Harald I. Blauzahn                                  König von Dänemark (948-986)
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um 910-1.11.986
            Jomsburg/Wollin

Begraben: Kirche von Roskilde
 

2. Sohn des Königs Gorm der Alte von Dänemark und der Thyra Danebod
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1929
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Harald Blauzahn (Blatand) Gormsson, König von Dänemark, belegt 936-ca. 987
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Harald Blauzahn wird rühmend erwähnt bei Adam von Bremen (I, 59; II, 3, 25-28), dessen chronologische Angaben aber unklar bleiben. Bereits 936, zu Lebzeiten seines christenfeindlichen Vaters Gorms des Alten, soll Harald Blauzahn die Dänenmission Erzbischof Unnis von Hamburg-Bremen gefördert haben. Unsicher ist der Zeitpunkt der Übernahme der Königsherrschaft durch HaraldBlauzahn (985?). Beste Quelle für Harald BlauzahnsRegierung ist der auf seinen Befehl gesetzte große Jellingstein, nach dem Harald Blauzahn ganz Dänemark (und Norwegen) gewann und die Dänen zu Christen machte. Bleibt auch die genauerer Datierung fraglich, so kann Harald Blauzahn aufgrund dieses Zeugnisses doch als erster Alleinherrscher über Dänemark gelten. Auch die Errichtung der vier großen Ringburgen Trelleborg (dendrochronoliisch auf 980-981 datiert), Nonnebakken, Fyrkat und Aggersborg mag mit seiner Herrschaft in Verbindung stehen. Haralds Kämpfe mit Norwegen, auch in der norwegisch-isländischen Literatur erwähnt, sowie seine Taufe und die offizielle Christianisierung der Dänen (Erzählung der Eisenprobe Poppas bei Widukind von Corvey, III, 65) dürften in die Jahre nach 960 fallen. In den letzten Jahren Harald Blauzahns herrschte (übereinstimmend bei Adam und den flandrischen "Gesta Cnutonis" bezeugt) Krieg zwischen ihm nd seinem Sohn Svend Gabelbart. Harald Blauzahn starb (nach Adam an Allerheiligen, wohl 987) verwundet im Exil zu 'Jumne', dem sagenhaften Jomsburg; sein Leichnam wurde in die von ihm erbaute Kirche von Roskilde übertragen.
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Harald I. Blauzahn fiel mehrmals in der Normandie ein und besetzte zeitweise Rouen. Er erkannte 948 die deutsche Hoheit an und gründete die Bistümer Aarhus, Ripen und Schleswig, womit die Skandinavienmissionierung im großen Stil begann. Er führte viele Plünderungsfahrten in Ost- und Nordsee durch und unterwarf sich nach erneuter Rebellion 965 wieder dem Deutschen Reich und bekam die Eider-Schleigrenze zugestanden und damit das alte Reich Haithabu. Er wurde Christ und griff nach der Ermordung seines Neffen Harald um 970 gegen Norwegen ein, besetzte S-Norwegen und nannte sich König von Norwegen; Jarl Hakon II. wurde sein Vasall. Damit begannen jahrhundertelange Auseinandersetzungen beider Länder. Er gründete in Odense am Ort des alten Odinskultes ein weiteres dänisches Bistum. Er verlor 974 nach erneuter Rebellion Schleswig an Kaiser OTTO II., unterstützte 983 die große Slawenrebellion und wurde nach langen Bürgerkriegen gegen den Sohn von diesem verjagt.
 
 
 
 

  1. oo Gunhild
                  -

  2. oo Tore von Mecklenburg, Tochter des Obodritenfürsten Mistiwoj
                  -

  3. oo Gyrithe von Schweden
                -
 
 
 
 

Kinder:

  Erich König von Northumbrien
       -   950 ermordet

  Hakon
          -

  Gunhild
         -13.11.1002

  Sie wurde 1002 mit ihrem Mann Opfer des großen Dänenmordes in England.

  oo Palling Earldorman von Devonshire
            -13.11.1002

  Sven I. Gabelbart
  um 955-3.2.1014

  Thyra
         -18.9.100

  1. oo Björn Prinz von Schweden
                 - um 985

  2. oo Burislaw Fürst der Wenden
                 -

    998
  3. oo Olaf I. König von Norwegen
          969-9.9.1000
 
 
 
 

Literatur:
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Erkens, Franz-Reiner: Konrad II. Herrschaft und Reich des ersten Salierkaisers. Verlag Friedrich Puset Regensburg 1998, Seite 85 -
Schulze Hans K.: Das Reich und die Deutschen. Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier. Siedler Verlag, Seite 239,250 - Thietmar von Merseburg: Chronik. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, Seite 48,392 -
 
 
 
 
 
 
 



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