Knut III. der Heilige                                König von Dänemark (1080-1086)
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um 1040-10.7.1086 ermordet
               Kirche St. Albani zu Odense

Begraben: Odense, Kirche St. Albani, seit 1095 im Dom
 

Illegitimer Sohn des Königs Sven II. Astridsen
 

Lexikon des Mittelalter: Band V Spalte 1239
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Knut IV. der Heilige, König von Dänemark 1080-1086
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* spätestens 1054, + 10. Juli 1086
                            Kirche St. Albani zu Odense

Begraben: Odense, Kirche St. Albani, seit 1095 im Dom

Außerehelicher Sohn von König Sven II. Estridsen

  oo um 1080 Adela (Ethela)[* um 1065, + 1115], Tochter des Grafen Robert I. von Flandern und der Gertrud von Sachsen

Sohn:
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Karl der Gute, Graf von Flandern

1069 Teilnehmer des Englandzuges seines Onkels bezeugt (demzufolge waffenfähig, das heißt indestens 15 Jahre alt), bewarb sich nach dem Tode seines Vaters (1074) um die Königswürde, unterlag aber seinem Bruder Harald und ging ins Exil. Nach Haralds Tod 1080 zum König gewählt, war er um Besserung der Rechtslage von nicht privilegierten Gruppen (Fremde, Freigelassee Sklaven) bemüht, förderte den Klerus und das kirchliche Leben (zum Beispiel Vorschriften zur Einhaltung der Fasten) und machte große Schenkungen an die Kirchen von Lund, Roskilde und Dalby. Sein Versuch, den Zehnt einzuführen, scheiterte am Widerstand der Großen. Knuds IV. des Heiligen Schenkungsbrief für den Lunder Dom (1085) zeigte seine monarchische Herrschaftsauffassung (Anspruch auf erbliche Königswürde und Regalienrecht).
Der Plan eines großangelegten Angriffs gegen England (1085), für den Knud IV. der Heilige bereits das Flottenaufgebot versammelt hatte, scheiterte an der unsicheren Lage im südlichen Dänemark, die Knud IV. den Heiligen zwang, die Flotte zu verlassen und nach Schleswig zu fahren. Die Strenge und Habgier seiner Beamten bei der Steuereintreibung und der Widerstand gegen seine als Usurpation betrachteten Herrschaftsansprüche lösten 1086 einen Aufstand aus, der Knud IV dem Heiligen zum Rückzug aus N-Jütland nötigte. Von Schleswig aus segelte er nach Fünen. Seine Gegner verfolgten ihn nach Odense und erschlugen ihn mit 17 Männern seiner Hird in der Albanikirche.
Die infolge einer Agrarkrise ausgebrochene Not in den Jahren nach 1090 wurde als Strafe Gottes für den Mord gedeutet; 1095 nahm der Odenser Domklerus die Elevation vor. König Erich I., ein Bruder Knuds IV. des Heiligen, erwirkte, wohl 1099, die Kanonisation; am 19. April 1100 fand die feierliche Translation im Odenser Dom statt. Knuds des Heiligen Kult genoß im Spätmittelalter wachsende Popularität; die katholische Kirche verehrt ihn als Landespatron Dänemarks. Seine Person ist in der Historiographie umstrritten: Sieht ihn die eine Richtung als Gewaltherrscher (dessen Tyrannei von der kirchlichen Geschichtsschreibung verschleiert worden sei), so hebt die andere Partei (bei Anerkennung des tentenziösen Charakters der Quellen) seine Leistungen hervor.
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Knut III. der Heilige wurde Jarl von Seeland und zum Erben bestimmt, aber von seinem Bruder Harald Hein 1076 verjagt. Er kreuzte in Ost- und  Nordsee und folgte 1080 seinem Bruder als König von Dänemark. Er reizte die Bauern durch Steuern und Abgaben, förderte die Kirche und wurde ermordet. Mit seinen Versuchen, England zu erobern, scheiterte er.
 
 
 
 

  oo 1. Adele von Flandern, Tochter und Erbin des Grafen Roberts I.
          um 1064-   1115
 
 
 
 

Kinder:

  Karl Graf von Flandern
  um 1085-2.3.1127 ermordet

  Ingegerd
        -

  oo Folke der Dicke, schwedischer Edler
            -

  Stammeltern des Hauses der FOLKUNGER

  Cäcilie
        -

  oo Erich Jarl auf Falster
            - um 1145
 
 
 
 

Literatur:
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Douglas David C: Wilhelm der Eroberer Herzog der Normandie. Diederichs Verlag München 1994 Seite 222,237,353,354,363 - Engels, Odilo: Stauferstudien. Beiträge zur Geschichte der Staufer im 12. Jahrhundert, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 286,295, 299,308 -
 
 
 
 
 



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