Einziger Sohn des Königs
Heinrich I. Beauclerc von England aus seiner 1. Ehe mit der
Mathilde
von Schottland, Tochter von
König
Malcolm III.
Brandenburg Erich: Tafel 21 Seite 42
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XII. 161 a. Wilhelm
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* 1102, + 1120 25. XI.
Braut: 1119 VI. Mathilde, Tochter des Grafen Fulco V.
von Anjou (siehe XIII 41)
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Wilhelm III. Etheling,
Zwillingsbruder der Kaiserin Mathilde,
ging mit vielen anderen mit der "Blanche Nef" auf der Fahrt von der Normandie
nach England im Kanal unter.
Jäschke Kurt-Ulrich: Seite 143,175
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Die Anglonormannen. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin
Köln Mainz 1981 -
Der Charakter eiens lediglich politischen Schachzugs stand
dieser Ehe allzu deutlich auf der Stirn: Heinrich
I. hielt sich bald wieder Geliebte und zeugte auch viele Bastarde;
Königin Edith-Mathilde wandte
sich wieder religiösen Aufgaben zu. Immerhin gebar sie dem König
eventuell bereits im Juli ein erstes, wenn auch früh verstorbenes
Kind sowie wohl im Februar 1102 die Tochter Mathilde,
die spätere Kaiserin, und vor dem 5. August 1103 den Sohn Wilhelm,
der mit dem Weißen Schiff am 25. November 1120 untergehen
sollte.
Ludwig der Dicke
erkannte den Besitz Heinrichs I. an
und nahm 1120 die Lehnshuldigung nicht vom englischen König, sondern
von dessen Sohn Wilhelm Aetheling entgegen.
Heinrichs I. Sohn
Wilhelm Aetheling war in England und
auf dem Kontinent als Erbe anerkannt und mochte gar die Nachfolge in Anjou
antreten. Da schien noch im selben Jahr aller Erfolg zu zerrinen: Bei der
Überfahrt von Barfleur nach England setzte eine anscheinend total
betrunkene Mannschaft am 25. November 1120 das modernste Schiff
der anglonormannischen Flotte während eines Überholmanövers
auf Grund, so daß die gesamten illustren Passagiere ertranken - unter
ihnen auch ein junger Verwandter Kaiser HEINRICHS
V. namens Dietrrich. Zu den Opfern gehörte auch Wilhelm
Aetheling, und diesen Verlust konnte Heinrich
I. nie wieder gutmachen.
Ehlers Joachim: Seite 101
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"Die Kapetinger"
Der Erfolg war jedoch nicht vollständig, weol sich Heinrich I. beim Huldigungsakt durch den Thronfolger vertreten ließ. Damit schien die Stellung des anglonormannischen Königtums als westeuropäische Vormacht gefestigt, kurz darauf erlitt sie aber einen schweren Schlag durch den Tod des Thronfolgers. Am 25. November 1120 ertrank Wilhelm Aetheling, als sein Schiff bei der Ausfahrt aus dem Seinehafen Barfleur unterging.
Ehlers Joachim: Seite 95-97
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"Geschichte Frankreichs im Mittelalter"
Nach der Schlacht von Tinchebray war die Normandie nicht
wie eine siegreich erstrittene Beute der Verfügung Heinrichs
I. zugefallen, denn ein Teil der norm,annischen Barone huldigte
Wilhelm Clito, Robert
Kurzhoses Sohn, während sich andere dem englischen
Thronfolger Wilhelm Aetheling zuwandten.
Im Jahre 1119 verheiratete Graf
Fulco V. von Anjou seine Tochter Mathilde
mit dem englischen Thronfolger und stattete sie mit der Grafschaft
Maine als Heiratsgut aus. Für den Fall seines Todes auf dem von
ihm geplanten Zug ins Heilige Land sollte sie auch Anjou erben und Wilhelm
Aetheling für sein Königtum Aussichten eröffnen,
die eine Generation später Heinrich II. auf
anderem Wege realisieren konnte: Ein anglonormannisches Großreich
beiderseits des Kanals.
Am Abend des 25. November 1120 bestieg Wilhelm
Aetheling in fröhlicher Gesellschaft mehrerer Familienangehöriger
im Hafen von Barfleur die Blanche-Nef, das weiße Schiff, neuestes
Prunkstück der anglonormannischen Flotte. Außer den königlichen
Gästen kam eine Gruppe übermütiger Höflinge an Bord,
die mit den Matrosen und dem Kapitän so exzessiv zechten, daß
die am Ende sinnlos betrunkene Mannschaft das Schiff bei der nächtlichen
Ausfahrt auf einen Felsen setzte. Die Blanche-Nef ging sofort unter, ein
einziger Überlebender, Bürger von Rouen, konnte die Umstände
berichten.
1119
oo Mathilde von Anjou, Tochter des Grafen
Fulco V.
um 1105/10-
1154
Sie wurde Äbtissin
zu Fontevrault.
Literatur:
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Appleby John T.: Heinrich II. König von England.
Die Zeit des Thomas Becket. Dr. Riederer-Verlag Stutgart 1962 Seite 17,20,258
- Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin
Köln 2000 Seite 101 - Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs
im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 95-97 - Jäschke
Kurt-Ulrich: Die Anglonormannen. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin
Köln Mainz 1981 Seite 143,175 - Schnith Karl: Frauen des Mittelalters
in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1997 Seite 192,195
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