Erich V. Glipping                                    König von Dänemark (1259-1286)
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1249-22.11.1286 ermordet
        bei Viborg

Begraben: Viborg, Dom
 

Einziger Sohn des Königs Christoph I. von Dänemark und der Margarete von Pommerellen, Tochter von Herzog Sambor II.
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 2140
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Erich V. (Erik Klipping), König von Dänemark
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* 1249, + 22. November 1286
             Finderup, Jütland

Begraben: Viborg, Dom

Erich V. wurde als Sohn König Christophs I. bereits 1254 als Thronfolger gewählt und trotz der Auseinandersetzungen zwischen Kirche und König in Viborg gekrönt (Weihnachten 1259). Nach dem plötzlichen Tod (durch Vergiftung) König Christophs übernahm Königin Margareta Sambria die Vormundschaftsregierung. In der Schlacht auf der Loheide gegen Herzog Erich I. Abelsen und die Grafen von Holstein wurden Erich V. und seine Mutter gefangengenomen. Der junge König wurde für zwei Jahre dem Markgrafen von Brandenburg übergeben. Daraus folgte Erichs V. spätere Heirat (1273) mit Agnes, der Tochter des Markgrafen Johann I. Seit dem Ende der 1260-er Jahre übernahm Erich V. selbst die Regierung, seine Königsherrschaft war jedoch von mehreren Seiten bedroht. Die Witwe König Abels, Mechthilde, hatte durch Heirat mit Birger Jarl von Schweden 1260 ihre Position verstärkt. Außerdem wurden schwedisch-norwegische Erbforderungen von seinen Cousinen, den Königinnen Ingeburg und Sophia erhoben. Als Gegner trat auch der exilierte Erzbischof Jacob Erlandsen auf, der seine Interessen vor der Kurie vertrat. Die Beilegung des Streits auf dem Konzil von Lyon (1274) ging jedoch weitgehend zugunsten des Königs aus. Nach dem Tod Herzog Erik Abelsens 1272 hatte Erich V. eine starke Stellung gegenüber dem Herzogtum inne und konnte eine Verlehnung bis zum Jahre 1283 hinauszögern. In der Zwischenzeit verschlechterte sich das Verhältnis zur dänischen Adelsopposition. Dies führte  1282 zur Annahme der ersten dänischen Handfeste (Wahlkapitulation) und vier Jahre darauf zur Ermordung des Königs. Wer die Mörder waren, ist ungeklärt, kaum aber diejenigen, die deswegen zur Friedlosigkeit verurteilt wurden.
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Erich V. Glipping folgte 1259 seinem Vater als König von Dänemark, wurde 1261 in der Schlacht auf der Lohheide gefangengenommen, von 1261-1264 in Holstein inhaftiert und auf brandenburgische Vermittlung freigelassen. Es war eine Zeit völliger Anarchie. Er stritt jahrelang mit Erzbischof Jakob von Lund, ließ ihn 1274 ermorden und war jahrelang exkommuniziert. Er setzte den Krieg um Schleswig fort, eroberte 1271 Flensburg, später Alsen und Fehmarn und belehnte 1283 seinen Vetter Waldemar mit Schleswig. Er mußte 1282 dem dänischen Adel eine "Magna Charta" zugestehen, was die Anarchie im Lande noch vergrößerte, ging mit der Hanse gegen Norwegen, was zu Plünderungsfahrten der Norweger führte. Er wurde von seinem Vetter Jakob von Halland ermordet.
 
 
 
 

11.11.1273
    oo 1. Agnes von Brandenburg-Stendal, Tochter des Markgrafen Johann I.
                    -1.10.1304

     2. oo Gerhard II. Graf von Holstein-Itzehoe
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Kinder:

  Erich VI. Menved
  1274-13.11.1319

  Waldemar
         -   1304

  Richza
         - vor 27.10.1308

1292
  oo Nikolaus II. Fürst von Mecklenburg-Werle
             -12.10.1316

  Christoph II.
  1276-2.8.1332

  Margarete
          -2.3.1341

 1298
  oo Birger König von Schweden
      1281-31.5.1321

  Katharina
  1283-   1283

  Elisabeth
  1283-   1283
 
 
 
 
 
 
 



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