Einziger Sohn des Herzogs Erich
II. von Schleswig und der Adelheid von Holstein, Tochter
von Graf Heinrich I.
Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 1949
********************
Waldemar III., König von Dänemark, Herzog von
Schleswig
------------------
* um 1315, + 1364
Sohn von Herzog Erik II. von Schleswig (+ 1325) und Adelheid von Holstein
oo Richardis (+ spätestens 1386), Tochter des Grafen Guncelin von Schwerin
Waldemar III. wurde
nach dem Tod des Vaters Herzog von Schleswig. Der Anspruch König
Christophs II. von Dänemark, die Regentschaft für
den unmündigen Waldemar als dessen
Lehnsherr zu übernehmen, wurde von Waldemars
III. Oheim, Gerhard III. von Holstein, abgelehnt; dieser trat
nunmehr selbst als Vormund auf. Die Erhebung gegen Christoph
II. führte zur Wahl Waldemars
III. als König von Dänemark mit Gerhard III.
als Reichsverweser und Herzog von Schleswig (1326; Constitutio Valdemariana).
Als Christoph II. wieder auf den dänischen
Thron kam (1329), erhielt Waldemar III. sein
Herzogtum zurück, verblieb aber bis 1336 unter der Vormundschaft des
Oheims, obwohl er als Fünfzehnjähriger nach dänischem Recht
mündig geworden war. Den Pfandbesitz Gerhards III. in Jütland
mußte Waldemar III. am 11. Februar
1340 gegen Schleswig austauschen; nach dem Tode Gerhards im selben Jahr
blieb Schleswig den Söhnen Gerhards III. verpfändet. Nachdem
König
Waldemar IV., seit 1340 mit der Schwester Waldemars
III. verheiratet, allmählich die verpfändeten Teile
Jütlands eingelöst hatte, erhielt Waldemar
III. Schleswig zurück, wenn auch der Wiedererwerb Gottorfs
mit dem südlichen Teil des Herzogtums nicht gelang.
In den 40-er Jahren des 14. Jh. stützte Waldemar
III. sich auf seinen dänischen Schwager gegen die Grafen
von Holstein, war aber in den 50-er Jahren an der Opposition gegen Waldemar
IV. beteiligt. Mit seinem Sohn Heinrich
nahm Waldemar an der Versöhnung
mit dem König 1360 teil. Die Herrschaft Waldemars
in Schleswig war eher schwach, vor allem weil die herzoglichen Finanzen
von einer ähnlichen Krise betroffen wurden, wie sie um 1300 Dänemark
erfahren hatte, was zu Veräußerungen und Verpfändungen
der herzoglichen Einkünfte zugunsten des holsteinischen Adels führte.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Waldemar III. stand
unter Vormundschaft des mächtigen, berühmten Onkels Gerhard III.
und wurde von ihm gegen Christoph II. unterstützt
und 1326 durch ihn König von Dänemark. Er erließ
die "Constitutio Waldemariana", womit er das Wahlkönigtum festigte.
Er engte darin auch die königliche Gerichtsbarkeit ein und legte fest,
dass Schleswig nie mit der dänischen Krone vereinigt werden darf.
Er trat Schleswig als Lehen an den Onkel ab, womit erstmals die enge Verbindung
Schleswig-Holstein geschaffen wurde. Er wurde 1330 als König abgesetzt,
erhielt Schleswig zurück und blieb ganz vom Onkel abhängig. 1340
scheiterte er mit seinen Thronansprüchen an seinem Schwager Waldemar
IV., geriet 1346/47 in holsteinische Gefangenschaft und schloß
sich seitdem noch fester an die holsteinischen Vettern an. Er herrschte
in Schleswig und Jütland zuletzt und hielt sich 1361 weitgehend aus
den Kriegen Waldemars IV. gegen die
Hanse heraus.
oo Richardis von Schwerin, Tochter des Grafen Günzel
VI.
- 1384
Kinder:
Heinrich
-
1375
Waldemar
-