Ältester Sohn des Königs
Waldemar II. der Sieger von Dänemark aus seiner 3. Ehe
mit der Berengaria von Portugal, Tochter
von König Sancho I.
Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 2140
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Erich IV. (Erik Plogpenning), König von Dänemark
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* 1216, + 18. August 1250
Begraben: Schleswig Dom, später: Ringsted, Klosterkirche
Ältester Sohn König Waldemars II. aus der Ehe der Berengaria von Portugal, von Geburt an Herzog von Jütland, 1232 als Mitregent gekrönt
oo 1239 Jutta von Sachsen
Seine vier Töchter wurden Königinnen von Norwegen
und Schweden und waren Gründerinnen eines Dominikanerinnenklosters
in Roskilde. - Vor dem Tod Waldemars
soll Erich IV. als deutscher König
vorgeschlagen worden sein. Seine zehnjährige Alleinregierung war von
Unruhen geprägt. Sein Bruder Abel
lehnte sich dreimal gegen ihn auf, um in seiner Eigenschaft als Herzog
von Schleswig größeren Einfluß zu gewinnen. Erich
IV. verfolgte mit einem Kreuzzug nach Estland aktive Kirchenpolitik
und galt selbst als frommer Mann, der als Franziskanerbruder in Roskilde
begraben werden wollte. Die Verwendung des Kirchenzehnten für den
Kreuzzug führte zum Bruch mit der Kirche, dokumentiert ind en
Statuten von Odense 1245, und zu einem Bündnis der Kirche mit den
Brüdern Erichs IV. gegen den König.
1250 scheint Erich IV. jedoch an allen
Fronten siegreich gewesen zu sein: Er unterdrückte den schonischen
Aufstand, erreichte einen Vergleich mit Lübeck und siegte in S-Jütland.
Abel hielt sich allerdings nicht an die Übereinkunft von Schleswig
und ließ den Bruder in einem Boot auf der Schlei erschlagen.
Es entstand um Erich IV. ein volkstümlicher
Kult, und sein Bruder und Nachfolger Christoph
(Christoffer) I. versuchte in den 1250-er Jahren, seine Kanonisation
zu erreichen, das Verfahren verlief jedoch im Sande.
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Erich Pflugpfennig
war 1226-1229 Geisel für den Vater in Schwerin, wurde 1232 Mit-König
und
folgte 1241 seinem Vater als König von Dänemark. Er versuchte
vergeblich, Erbansprüche in Holstein durchzusetzen und dieses unter
dänische Hoheit zu bringen, was zu ständigem Streit mit den SCHAUENBURGERN
und gegenseitigen Plünderungszügen führte. Er geriet zunehmend
gegen die aufstrebende Hanse und zerstörte 1249 eine lübische
Flotte. Er stritt auch ständig mit seinen Brüdern und zwang sie
zur Huldigung, stritt mit der Kirche und Bauern wegen Zehnten und Abgaben
und unterwarf die Bauern in Schonen. Er wurde von seinem Bruder
Abel
gefangen
und ersäuft.
17.11.1239
oo Jutta von Sachsen, Tochter des
Herzogs Albrecht II.
- nach 1250
Kinder:
Ingeborg
-
1287
11.9.1261
oo Magnus VI. König von Norwegen
1238-9.5.1280
Sofie
-
1286
1260
oo Waldemar König von Schweden
1243-26.12.1302
Jutta Äbtissin von Sankt Agnete in Roskilde
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1284
Agnes Äbtissin von Sankt Agnete in Roskilde
-
1288/95
Literatur:
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Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche
Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 482,508 -