Wilhelm I. der Böse                                   König von Sizilien (1154-1166)
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um 1122-14.5.1166
              Palermo

Begraben: Ursprünglich in der Capella Palatina, Palermo, jetzt in Monreale
 

4. und jüngster Sohn des Königs Roger II. von Sizilien aus seiner 1. Ehe mit der Elvira von Kastilien, Tochter von König Alfons VI.
 

Lexikon des Mittelalters: Band IX Seite 131
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Wilhelm I. genannt "Il Malo" 'der Böse', König von Sizilien
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Geburtsdatum unbekannt, + 27. März 1166
                                         Palermo

Begraben: Ursprünglich in der Capella Palatina, Palermo, jetzt in Monreale

Sohn Rogers II. und Elviras von Kastilien

  oo Margarete von Navarra (Zeitpunkt unbekannt)

Am 8. April 1151 (Ostern) wurde er nach dem Tode seiner Brüder von seinem Vater zum Mitkönig erhoben, wodurch Roger II. die Barone vor vollendete Tatsachen stellen und eventuelle Nachfolgekämpfe unterbinden wollte.
Wilhelm I., ein gutaussehender Mann mit dichtem schwarzem Bart, von großer Körperkraft, wurde am 4. April 1154 in Anwesenheit einer zahlreichen Vasallenschar in der Kathedrale von Palermo gekrönt. In den ersten Jahren seiner Regierung verfolgte er die politische Linie seines Vaters und wurde dabei von den gleichen Gruppierungen unterstützt wie Roger II. Bald zeigten sich jedoch Unterschiede in seiner Politik und seinem Führungsstil, die auf den Widerstand der Barone stießen. Vor allem erregte die Ernennung des Maio von Bari zum Großadmiral ihren Unmut. Dank Maio, zweifellos einer der fähigsten Köpfe im Regnum, erzielte Wilhelm I. der Böse verschiedene Erfolge. Vor allem konnte er 1156 mittels des Vertrages von Benevent den Papst aus der antinormannischen Koalition herauslösen und der Gefahr, die das Reich durch FRIEDRICH BARBAROSSA für das normannische Königreich bedeutete, begegnen. Wilhelms Politik zielte daher auf eine Stärkung der Monarchie und die Vermeidung einer gefährlichen Isolation. In diesem Sinne sind seine Entscheidungen zu interpretieren, die afrikanischen Besitzungen aufzugeben und mit Venedig (1155), mit Genua (1156) und vor allem mit der Römischen Kirche Verträge zu schließen. Durch diese Bündnisse wurden jedoch viele Hoffnungen und Interessen der Barone und der Städte des Regnum zunichte gemacht bzw. schwer beeinträchtigt. In den in sozialer und ethnischer Hinsicht sehr unterschiedlichen Schichten der Bevölkerung und in den Reihen des Adels entzündeten sich daher mehrfach Revolten, die Wilhelm mit erbarmungsloser Härte niederschlug. Viele Barone wurden getötet, verstümmelt oder gefangengesetzt. Bari wurde "in einen Schutthaufen verwandelt", wie Hugo Falcandus sagt und viele Urkunden bezeugen (1156). In den Jahren 1159-1161 kam es jedoch in Sizilien, in erster Linie als Reaktion auf Steuererhöhungen, zu schweren Unruhen. Am 10. November 1160 wurde Maio in Palermo erstochen. Einige Kreise des Adels wollten daraufhin die Revolte bis zur Absetzung des Königs und sogar zu seiner Ermordung treiben. Am 9. März 1161 wurden Wilhelm I., die Königin und seine Kinder von einer Gruppe von Verschwörern gefangengenommen. Die königliche Residenz wurde geplündert, die Archive, in denen sich die Katasterregister befanden, verbrannt und auch die silberne Planisphäre, auf der al Idris seine Weltkarte gezeichnet hatte, fiel der Zerstörungswut zum Opfer. Der hohe Klerus war jedoch nicht gewillt, die Umsturzpläne der Verschwörer mitzutragen und den König abzusetzen. Nachdem sich die Wogen der Erregung geglättet hatten, gelangte man schließlich zu einem Übereinkommen. Wilhelm I. der Böse wurde freigelassen und konnte dank der geschickten Gewinnung von Verbündeten und den ihm zur Verfügung stehenden Truppen überall der Revolte verhältnismäßig rasch Herr werden. Die im Königreich wieder eingekehrte Ruhe wurde jedoch durch gewaltsame Unterdrückungsmaßnahmen aufrechterhalten und war begleitet von einem Klima der Angst und des Mißtrauens.
In seinen letzten Regierungsjahren verfiel Wilhelm I., wie Hugo Falcandus behauptet, vom neuem in ein Leben ausschweifenden Müßigganges und ergab sich dem Luxus und Vergnügungen. Unter anderem widmete er sich dem Bau von La Zisa, dem prunkvollen Palast bei Palermo, dessen Stil nicht nur von der islamischen Atmosphäre inspiriert ist, mit der der König sich mit Vorliebe umgab, sondern auch ein Indiz für die zunehmende Distanzierung des Hofes von der übrigen Bevölkerung bietet.
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Wilhelm I. der Böse war seit 8.4.1151 Mitregent seines Vaters und Regent von Apulien. Sein allmächtiger Minister Majo wurde am 10.11.1161 ermordet und Wilhelm sollte 1161 entthront und ermordet werden. Er warf rebellierende Barone mit harter Hand nieder, behauptete gegen Byzanz Apulien und verbündete sich mit Byzanz auf 30 Jahre gegen Kaiser FRIEDRICH I., dessen imperiale Politik ihn bedrohte. Nach einem Sieg über Papst Hadrian IV. zwang er diesen zum Konkordat von Benevent, in welchem der Papst das Königreich Neapel-Sizilien endgültig anerkannte, während Wilhelm I. die päpstliche Lehnshoheit bestätigte. Er gab die afrikanischen Eroberungen auf.

Houben Hubert: Seite 38 A,101-106,169-174
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"Roger II. von Sizilien"

Im Abstand von etwa je einem Jahr wurden drei weitere Söhne geboren: Tankred, Alfons, Wilhelm, ein bei den HAUTEVILLE beliebter Name, später dann ein weiterer Sohn Heinrich.
Nach einigen Jahren mußteRoger II. aber erleben, dass seine Söhne, einer nach dem anderen, starben: Tankred zwischen 1138 und 1142, Alfons1144, Heinrich vielleicht vor 1145, und schließlich 1149 auch der Erstgeborene Roger, auf den der König große Hoffnungen gesetzt hatte. Als einziger blieb Wilhelm übrig, der nach Hugo Falcandus von allen Söhnen Rogersder am wenigsten begabte gewesen sein soll.
Der Thronfolger Wilhelm wurde um 1150 mit Margarete, einer Tochter des Garcia IV. Ramirez, König von Navarra verheiratet; ihre Mutter war Margarete de l'Aigle, eine Tochter des Normannen Gilbert de Perche.
Ostern 1151 erhob Roger II.  Wilhelm, den er nach dem Tode seines Erstgeborenen als Thronfolger mit dem Herzogtum Apulien belehnt hatte, zum Mitkönig. Während die Salbung vom Erzbischof von Palermo vollzogen wurde, nahm Roger, so berichtet jedenfalls der gut unterrichtete Hugo Falcandus, die Krönung persönlich vor. Vorher hatte Wilhelm geschworen, für Frieden und Recht zu sorgen, die Kirche zu Ehren und seinem Vater "wie seinem Lehnsherrn zu dienen". Mit diesem Akt, der ohne Absprache mit dem Papst erfolgte, war die Nachfolge gesichert.
Als Roger am 26. oder 27. Februar 1154 im Alter von 58 Jahren starb - Romuald von Salerno gibt als Todesursache "Fieber" an, während Hugo Falcandus von früher Vergreisung nach "Auszehrung" aufgrund von "Überarbeitung und übermäßiger sexueller Aktivität" spricht - ging die Herrschaft reibungslos auf den bereits seit drei Jahren als Mitkönig regierenden Wilhelm I. über. Ostern 1154 hielt der neue König in Palermo einen Hoftag ab und ließ sich nochmals feierlich krönen.
Roger hinterließ seinem Nachfolger eine gefüllte Staatskasse, prächtige Paläste und einen im Aufbau befindlichen, für seine Zeit effizienten Verwaltungsapparat. Aber er hinterließ auch ungelöste Probleme. Da war zunächst das gespannte Verhältnis zum päpstlichen Lehnsherrn. Die Nachfolger Innocenz' II. hatten Roger die Investitur verweigert, weil sie sich nicht mit ihm über territoriale und kirchenpolitische Fragen einigen konnten. Die Päpste hofften, den König mit Hilfe einer bewaffneten Intervention des Kaisers vertreiben oder zumindest zu Konzessionen zwingen zu können. Mit dem Regierungsantritt FRIEDRICH BARBAROSSAS schien die Gelegenheit gekommen, diese Pläne zu verwirklichen. Hadrian IV. fertigte also eine von Wilhelm I. zu ihm gesandte Verhandlungsdelegation kurz ab. Er betrachtete die 1151 erfolgte Königserhebung als illegal, da sie ohne Konsultation des päpstlichen Lehnsherrn erfolgt war. Anfang 1155 ließ der Papst dem Herrscher durch einen Kardinal ein Schreiben zustellen, in dem er ihn als "Herrn von Sizilien", also nicht als König anredete. Aufgrund dieses Affronts verweigerte Wilhelm die Annahme des Briefes.
Auch der byzantinische Kaiser, Manuel I. Komnenos, der in Verhandlungen mit FRIEDRICH BARBAROSSA stand und auf die Verwirklichung einer großen antinormannischen Koalition hoffte, hielt den Zeitpunkt für gekommen, dem sizilischen Königreich ein Ende zu bereiten. Er lehnte ein Friedensangebot Wilhelms ab, obwohl sich der König zu Zugeständnissen wie der Rückgabe der seinerzeit bei der Eroberung von Theben (1147) gemachten Beute und der Gefangenen bereit erklärte. Statt dessen befahl Manuel einen Angriff auf die sizilische Flotte, der jedoch für die Byzantiner mit einem Debakel endete (1154).
Indessen gelang es Wilhelm, einen Vertrag mit Venedig abzuschließen, dessen Beziehungen zu Byzanz seit den Zwischenfällen, zu denen es bei der von den Venezianern unterstützten byzantinischen Rückeroberung von Korfu (1149) gekommen war, gespannt waren. Auch mit König Geza II. von Ungarn, einem weiteren Gegner des byzantinischen Kaisers, knüpfte Wilhelm Verhandlungen an. Angesichts der schwierigen Lage des normannischen Königs zog der ungarische Herrscher es aber vor, bald mit Byzanz Frieden zu schließen (1155). Die intensiven diplomatischen Bemühungen Wilhelms erklären sich mit der Furcht vor einem deutsch-byzantinischen Angriff aus S-Italien. Um persönlich die Verteidigung zu leiten, begab der König sich Anfang 1155 nach Salerno.
Es war vorherzusehen, dass die Nachricht vom Italienzug BARBAROSSAS die latente Unzufriedenheit des Adels und der Städte gegen die von Roger geschaffene Monarchie verstärken und zu Aufständen führen werde. An die Spitze der Rebellen trat ein Vetter des Königs, Robert II. von Basunvilla, der Ostern 1154 zusätzlich zur ererbten Grafschaft Conversano in Apulien die nicht minder umfangreiche Grafschaft Loritello in den Abruzzen erhalten hatte und somit zur wichtigsten Figur auf der süditalienischen Halbinsel geworden war.
Während der König nach Ostern 1155 wieder nach Palermo zurückkehrte, griff sein Kanzler Asclettin, dem das Oberkommando über das Heer anvertraut war, die päpstliche Enklave Benevent an. Da zahlreiche Vasallen sich auflehnten und das Heer verließen bzw. überliefen, mußte die Belagerung abgebrochen werden. Mit den ihm verbliebenen Truppen, wohl überwiegend Söldnern, verwüstete der Kanzler dann Ende Mai/Anfang Juni einige kleinere Orte im Süden des Patrimonium S. Petri wie zum Beispiel Ceprano, während Montecassino bis auf 12 Mönche evakuiert wurde. Daraufhin exkommunizierte Hadrian IV. den König.
Der Aufstand zog immer weitere Kreise und erfaßte bald die gesamt süditalienische Halbinsel. Die Hoffnung, die die Rebellen auf BARBAROSSA gesetzt hatten, der nach dem Konstanzer Vertrag den König von Sizilien hätte angreifen müssen, wurden enttäuscht. Die deutschen Vasallen weigerten sich, nach der Kaiserkrönung (18. Juni 1155) nach S-Italien zu ziehen. Das Angebot Roberts von Basunvilla, BARBAROSSA bei seinem S-Italienzug zu unterstützen, fand also kein Gehör. Wirksamere Unterstützung erhielten die Aufständischen vom byzantinischen Kaiser, der Geld und Truppen sandte. Auch der Papst griff ein. Hadrian nahm am Fest des heiligen Michael (29. September) vom ergrauten Fürst Robert von Capua, der die letzten 15 Jahre im Exil vorwiegend in Deutschland verbracht hatte, ebenso wie von weiteren Adeligen Mannschaft und Lehnseid entgegen; dann zog man gemeinsam nach Benevent.
Inzwischen hatten die byzantinischen Truppen und die Anhänger Roberts von Basunvilla so gut wie ganz S-Italien unterworfen. Als Wilhelm Ende 1155 für mehrere Monate erkrankte, verbreitete sich das Gerücht, er sei gestorben, was dem Aufstand neue Nahrung gab. Nur Neapel, Amalfi, Salerno, Troia, Melfi und einige andere befestigte Orte blieben in der Hand des Königs. Die Situation wurde immer bedrohlicher: Selbst auf Sizilien kam es zu einer Revolte, was unter Rogernie vorgekommen war. Der byzantinische Kaiser schloß ein Bündnis mit Genua und knüpfte Verhandlungen mit dem Papst an, dem er Gelder zur Anwerbung von Soldaten schickte. Die Lage Wilhelms war verzweifelt. Ende 1155/Anfang 1156 ging eine Gesandtschaft an den Papst ab, die ihm ein weitgehendes Angebot machte. Um die Aufhebung der Exkommunikation und die päpstliche Investitur zu erlangen, war der König bereit, den Kirchen des Königreiches die Freiheit zurückzugeben, also nicht mehr in die kirchlichen Wahlen einzugreifen. Außerdem versprach er Hadrian die Erweiterung der Enklave Benevent um drei Nachbarorte (Paduli, Montefusco und Morcone) sowie Geld und militärische Unterstützung gegen die stadtrömische Bewegung. Der Papst wollte das verlockende Angebot annehmen, wurde daran aber von seinen Kardinälen gehindert, die es für klüger hielten, Wilhelm seinem ausgesprochen düster scheinenden Schicksal zu überlassen.
Während der Krankheit des Königs lag die Regierung in den Händen Maios von Bari, der im Juni 1154 zum ammiratus ammiratorum, einer Art Premierminister, ernannt worden war.
Wilhelm I. war keineswegs so unfähig, wie der sogenannte Hugo Falcandus ihn darstellte. Nach seiner Genesung versammelte er Heer und Flotte in Messina und griff im Frühjahr 1156 in einer kombinierten Land-See-Aktion Brindisi an, dessen Burg sich gegen die Aufständischen hatte halten können. Er hatte sogleich Erfolg und übte blutige Rache. Bari, die wichtigste Stadt Apuliens, wurde dem Erdboden gleichgemacht, seine Bewohner auf die umliegenden Dörfer verteilt; nur die Basilika des heiligen Nikolaus wurde verschont. Dann ging es nach Kampanien, wo Fürst Robert von Capua gefangengenommen wurde. Eigentlich hätte er wegen Hochverrat zur Tode verurteilt werden müssen; statt dessen wurde er "nur" nach Palermo in Gefangenschaft gebracht, wo er nach dem sogenannten Hugo Falcandus auch geblendet wurde. Graf Robert von Basunvilla und andere adelige Aufständische kamen mit der Verbannung aus dem Königreich davon.
Hadrian wurde bald klar, dass er auf sich allein gestellt war. Die Kardinäle, die gegen einen Ausgleich mit den Normannen waren, verließen ihn. Nachdem Wilhelm Benevent eingeschlossen hatte und die Vorräte in der Stadt zu Ende gegangen waren, sandte der Papst Unterhändler, um eine Vereinbarung abzuschließen. Eine gemeinsame Kommission unter dem Vorsitz Maios von Bari und des Kardinals Roland, des späteren Papstes Alexander III., arbeiteten einen bilateralen Vertrag aus, der am 18. Juni 1156 abgeschlossen wurde. Wilhelm leistete Hadrian Mannschaft (hominium) und Treueid und wurde von diesem, wie einst Roger 1139 von Innocenz II., mit drei Fahnenlanzen investiert. Der Papst bestätigte ihm das Recht, die Nachfolge nach eigenem Gutdünken zu regeln, den vollen territoriale Umfang des Königreichs einschließlich der Abruzzen und des Marserlandes, für das ein zusätzlicher Lehnszins festgesetzt wurde, sowie die Herrschaft über seine Landeskirche. Dabei wurde differenziert zwischen der süditalienischen Halbinsel, wo geistliche Appellationen, Kirchenversammlungen und päpstliche Legationen gestattet waren, und der Insel Sizilien, wo dies nicht der Fall war. Entscheidend war, dass der König die kirchlichen Weihen im ganzen Königreich unter seiner Kontrolle behielt. Palermo wurde Metropolitansitz mit den Suffraganbistümern Agrigent, Mazara und Malta. Hadrian mußte Wilhelm all das zugestehen, was seine Vorgänger Roger verweigert hatten.
Durch die Vertrage mit Genua (1156) und Byzanz (1158) konnte der König von Sizilien seine Stellung weiter stärken. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass in den folgenden Jahren die von Roger an der nordafrikanischen Küste errichteten Stützpunkte dem Vordringen der Almohaden zum Opfer fielen. Kleinere Aufstände in den Abruzzen und Kampanien konnten rasch niedergeworfen werden.
Ernsthafte Gefahr drohte dem Königreich nur noch von FRIEDRICH BARBAROSSA, der den Vertrag von Benevent als eine Aufkündigung der in Konstanz besiegelten päpstlich-kaiserlichen Zusammenarbeit betrachtete. Die Wahl Alexanders III. und des kaiserlichen Gegenpapstes Viktor IV. (1159) verstärkten den Willen BARBAROSSAS, den König von Sizilien, der als Beschützer Alexanders III. auftrat, anzugreifen. Hinzu kam, dass nach der Ermordung Maios von Bari (10. November 1160), der sich durch seine Bemühungen um eine Zentralisierung der Verwaltung den Adel und die Städte zu Feinden gemacht hatte, Aufstände ausbrachen, in deren Verlauf Wilhelm und seine Familie gefangengenommen wurden, wobei der Thronfolger Roger ums Leben kam (März 1161). Die Uneinigkeit der Aufständischen ermöglichte dem König aber bald die Niederschlagung der Erhebung.
 
 
 
 

 1150
  oo Margareta von Navarra, Tochter des Königs Garcias VI.
      1128/35-   1182
 
 
 
 

Kinder:

  Roger Herzog von Apulien
  1152-9.3.1161 ermordet

  Robert Fürst von Capua
  1153- um 1165

  Wilhelm II. der Gute
  1154-16.11.1189

  Heinrich Fürst von Capua
  1158-   1172
           Palermo

Illegitim

  Tochter
         -

  oo Isaak Dukas Komnenos Kaiser von Zypern
             -   1195/96 ermordet

  Marina
         -

vor 1193
  oo Margaritone di Brindisi Graf von Malta
               -   1195
 
 
 
 

Literatur:
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Cardini, Franco: Friedrich I. Barbarossa. Kaiser des Abendlandes, Verlag Styria Graz 1990, Seite71,94,103,115,118,123,126,128,148, 151,153,165,187,192 - Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993 Seite 10,54,78,144,157,159 - Die Staufer im Süden. Sizilien und das Reich, hg. von Theo Kölzer, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 52,53,72,76,116, 117,122 - Engels, Odilo: Die Staufer. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1972, Seite 59,62,65,66,79 - Houben, Hubert: Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und Okzident, Primus Verlag Darmstadt 1997, Seite 33,37,38A,89A,101-106,112,119,126, 127,130,133A,138,156,159,161,162A,164A, 169-174,185,187,Taf.1 - Lehmann, Johannes: Die Staufer. Glanz und Elend eines deutschen Kaisergeschlechts, Gondrom Verlag Bindlach 1991, Seite 71,128,135 - Masson, Georgina: Friedrich II. von Hohenstaufen, Rowohlt Taschenbuch Verlag Reinbeck bei Hamburg 1991, Seite 33,220 - Stürner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220, Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 9,22,28,30-34,42,54,117 - Wies, Ernst W.: Friedrich II. von Hohenstaufen. Messias oder Antichrist, Bechtle Esslingen 1998, Seite 18,24,59 -