla und andere adelige Aufständische kamen
mit der Verbannung aus dem Königreich davon.
Hadrian wurde bald klar, dass er auf sich allein gestellt
war. Die Kardinäle, die gegen einen Ausgleich mit den Normannen waren,
verließen ihn. Nachdem Wilhelm
Benevent eingeschlossen hatte und die Vorräte in der Stadt zu Ende
gegangen waren, sandte der Papst Unterhändler, um eine Vereinbarung
abzuschließen. Eine gemeinsame Kommission unter dem Vorsitz Maios
von Bari und des Kardinals Roland, des späteren Papstes Alexander
III., arbeiteten einen bilateralen Vertrag aus, der am 18. Juni 1156 abgeschlossen
wurde. Wilhelm leistete Hadrian Mannschaft (hominium) und Treueid und wurde
von diesem, wie einst Roger 1139 von Innocenz II., mit drei Fahnenlanzen
investiert. Der Papst bestätigte ihm das Recht, die Nachfolge nach
eigenem Gutdünken zu regeln, den vollen territoriale Umfang des Königreichs
einschließlich der Abruzzen und des Marserlandes, für das ein
zusätzlicher Lehnszins festgesetzt wurde, sowie die Herrschaft über
seine Landeskirche. Dabei wurde differenziert zwischen der süditalienischen
Halbinsel, wo geistliche Appellationen, Kirchenversammlungen und päpstliche
Legationen gestattet waren, und der Insel Sizilien, wo dies nicht der Fall
war. Entscheidend war, dass der König die kirchlichen Weihen im ganzen
Königreich unter seiner Kontrolle behielt. Palermo wurde Metropolitansitz
mit den Suffraganbistümern Agrigent, Mazara und Malta. Hadrian mußte
Wilhelm
all das zugestehen, was seine Vorgänger Roger
verweigert
hatten.
Durch die Vertrage mit Genua (1156) und Byzanz (1158)
konnte der König von Sizilien seine Stellung weiter stärken.
Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass in den folgenden Jahren
die von Roger
an der nordafrikanischen
Küste errichteten Stützpunkte dem Vordringen der Almohaden zum
Opfer fielen. Kleinere Aufstände in den Abruzzen und Kampanien konnten
rasch niedergeworfen werden.
Ernsthafte Gefahr drohte dem Königreich nur noch
von FRIEDRICH BARBAROSSA, der den Vertrag
von Benevent als eine Aufkündigung der in Konstanz besiegelten päpstlich-kaiserlichen
Zusammenarbeit betrachtete. Die Wahl Alexanders III. und des kaiserlichen
Gegenpapstes Viktor IV. (1159) verstärkten den Willen BARBAROSSAS,
den König von Sizilien, der als Beschützer Alexanders III. auftrat,
anzugreifen. Hinzu kam, dass nach der Ermordung Maios von Bari (10. November
1160), der sich durch seine Bemühungen um eine Zentralisierung der
Verwaltung den Adel und die Städte zu Feinden gemacht hatte, Aufstände
ausbrachen, in deren Verlauf Wilhelm
und seine Familie gefangengenommen wurden, wobei der Thronfolger
Roger ums Leben kam (März 1161). Die Uneinigkeit der Aufständischen
ermöglichte dem König aber bald die Niederschlagung der Erhebung.
1150
oo Margareta von Navarra, Tochter des Königs
Garcias VI.
1128/35- 1182
Kinder:
Roger Herzog von Apulien
1152-9.3.1161 ermordet
Robert Fürst von Capua
1153- um 1165
Wilhelm II. der Gute
1154-16.11.1189
Heinrich Fürst von Capua
1158- 1172
Palermo
Illegitim
Tochter
-
oo Isaak Dukas Komnenos Kaiser von Zypern
- 1195/96 ermordet
Marina
-
vor 1193
oo Margaritone di Brindisi Graf von Malta
- 1195
Literatur:
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Cardini, Franco: Friedrich I. Barbarossa. Kaiser
des Abendlandes, Verlag Styria Graz 1990, Seite71,94,103,115,118,123,126,128,148,
151,153,165,187,192 - Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche
Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993 Seite 10,54,78,144,157,159 - Die
Staufer im Süden. Sizilien und das Reich, hg. von Theo Kölzer,
Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 52,53,72,76,116, 117,122 -
Engels,
Odilo: Die Staufer. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1972,
Seite 59,62,65,66,79 - Houben, Hubert: Roger II. von Sizilien. Herrscher
zwischen Orient und Okzident, Primus Verlag Darmstadt 1997, Seite 33,37,38A,89A,101-106,112,119,126,
127,130,133A,138,156,159,161,162A,164A, 169-174,185,187,Taf.1 - Lehmann,
Johannes: Die Staufer. Glanz und Elend eines deutschen Kaisergeschlechts,
Gondrom Verlag Bindlach 1991, Seite 71,128,135 - Masson, Georgina:
Friedrich II. von Hohenstaufen, Rowohlt Taschenbuch Verlag Reinbeck bei
Hamburg 1991, Seite 33,220 - Stürner, Wolfgang: Friedrich II.
Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220,
Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 9,22,28,30-34,42,54,117 - Wies,
Ernst W.: Friedrich II. von Hohenstaufen. Messias oder Antichrist, Bechtle
Esslingen 1998, Seite 18,24,59 -