Einziger Sohn des Königs
Olaf III. der Stille von Norwegen und seiner Kebsfrau Thora
Jonsdatter
Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 97
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Magnus III. Barfuß, König von Norwegen 1093-1103
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+ 1103 gefallen
in der irischen Provinz
Ulster
Unehelicher Sohn Olafs III. Kyrre und Enkel von Harald Sigurdsson
Behauptete sich gegen seinen Vetter Hakon
Magnusson (+ 1094) und Svein
(angeblich Sohn von Harald Fletti), der sich 1095 nach Dänemark zurückzog.
Vielleicht im Zuge der Niederschlagung der Aufstände von Sveins
Anhängern oder aufgrund von Erbansprüchen (Verwandtschaft mit
dem dänischen König Oluf Hunger)
griff Magnus III. Barfuß das
dänische Halland an (1095/96). 1101 versuchte er, seine Herrschaft
auf die Grenzregion westlich von Götafluß und Vänern auszudehnen,
was ihm teilweise mittels eines mit dem dänischen
König Eirik Sveinsson und dem schwedischen
König Ingi Steinkelsson geschlossenen Vertrags gelang,
der jedem die Gebiete zugestand, über die deren jeweilige Väter
herrschten. Magnus III. Barfuß
heiratete die Tochter des Schweden-Königs, die als Mitgift einen Teil
von Dalsland erhielt. Zwischen 1098 und 1103 unternahm Magnus
III. Barfuß zwei Kriegszüge auf die britischen Inseln.
Er setzte seinen Sohn Sigurd Jorsalafari
als Regenten auf den Orkneys ein und bekam die Hebriden vom Schotten-König
Edgar zugesprochen (1098). 1102 zog er gegen Irland, wo er,
gemeinsam mit dem irischen König Muirchertach
ua Briain Dublin, Dublinshire und Ulster eroberte und in einer
Schlacht 1103 fiel. Sein Bename "Barfuß" stammt vielleicht
von der britischen Sitte, barbeinig zu gehen, von seiner überstürzten,
unbeschuhten Flucht aus Halland oder von seiner Angewohnheit, auf irische
Weise barfuß zu reiten.
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Magnus III. Barfuß folgte
1093 in S-Norwegen und wurde nach Bürgerkriegen mit Hakon
(II.), Sohn von Magnus II.,
1095 Alleinherrscher. Er war dem Großvater Harald
III. ganz ähnlich, unterwarf barbarisch die Tronheimer
Bauern, bei denen die Erinnerung an alte Freiheit aus der Jarlszeit lebendig
geblieben war. Er führte bis 1101 Grenzkriege gegen Schweden und Dänemark
und verlor die Schlacht bei Foxern. Im Jahre 1101 kam es zum Zusammentreffen
der drei skandinavischen Könige, bei der der Frieden von Kungälf
geschlossen wurde, in dem Magnus III.
Herjedalen/Dalsland an Schweden abtreten mußte. Er wandte sich den
schottischen
Inseln zu und gewann sie dem Sohn, eroberte auch Man und zog
bis Wales weiter. Er fiel auf einem Feldzug nach Irland, wo früher
Wikinger-Könige geherrscht hatten. Hinter seiner und des Großvaters
brutaler Härte stand letztlich die Auseinandersetzung zwischen altem
Wikingertum und neuem christlichen Staatsethos, ein Gegensatz, der noch
lange die norwegische Geschichte bestimmen sollte.
oo Margarete von Schweden, Tochter des Königs
Inge I.
-4.1.1130
Sie vermittelte 1101 entscheidend
den Frieden.
Kinder:
Illegitim
Eystein I.
um 1088/89-29.8.1122/23
Sigurd I. Jerusalemfahrer
um 1090-26.3.1130
Olaf (IV.) König von Norwegen (1103-1115)
1099-22.12.1115
Mitregent ohne Bedeutung
Ragnhild
- 1135
oo Harald IV. König von Dänemark
- 1135 ermordet
Thora
-
1175
oo Loft Sämundsson Herr zu Odde
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Harald IV. Gille
-14.12.1136
Sigurd III. "Schlimmer Diakon"
um 1099-12.11.1139 ermordet