Ältester Sohn des Königs
Jakob III. von Schottland und der Margarete
von Dänemark, Tochter von König
Christian I.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 286
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Jakob IV., König von Schottland 1488-1513
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* 17. März 1472, + 9. September 1513 gefallen
Flodden Field (Northumberland)
Ältester Sohn von König Jakob III. und Margarete, Tochter König Christians I. von Dänemark
oo August 1503 Margarete, Tochter König Heinrichs VII. von England
Infolge einer Adelsrevolte auf den Thron berufen, geriet
Jakob IV. während seiner Regierungstätigkeit nicht
unter dem Einfluß einer Adelsfamilie oder -gruppierung. Mit Unterstützung
von William Elphinston, Bischof von Aberdeen, gründete er die Universität
Aberdeen (1495), verfügte eine weitsichtige "Education Act" (1496)
und schuf das Royal College of Surgeons (1505). Die Aufrechterhaltung der
"Auld Alliance" mit Frankreich als Gegengewicht zu der englischen Politik
unter Heinrich VII. mußte
Jakob IV. jedoch 1499 unter dem Druck des gemeinsamens Vorgehens
von Spanien und England aufgeben. Der 1502 geschlossen Frieden zwischen
England und Schottland wurde durch Jakobs IV.
englische Heirat besiegelt, die 1503 [Richtigstellung: 1603] zur
Union beider Königreiche führte. Die Politik Heinrichs
VIII. und die Bildung der Heiligen Liga ließen Jakob
IV. jedoch wieder zu der "Auld Alliance" zurückkehren;
und als 1513 der englische König in Frankreich intervenierte, unterstützte
Jakob
IV. Ludwig XII. Ein schottischer Feldzug gegen England endete
mit der vernichtenden Niederlage der Schotten und dem Tod ihres Königs.
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Jakob IV. mit dem Eisengürtel
ließ sich von den zum Teil mit der königlichen Familie verschwägerten
Clans gegen den Vater gewinnen, wurde nach der Schlacht bei Sauchieburn,
an der er selbst nicht teilnahm, König und ließ den Vater prunkvoll
bestatten. Obwohl er nur nominell die Rebellion gegen den Vater angeführt
hatte und der Tod Jakobs III. Zufall
war, trug der Sohn eine Kette auf dem bloßen Leib, das alte Zeichen
ungesühnter Schuld. Jakob besaß
zwar nicht die Gelehrsamkeit der Vorfahren, erwies sich in seinem besonnenen
Handeln aber bald als fähiger Regent und erreichte eine allmähliche
Aussöhnung zwischen den zerstrittenen Clans. Er vermied im Gegensatz
zum Vater übergroße Härte und Habgier, schloß etliche
brüchige Waffenstillstände, stand 1495-1499 offen gegen England,
da er massiv den Abenteurer Perkin Warbeck gegen seinen späteren Schwiegervater
förderte und fiel mehrmals verheerend in N-England ein. Er baute die
Verwaltung aus, richtete einen "Daily Council" ein, um die Gerichtsbarkeit
zu verbessern, baute die Flotte aus und erreichte eine vorher nie dagewesene
Einheit des Landes. Gepriesen wurde an ihm seine Ritterlichkeit, seine
elegante Erscheinung und Prachtliebe, die allerdings nach seiner politisch
bedeutsamen Heirat in hemmungslose Verschwendungssucht ausartete. Er feierte
viele große Feste, hielt glanzvolle Turniere ab und ruinierte damit
die Finanzen völlig und sorgte zunehmend mit seinen Frauengeschichten
für Aufsehen und Unmut. Jakob IV.
erneuerte zuletzt das Bündnis mit Frankreich und ließ sich unüberlegt
zum Bruch mit seinem Schwager Heinrich VIII. von
England hinreißen. Er fiel mit Heeresmacht in Northumberland
ein und wurde am Freitag, den 9.9.1513 bei Flodden von Thomas Howard,
Earl von Surrey völlig geschlagen. Der König kämpfte zu
Fuß, wie seine Hochländer, und in ihren Reihen fiel er. Neben
ihm starben nicht nur die tapfersten Ritter des Landes, 14 Lords und 9
Earls, sondern auch die höchsten Kirchenfürsten, die mit ihrem
König in den Krieg gezogen waren und ein Großteil des schottischen
Adels. Es war der größte Aderlaß, den Schottland jemals
erlebte.
Jakob hatte mit einem
dummen und charakterlosen Weib gelebt und ihr sogar ein Kind gemacht, weil
nun einmal die englische Karte stets die wichtigste für Schottland
war, und er hatte sich über diese traurige Ehe mit den hübschesten
und geistvollsten Comtessen seines Landes hinweggetröstet. Von Marion
Boyd hatte er Alexander Stuart, Erzbischof
von Saint Andrews, von Janet Kenendy Jakob
Stuart, Graf von Morray. Von Margarete Drummond, die
er sehr geliebt hatte, sind keine Kinder bekannt.
8.8.1503
oo 1. Margarete Tudor von England, Tochter des
Königs Heinrich VII.
29.11.1489-18.10.1541
Kinder:
Jakob III. Herzog von Rothesay
21.2.1506/07-27.2.1507/08
Tochter
15.7.1508- als Kind
Arthur Herzog von Rothesay
20.10.1509-14.7.1510
Jakob V.
10.4.1512-14.12.1542
Tochter
1513- als Kind
Alexander Herzog von Ross
30.4.1514-8.12.1515
Illegitim
Alexander Erzbischof von St. Andrews (1505-1513)
1493-9.9.1513
Johanna
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Sie war die Mätresse Heinrichs II. von Frankreich.
1523
oo Malcolm Fleming Lord von Cumbernauld
- 1547
Jakob I. Graf von Morray
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1545
Margarete
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1. oo Johann Gordon Erbe von Huntly
- um 1517
2. oo Sir Johann III. Drumond zu Innerpeffrey
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Literatur:
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Schreiber Hermann: Die Stuarts. Genie und Unstern einer
königlichen Familie. Bechtermünz Verlag GmbH Eltville am Rhein
1995 Seite 15 - Wende Peter: Englische Könige und Königinnen.
Von Heinrich VIII. bis Elisabeth II. Verlag C.H. Beck München 1998
Seite 15,24, 34 -