Magnus III. Barfuß                                 König von Norwegen (1093-1103)
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um 1070-24.8.1103 gefallen
 

Einziger Sohn des Königs Olaf III. der Stille von Norwegen und seiner Kebsfrau Thora Jonsdatter
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 97
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Magnus III. Barfuß, König von Norwegen 1093-1103
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     + 1103 gefallen
      in der irischen Provinz Ulster

Unehelicher Sohn Olafs III. Kyrre und Enkel von Harald Sigurdsson

Behauptete sich gegen seinen Vetter Hakon Magnusson (+ 1094) und Svein (angeblich Sohn von Harald Fletti), der sich 1095 nach Dänemark zurückzog. Vielleicht im Zuge der Niederschlagung der Aufstände von Sveins Anhängern oder aufgrund von Erbansprüchen (Verwandtschaft mit dem dänischen König Oluf Hunger) griff Magnus III. Barfuß das dänische Halland an (1095/96). 1101 versuchte er, seine Herrschaft auf die Grenzregion westlich von Götafluß und Vänern auszudehnen, was ihm teilweise mittels eines mit dem dänischen König Eirik Sveinsson und dem schwedischen König Ingi Steinkelsson geschlossenen Vertrags gelang, der jedem die Gebiete zugestand, über die deren jeweilige Väter herrschten. Magnus III. Barfuß heiratete die Tochter des Schweden-Königs, die als Mitgift einen Teil von Dalsland erhielt. Zwischen 1098 und 1103 unternahm Magnus III. Barfuß zwei Kriegszüge auf die britischen Inseln. Er setzte seinen Sohn Sigurd Jorsalafari als Regenten auf den Orkneys ein und bekam die Hebriden vom Schotten-König Edgar zugesprochen (1098). 1102 zog er gegen Irland, wo er, gemeinsam mit dem irischen König Muirchertach ua Briain Dublin, Dublinshire und Ulster eroberte und in einer Schlacht 1103 fiel. Sein Bename "Barfuß" stammt vielleicht von der britischen Sitte, barbeinig zu gehen, von seiner überstürzten, unbeschuhten Flucht aus Halland oder von seiner Angewohnheit, auf irische Weise barfuß zu reiten.
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Magnus III. Barfuß folgte 1093 in S-Norwegen und wurde nach Bürgerkriegen mit Hakon (II.), Sohn von Magnus II., 1095 Alleinherrscher. Er war dem Großvater Harald III. ganz ähnlich, unterwarf barbarisch die Tronheimer Bauern, bei denen die Erinnerung an alte Freiheit aus der Jarlszeit lebendig geblieben war. Er führte bis 1101 Grenzkriege gegen Schweden und Dänemark und verlor die Schlacht bei Foxern. Im Jahre 1101 kam es zum Zusammentreffen der drei skandinavischen Könige, bei der der Frieden von Kungälf geschlossen wurde, in dem Magnus III. Herjedalen/Dalsland an Schweden abtreten mußte. Er wandte sich den schottischen Inseln zu und gewann sie dem Sohn, eroberte auch Man und zog bis Wales weiter. Er fiel auf einem Feldzug nach Irland, wo früher Wikinger-Könige geherrscht hatten. Hinter seiner und des Großvaters brutaler Härte stand letztlich die Auseinandersetzung zwischen altem Wikingertum und neuem christlichen Staatsethos, ein Gegensatz, der noch lange die norwegische Geschichte bestimmen sollte.
 
 
 
 

  oo Margarete von Schweden, Tochter des Königs Inge I.
               -4.1.1130

     Sie vermittelte 1101 entscheidend den Frieden.
 
 
 
 

Kinder:
Illegitim

  Eystein I.
  um 1088/89-29.8.1122/23

  Sigurd I. Jerusalemfahrer
  um 1090-26.3.1130

  Olaf (IV.)  König von Norwegen (1103-1115)
  1099-22.12.1115

  Mitregent ohne Bedeutung

  Ragnhild
          -   1135

  oo Harald IV. König von Dänemark
              -   1135 ermordet

  Thora
         -   1175

  oo Loft Sämundsson Herr zu Odde
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  Harald IV. Gille
         -14.12.1136

  Sigurd III. "Schlimmer Diakon"
  um 1099-12.11.1139 ermordet
 
 
 
 
 
 
 
 



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