Illegitimer nachgeborener Sohn des Königs
Hakon III. von Norwegen
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1868
********************
Hakon IV. Hakonarson (Hakon der Alte), König von
Norwegen 1217-1263
--------------------------------------------------
+ 1263
auf einem Feldzug gegen
Schottland
Zu Beginn seiner Regierungszeit kam es zur Aussöhnung
zwischen Birkebeinern und Baglern und - nach einer letzten Revolte (1239-1240)
- zum definitiven Ende des norwegischen Bürgerkrieges, was Hakon
IV. Hakanarson eine stärker nach außen gerichtete
Politik, insbesonders gegenüber den norwegischen Besitzungen in Britannien
(Hebriden, Man), und den skandinavischen Nachbarländern erlaubte.
So unterwarf er 1262 Island. Im Innern vollzog sich eine Konsolidierung
des Königtums mit dem Ausbau einer Zentral- und Lokalverwaltung, der
Entwicklung einer Reichsaristokratie im Dienste des Königtums und
der Stärkung der öffentlichen Rechtspflege. Der Königshof
wurde zum bedeutenden literarischen Zentrum und entfaltete reiche Bautätigkeit.
Die von Sturla Pordarson verfaßten "Hakonar saga
Hakonarsonar" ist die umfangreichste Saga über einen einzigen norwegischen
Herrscher und stützt sich auf das königliche Archiv. Bei Betonung
der dramatischen Ereignisse vermittelt sie aber auch einen Eindruck vom
nüchternen Regierungsalltag. Obwohl die Saga kein klares Persönlichkeitsbild
des Königs entwirft, ist der in der Forschung bisweilen behauptete
geringe persönliche Anteil des Königs an den Regierungsereignissen
kaum zu halten.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hakon IV. der Alte
folgte dem Cousin Inge III. 1217 unter
Vormundschaft seines späteren Schwiegervaters und Führers der
Baglerreste Skule Baardsson, Halbbruder von König
Inge III., der Hakon 1223
zur Reichsteilung zwang. Er besiegte 1227 den Bagler-König Knud
Hakonsson entscheidend und 1240 auch den Schwiegervater bei
Oslo, womit eine Phase kraftvollen Neuaufbaues begann; die Baglerreste
gingen in den jahrelangen Bürgerkriegen zugrunde. Er knüpfte
enge Beziehungen nach W- und Mittel-Europa und führte damit Norwegen
aus seiner politischen Isolation heraus. Er schloß nach und nach
Frieden mit den Nachbarn und 1252 auch mit Kiew und mit der Kirche. Er
schlug deren Teilungs- und Lehensforderungen ab und band sie fest
an die Krone, verbot Gottesurteile und wurde 1247 offiziell gekrönt.
Er galt für etliche deutsche Fürsten in diesen Jahren sogar als
Thronkandidat
gegen
Kaiser FRIEDRICH II., den er aber bis
zuletzt anerkannte. Er legte die Primogenitur und Unteilbarkeit des Landes
fest, band Grönland, Island, die Faröer-Inseln und die schottischen
Inseln wieder fest an die Krone. Er geriet zuletzt schroff gegen Schottland,
führte etliche Heerfahrten dahin durch und unterlag 1263 in der Schlacht
bei Largs und mußte die Hebriden und Man an Schottland abgeben.
1. oo Kanga
-
25.5.1225
2. oo Margarete, Tochter des Jarl Skule Baardsson
- 1270
Kinder:
1. Ehe
Sigurd
um 1223- 1254
Er war ohne Erbrechte.
Cäcilie
-
1248
1241
1. oo Gregor Anderson
-3.1.1246
2. oo Harald Olafsson König von Man
- 1248
Sie ertranken auf der Heimfahrt von Norwegen.
2. Ehe
Olaf
1227- um 1230
Christina
1234- 1262
31.3.1258
oo 1. Philipp Infant von Kastilien
1232- 1274
Hakon der Junge
11.11.1232-30.4.1257
Magnus VI. "Gesetzesverbesserer"
1238-9.5.1280