Begraben: Winchester, Old Minster
2. Sohn des Königs Sven
Gabelbart von Dänemark und der Gunhild-Swjatoslawa
von Polen, Tochter von Herzog Mieszko
I.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 1238
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Knud der Große, König von England, Dänemark
und Norwegen
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* um 995, + 12. November 1035
Shaftesbury
Begraben: Winchester, Old Minster
Sohn von Sven Gabelbart und einer Tochter des polnischen Fürsten Mieszko (bei Adam von Bremen Gunhild genannt)
1. oo Ealfgifu (konkunische Verbindung, wahrscheinlich 1015)
2. oo 1017 Emma
Kinder:
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Von 1.:
Svein und Harald ‚Harefort‘
Von 2.:
Hardeknut
Gunhild (oo Kaiser HEINRICH III.)
Knud der Große
begleitete seinen Vater bei der Invasion in Enland im Herbst 1013 und wurde
nach dessen Tod (3. Februar 1014) von der dänischen Flotte zum König
gewählt,
jedoch von den Engländern nicht anerkannt, die Ethelred
II. aus dem Exil zurückriefen. Knud
der Große ging nach Dänemark, das von seinem Bruder
Harald
regiert
wurde, kehrte aber im Spätsomer 1015 nach England zurück, wo
er rasch die Unterstützung von Wessex und später von Northumbria
erlangte. Knud der Große belagerte
im April 1016 London, wo Ethelred
am
23. April starb, doch setzte dessen Sohn Edmund
Ironside den Widerstand fort bis zur Niederlage in der Schlacht
bei Assandun (Ashingdon) am 18. Oktober 1016. Bei der nun erfolgten Teilung
Englands erhielt Edmund Wessex und
Knud
der Große das Gebiet nördlich der Themse, einschließlich
London. Nach Edmuds Tod (30. November
1016) wurde Knud der Große überall
in England anerkannt. 1017 ließ er einige englische Große
hinrichten und schickte Mitglieder der königlichen Familie ins Exil
oder ließ sie töten. 1018 zahlte Knud
der Große den größten Teil seiner Flotte mit
einem Tribut von 82.500 Pfund aus, der von den Engländern aufgebracht
wurde. Als sein Bruder Harald 1019
starb, ging Knud der Große nach
Dänemark
und wurde als König anerkannt. In Schweden konnte er jedoch die hegemoniale
Stellung seines Vaters nicht erreichen. Olof Scötkonung
verweigerte die Unerwerfung und veranlaßte eine Heirat zwischen einer
seiner Töchter und Olaf Haraldsson,
der in Norwegen 1015-1028 die Macht behielt. Während
Knud
der Große 1019-1020 in Dänemark weilte, fungierte
Thorkell in England als Regent, der jedoch im November 1021 von Knud
dem Großen geächtet wurde. Nach einer Versöhnung
1023 übernahm Thorkell für Hardeknut,
den Sohn Knuds von
Emma,
die Regentschaft in Dänemark. Als 1016 eine Invasion der Norweger
und Schweden unter der Führung von Olaf Haraldsson
und
Anund,
Olof
Skötkonungs Sohn und Nachfolger, in Dänemark erfolgte,
führte Knud der Große am
Helgea, wahrscheinlich im östlichen Skane, eine Schlacht gegen sie,
die jedoch uentschieden verlief. Knud der Große
nahm an der Kaiserkrönung KONRADS II. (26.
März 1027) in Rom teil. Als er gegen Ende des Jahres 1027 nach England
zurückkehrte, bezeichnete er sich als König aller Engländer,
Dänen, Norweger und teilweise der Schweden und sammelte Streitkräfte,
um seine Ansprüche auf Norwegen erneut geltend zu machen. 1028 schickte
der Olaf Haraldsson mit Hilfe von Bestechungsgeldern
ins Exil; Hakon Eriksson, Knuds
Vizekönig
in Norwegen, ertrank 1029. Olaf, der
zurückkehrte, wurde am 29. Juli 1030 in Stiklestad getötet.
Knuds
des Großen Sohn Svein
wurde König von Norwegen, für den seine Mutter AElfgifu
die Regentschaft führte. Nach vor Knuds
Tod brach seine Herrschaft in Norwegen zusammen. In Schweden beschränkte
sich seine Oberherrschaft vor allem auf seine Gefolgsleute, von denen einige
in schwedischen Runeninschriften (zum Beispiel Draengar) gewürdigt
wurden.
Eine besondere Förderung erfuhren Verwaltung und
Kirche. Knud der Große veranlaßte
die Einführung des angelsächsischen Rechts. Zwei von ihm erlassene
Gesetze wurden von Wulfstan, Erzbischof von York, kompiliert. Das Münzwesen
erfuhr keine Veränderung. Bedeutend war die Teilung Englands in vier
earldoms (Wessex, Mercia, East Anglia und Northumbria). Er gründete
in Ashingdon eine Kathedralkirche. In Dänemark führte er die
erste dänische Münze ein und errichtete die ersten Bischofssitze.
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1015 landete Knut,
der Bruder des dänischen Königs Harald
II., mit einer Schar von Dänen und Norwegern in England.
Nach dem Tode König Aethelreds und
seines Sohnes (1016) wurde er Ende 1016 als englischer König
anerkannt. Er entließ das Heer in die Heimat und errichtete neue
Herzogtümer, die er mit Verwandten oder Leuten seines Vertrauens besetzte.
Zur Sicherung seiner Machtstellung in England stellte er eine Schar von
besoldeten Berufskriegern (housecarls) auf, die mit Hilfe der jetzt regelmäßig
erhobenen Dänengelder unterhalten wurden. Sie bildeten eine Stütze
gegen die großen Feudalherren, unter denen vor allem die Earls hervorragten,
deren Earldoms mehrere Grafschaften umfaßten und zum Teil im Umfang
den alten angelsächsischen Königreichen entsprachen. Als Verbündeter
Kaiser
KONRADS II., bei dessen Kaiserkrönung er 1027 in Rom anwesend
war, erhielt er 1025 die Mark Schleswig zu Lehen.
Knut
mußte 1015 vorerst Norwegen aufgeben und gewann es nach jahrelangen
Thronkriegen 1028 durch die Schlacht am Helgna zurück und wurde
nach der Schlacht bei Stiklastadir 1030 König von Norwegen.
Er wurde auch Lehnsherr von Schottland, Mecklenburg und Wagrien, eroberte
Gebiete von Pommern und S-Schweden und gründete damit ein riesiges
dänisches Nord- und Ostseereich, das unter seinen Nachfolgern zerfiel.
Er anerkannte die kirchliche Oberhoheit des Erzbischofs von Bremen für
sein skandinavisches Reich und stand gegen die Normandie wegen deren Englandambitionen.
1. oo Aelfgive, Tochter des Aelfhelm Earldorman
von Hampshire
-
2.7.1017
2. oo 2. Emma von der Normandie, Tochter des Herzog
Richard I.
-6.3.1052
1002
1. oo Aethelred II. König
von England
968-23.4.1016
Kinder:
1. Ehe
Harald I. Hasenfuß König von England
-17.3.1040
Sven König von Norwegen
-
1036
2. Ehe
Knut II. Harthaknut
1018-8.6.1042
Gunhild
1019-18.1.71038
1036
oo HEINRICH III. König des Deutschen Reiches
28.10.1017-5.10.1056
Literatur:
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Boshof, Egon: Die Salier. Verlag W. Kohlhammer
Stuttgart Berlin Köln 1987, Seite 45,48,72,74,93 - Die Salier
und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I
Seite 36,162,/Band II Seite 87,105,109 - Douglas David C: Wilhelm
der Eroberer Herzog der Normandie. Diederichs Verlag München 1994
Seite 165-168,171,376 - Erkens, Franz-Reiner: Konrad II. Herrschaft
und Reich des ersten Salierkaisers. Verlag Friedrich Puset Regensburg 1998,
Seite 85,153,175 -