Harald III. der Harte                              König von Norwegen (1047-1066)
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1015-25.9.1066 gefallen
       bei Stamfordbridge
 

Sohn des Unterkönigs Sigurd II. Syr von Ringerike und der Astrid, Tochter von Gudbrand Kula; Ururenkel des Königs Harald I. Schönhaar und mütterlicherseits Halbbruder von König Olaf II. dem Heiligen
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1930
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Harald Sigurdsson ‚der Harte‘ (altnordisch hardradi), König von Norwegen 1046-1066
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     + 25. September 1066 gefallen
      bei Stamford Bridge

Halbbruder Olaf Haraldssons, stand in seiner Jugend als Söldnerführer in byzantinischen Diensten und erlangte, auch nach Ausweis byzantinischer Quellen, einen hohen Rang. Zurück in Norwegen (1046), mußte sein Onkel Magnus der Gute in eine Reichsteilung mit ihm einwilligen. Nach dessen Tod 1047 herrschte Harald Sigurdsson der Harte über ganz Norwegen und beanspruchte zudem - wie schon Magnus - den dänischen Thron. Seine Anstrengungen, Dänemark zu erobern, bleiben jedoch ohne Erfolg Im Innern gelang es ihm, eine Reihe von Konkurrenten zu überwinden und der Königsmacht in weiten Teilen des Landes Geltung zu verschaffen. Er gilt als Gründer Oslos und war der 1. norwegische König, der in größerem Umfang Münzprägungen vornahm. In den Sagas wird Harald Sigurdsson der Harte als großer Kriegsmann und tüchtiger, geschickter Herrscher geschildert, der jedoch mit großer Härte gegen seine Widersacher vorging. Nach dem Tod Eduards des Bekenners versuchte er, den englischen Thron an sich zu reißen, unterlag aber Harald Godwinson. - Harald Sigurdsson der Harte hatte eine große Vorliebe für Skaldendichtung; mehrere selbstverfaßte Dichtungen sind erhalten.
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Harald III. der Harte machte 1030 die Schlacht bei Stiklastadir, wo der königliche Halbbruder fiel, mit, ging in russische und dann in byzantinische Dienste, wurde Kommandant der kaiserlichen Wikingergarde und half 1041/42 Sizilien zu erobern. Da er ehrenvolle Anerbietungen, die ihm für längeres Bleiben gemacht wurden, zurückwies, wurde er gefangengesetzt, entkam aber zum russischen Großfürsten Jaroslaw, vermählte sich mit dessen Tochter und ging 1042 nach Norwegen. Hier erzwang er mit dänischer Hilfe vom königlichen Neffen Magnus I. die Anerkennung als Thronerbe und half ihm danach gegen Schweden und die Slawen. Er wurde 1047 König von Norwegen und führte Erbkriege gegen Sven II. von Dänemark, da jeder das Land des anderen dazu verlangte. Er führte regelmäßig Plünderungsfahrten durch, stieß bis Haithabu vor, anerkannte Sven nach den Schlachten bei Nissa 1062 und am Vennern 1064 in Dänemark und blieb in Norwegen unangefochten. Er unterwarf das Land hart und versuchte das byzantinische Staatsmodell einzuführen und beendete mit diesen Bestrebungen die alte Wikingerzeit, von der er noch ganz geprägt war. Er löste sich wieder aus den engen Bindungen zum Erzbistum Bremen zugunsten der englischen Kirche im Rahmen seiner Eroberungspläne, gründete Oslo, 1055 das Bistum Skalholt in Island und band die Shetlands und Orkneys fest an die Krone. Er setzte 1066 nach England über, wurde von König Haralds II. Bruder Graf Tostig unterstützt und fiel gemeinsam mit diesem in der Schlacht bei Stamfordbridge gegen Harald II. von England.
 
 
 
 

    1044
  1. oo Elisabeth von Rußland, Tochter des Großfürsten Jaroslaw I.
                -

  2. oo 1. Thora, Tochter des Thorberg zu Giske
                    -

        2. oo Sven II. König von Dänemark
                um 1020-28.4.1076
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Ingegerd
        -

  1. oo Olaf I. Hunger König von Dänemark
                -18.8.1095

  2. oo Philipp Halstensson König von Schweden
                -   1118

2. Ehe

  Olaf III. der Stille
  1050-22.9.1093

  Magnus II. Regent und Mitkönig (1066-1069)
  1049-28.4.1069

  Streit mit dem Bruder.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



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