Begraben: Kirche von Roskilde
2. Sohn des Königs Gorm
der Alte von Dänemark und der Thyra
Danebod
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1929
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Harald Blauzahn (Blatand) Gormsson, König von Dänemark,
belegt 936-ca. 987
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Harald Blauzahn wird
rühmend erwähnt bei Adam von Bremen (I, 59; II, 3, 25-28), dessen
chronologische Angaben aber unklar bleiben. Bereits 936, zu Lebzeiten seines
christenfeindlichen Vaters Gorms des Alten,
soll Harald Blauzahn die Dänenmission
Erzbischof Unnis von Hamburg-Bremen gefördert haben. Unsicher ist
der Zeitpunkt der Übernahme der Königsherrschaft durch HaraldBlauzahn
(985?). Beste Quelle für
Harald BlauzahnsRegierung
ist der auf seinen Befehl gesetzte große Jellingstein, nach dem Harald
Blauzahn ganz Dänemark (und Norwegen) gewann und die Dänen
zu Christen machte. Bleibt auch die genauerer Datierung fraglich, so kann
Harald Blauzahn aufgrund dieses Zeugnisses
doch als erster Alleinherrscher über Dänemark gelten. Auch die
Errichtung der vier großen
Ringburgen Trelleborg (dendrochronoliisch
auf 980-981 datiert),
Nonnebakken, Fyrkat und Aggersborg
mag mit seiner Herrschaft in Verbindung stehen. Haralds
Kämpfe mit Norwegen, auch in der norwegisch-isländischen
Literatur erwähnt, sowie seine Taufe und die offizielle Christianisierung
der Dänen (Erzählung der Eisenprobe Poppas bei Widukind von Corvey,
III, 65) dürften in die Jahre nach 960 fallen. In den letzten Jahren
Harald Blauzahns herrschte (übereinstimmend
bei Adam und den flandrischen "Gesta Cnutonis" bezeugt) Krieg zwischen
ihm nd seinem Sohn Svend Gabelbart.
Harald Blauzahn starb (nach Adam an
Allerheiligen, wohl 987) verwundet im Exil zu 'Jumne', dem sagenhaften
Jomsburg; sein Leichnam wurde in die von ihm erbaute Kirche von Roskilde
übertragen.
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Harald I. Blauzahn fiel
mehrmals in der Normandie ein und besetzte zeitweise Rouen. Er erkannte
948 die deutsche Hoheit an und gründete die Bistümer Aarhus,
Ripen und Schleswig, womit die Skandinavienmissionierung im großen
Stil begann. Er führte viele Plünderungsfahrten in Ost- und Nordsee
durch und unterwarf sich nach erneuter Rebellion 965 wieder dem Deutschen
Reich und bekam die Eider-Schleigrenze zugestanden und damit das alte Reich
Haithabu. Er wurde Christ und griff nach der Ermordung seines Neffen Harald
um
970 gegen Norwegen ein, besetzte S-Norwegen und nannte sich
König
von Norwegen; Jarl Hakon II. wurde sein Vasall. Damit begannen jahrhundertelange
Auseinandersetzungen beider Länder. Er gründete in Odense am
Ort des alten Odinskultes ein weiteres dänisches Bistum. Er verlor
974 nach erneuter Rebellion Schleswig an Kaiser
OTTO II., unterstützte 983 die große Slawenrebellion
und wurde nach langen Bürgerkriegen gegen den Sohn von diesem verjagt.
1. oo Gunhild
-
2. oo Tore von Mecklenburg, Tochter des Obodritenfürsten
Mistiwoj
-
3. oo Gyrithe von Schweden
-
Kinder:
Erich König von Northumbrien
- 950
ermordet
Hakon
-
Gunhild
-13.11.1002
Sie wurde 1002 mit ihrem Mann Opfer des großen Dänenmordes in England.
oo Palling Earldorman von Devonshire
-13.11.1002
Sven I. Gabelbart
um 955-3.2.1014
Thyra
-18.9.100
1. oo Björn Prinz von Schweden
- um 985
2. oo Burislaw Fürst der Wenden
-
998
3. oo Olaf I. König von Norwegen
969-9.9.1000
Literatur:
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Erkens, Franz-Reiner: Konrad II. Herrschaft und
Reich des ersten Salierkaisers. Verlag Friedrich Puset Regensburg 1998,
Seite 85 -
Schulze Hans K.: Das Reich und die Deutschen.
Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier. Siedler Verlag, Seite 239,250
- Thietmar von Merseburg: Chronik. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe,
Seite 48,392 -