Sohn des Unterkönigs Sigurd
II. Syr von Ringerike und der Astrid,
Tochter von Gudbrand Kula; Ururenkel des Königs
Harald I. Schönhaar und mütterlicherseits Halbbruder
von König Olaf II. dem Heiligen
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1930
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Harald Sigurdsson ‚der Harte‘ (altnordisch hardradi),
König von Norwegen 1046-1066
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+ 25. September 1066 gefallen
bei Stamford Bridge
Halbbruder Olaf Haraldssons,
stand in seiner Jugend als Söldnerführer in byzantinischen Diensten
und erlangte, auch nach Ausweis byzantinischer Quellen, einen hohen Rang.
Zurück in Norwegen (1046), mußte sein Onkel Magnus
der Gute in eine Reichsteilung mit ihm einwilligen. Nach dessen
Tod 1047 herrschte Harald Sigurdsson der Harte
über ganz Norwegen und beanspruchte zudem - wie schon Magnus
- den dänischen Thron. Seine Anstrengungen, Dänemark zu
erobern, bleiben jedoch ohne Erfolg Im Innern gelang es ihm, eine Reihe
von Konkurrenten zu überwinden und der Königsmacht in weiten
Teilen des Landes Geltung zu verschaffen. Er gilt als Gründer Oslos
und war der 1. norwegische König, der in größerem Umfang
Münzprägungen vornahm. In den Sagas wird Harald
Sigurdsson der Harte als großer Kriegsmann und tüchtiger,
geschickter Herrscher geschildert, der jedoch mit großer Härte
gegen seine Widersacher vorging. Nach dem Tod Eduards
des Bekenners versuchte er, den englischen Thron an sich
zu reißen, unterlag aber Harald Godwinson.
- Harald Sigurdsson der Harte hatte
eine große Vorliebe für Skaldendichtung; mehrere selbstverfaßte
Dichtungen sind erhalten.
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Harald III. der Harte
machte 1030 die Schlacht bei Stiklastadir, wo der königliche Halbbruder
fiel, mit, ging in russische und dann in byzantinische Dienste, wurde Kommandant
der kaiserlichen Wikingergarde und half 1041/42 Sizilien zu erobern. Da
er ehrenvolle Anerbietungen, die ihm für längeres Bleiben gemacht
wurden, zurückwies, wurde er gefangengesetzt, entkam aber zum russischen
Großfürsten Jaroslaw, vermählte sich mit dessen
Tochter und ging 1042 nach Norwegen. Hier erzwang er mit dänischer
Hilfe vom königlichen Neffen Magnus I.
die Anerkennung als Thronerbe und half ihm danach gegen Schweden
und die Slawen. Er wurde 1047 König von Norwegen und führte
Erbkriege gegen Sven II. von Dänemark,
da jeder das Land des anderen dazu verlangte. Er führte regelmäßig
Plünderungsfahrten durch, stieß bis Haithabu vor, anerkannte
Sven
nach den Schlachten bei Nissa 1062 und am Vennern 1064 in Dänemark
und blieb in Norwegen unangefochten. Er unterwarf das Land hart und versuchte
das byzantinische Staatsmodell einzuführen und beendete mit diesen
Bestrebungen die alte Wikingerzeit, von der er noch ganz geprägt war.
Er löste sich wieder aus den engen Bindungen zum Erzbistum Bremen
zugunsten der englischen Kirche im Rahmen seiner Eroberungspläne,
gründete Oslo, 1055 das Bistum Skalholt in Island und band die Shetlands
und Orkneys fest an die Krone. Er setzte 1066 nach England über, wurde
von König Haralds II. Bruder Graf
Tostig unterstützt und fiel
gemeinsam mit diesem in der Schlacht
bei Stamfordbridge gegen Harald II. von England.
1044
1. oo Elisabeth von Rußland, Tochter des
Großfürsten Jaroslaw I.
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2. oo 1. Thora, Tochter des Thorberg zu Giske
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2. oo Sven
II. König von Dänemark
um 1020-28.4.1076
Kinder:
1. Ehe
Ingegerd
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1. oo Olaf I. Hunger König von Dänemark
-18.8.1095
2. oo Philipp Halstensson König von Schweden
- 1118
2. Ehe
Olaf III. der Stille
1050-22.9.1093
Magnus II. Regent und Mitkönig (1066-1069)
1049-28.4.1069
Streit mit dem Bruder.