Alexander II.                                         König von Schottland (1214-1249)
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24.8.1198-8.7.1249
 

Einziger Sohn des Königs Wilhelm I. der Löwe von Schottland und der Irmgard de Beaumont, Tochter von Vicomte Richard I.
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 368
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Alexander II., König von Schottland 1214-1249
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* 24. August 1198, + 8. Juli 1249
 

Alexander II. war der einzige eheliche Sohn Wilhelms II. "des Löwen". Er verteidigte mit Erfolg die Unabhängigkeit seines Königreiches und hielt gleichzeitig den Frieden mit England aufrecht. Er setzte die Politik seines Vaters fort, indem er die königliche Herrschaft über Galloway und das westliche Hochland wieder geltend machte, die Gründung neuer Städte förderte und meist ein gutes Verhältnis zur Kirche unterhielt. Zwischen 1209 und 1214 stand der schottische König im Schatten der Macht König Johanns von England. Obgleich Alexander II. von Johann 1212 zum Ritter geschlagen worden war, war er fest entschlossen, eine unabhängige Richtung einzuschlagen. Nach dem Tod seines Vaters verband er sich mit den Baronen, die die Magna Charta unterschrieben (1215-1216), wobei jedoch sein Plan, die nördlichen englischen Grafschaften wiederzugewinnen, scheiterte. Er konnte nicht einmal die Vereinbarung von 1209, die eine Heirat seiner Schwestern mit Heinrich und Richard von England vorsah, durchsetzen. Trotzdem hielt Alexander II. am Kurs einer vorsichtigen Friedenspolitik gegenüber dem jungen Heinrich III. fest. Er heiratete dessen Schwester 1221 und schloß mit Heinrich III. den dauerhaften Friedensvertrag von York (1237). Dabei wurden schottische Ansprüche auf die nördlichen Grafschaften und Forderungen aus dem Heiratsvertrag von 1209 aufgegeben. Alexander bekam als Entschädigung Gebiete in Cumberland. Da Königin Johanna ohne Nachkommen 1238 starb, heiratete Alexander II. Maria von Coucy (Vermandois). Sie gebar ihm einen Sohn, den späteren Alexander III. Im Jahre 1222 führte Alexander II. Krieg, um Argyl zu unterwerfen. Er unterdrückte einen Aufstand in Galloway 1235 und versuchte, den König von Norwegen zu bewegen, die westlichen Inseln abzutreten. Alexander II. starb auf der Insel Kerrera (Argyll) während eines großen Feldzuges, der das westliche Hochland unter königliche Herrschaft bringen sollte.
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Alexander II. kämpfte 1215/16 auf der Seite der Barone gegen Johann Ohneland von England und war zeitweise englischer Thronprätendent etlicher Barone. Er verwüstete N-England, Northumberland, huldigte ihm, unterstützte 1216/17 den Gegen-König Ludwig von Frankreich und huldigte 1217 dem englischen König Heinrich III., der ihm dafür Huntingdon zurückgab. Er band das westliche Küstengebiet Scotia-Argyll wieder fester an die Krone. Es war eine Zeit etlicher Rebellionen, zum Beispiel auf Orkney und in Caithness gegen die brutale bischöfliche Fiskalpolitik und in Galloway. Er lehnte die Einflußnahme der Päpste ab und ließ 1239 zum Konzil von Edinburgh keinen Legaten ins Land. Nach gegenseitigen Verwüstungen erneuerte er 1241 den Lehnseid für seine englischen Besitzungen. Er war von königlicher Würde, klug und tapfer und stritt mit Norwegen um die Hebriden. Er starb auf einem Feldzug gegen Argyll.
 
 
 
 

  19.6.1221
  1. oo Johanna von England, Tochter des Königs Johann Ohneland
     x    um 1210-4.3.1238

  15.5.1239
  2. oo 1. Marie de Coucy, Tochter des Grafen Enguerrand III. und der Marie de Montmirail
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Kinder:
2. Ehe

  Alexander III.
  4.9.1241-19.3.1286

Illegitim

  Marjorie
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  oo Alan Durward Justiziar von Schottland
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