Erich IV. Pflugpfennig                             König von Dänemark (1241-1250)
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1216-10.8.1250 ermordet
 

Ältester Sohn des Königs Waldemar II. der Sieger von Dänemark aus seiner 3. Ehe mit der Berengaria von Portugal, Tochter von König Sancho I.
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 2140
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Erich IV. (Erik Plogpenning), König von Dänemark
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* 1216, + 18. August 1250

Begraben: Schleswig Dom, später: Ringsted, Klosterkirche

Ältester Sohn König Waldemars II. aus der Ehe der Berengaria von Portugal, von Geburt an Herzog von Jütland, 1232 als Mitregent gekrönt

oo 1239 Jutta von Sachsen

Seine vier Töchter wurden Königinnen von Norwegen und Schweden und waren Gründerinnen eines Dominikanerinnenklosters in Roskilde. - Vor dem Tod Waldemars soll Erich IV. als deutscher König vorgeschlagen worden sein. Seine zehnjährige Alleinregierung war von Unruhen geprägt. Sein Bruder Abel lehnte sich dreimal gegen ihn auf, um in seiner Eigenschaft als Herzog von Schleswig größeren Einfluß zu gewinnen. Erich IV. verfolgte mit einem Kreuzzug nach Estland aktive Kirchenpolitik und galt selbst als frommer Mann, der als Franziskanerbruder in Roskilde begraben werden wollte. Die Verwendung des Kirchenzehnten für den Kreuzzug führte  zum Bruch mit der Kirche, dokumentiert ind en Statuten von Odense 1245, und zu einem Bündnis der Kirche mit den Brüdern Erichs IV. gegen den König. 1250 scheint Erich IV. jedoch an allen Fronten siegreich gewesen zu sein: Er unterdrückte den schonischen Aufstand, erreichte einen Vergleich mit Lübeck und siegte in S-Jütland. Abel hielt sich allerdings nicht an die Übereinkunft von Schleswig und ließ den Bruder in einem Boot auf der Schlei erschlagen. Es entstand um Erich IV. ein volkstümlicher Kult, und sein Bruder und Nachfolger Christoph (Christoffer) I. versuchte in den 1250-er Jahren, seine Kanonisation zu erreichen, das Verfahren verlief jedoch im Sande.
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Erich Pflugpfennig war 1226-1229 Geisel für den Vater in Schwerin, wurde 1232 Mit-König und folgte 1241 seinem Vater als König von Dänemark. Er versuchte vergeblich, Erbansprüche in Holstein durchzusetzen und dieses unter dänische Hoheit zu bringen, was zu ständigem Streit mit den SCHAUENBURGERN und gegenseitigen Plünderungszügen führte. Er geriet zunehmend gegen die aufstrebende Hanse und zerstörte 1249 eine lübische Flotte. Er stritt auch ständig mit seinen Brüdern und zwang sie zur Huldigung, stritt mit der Kirche und Bauern wegen Zehnten und Abgaben und unterwarf die Bauern in Schonen. Er wurde von seinem Bruder Abel gefangen und ersäuft.
 
 
 
 

17.11.1239
    oo Jutta von Sachsen, Tochter des Herzogs Albrecht II.
               - nach 1250
 
 
 
 

Kinder:

  Ingeborg
         -   1287

11.9.1261
   oo Magnus VI. König von Norwegen
       1238-9.5.1280

  Sofie
        -   1286

1260
  oo Waldemar König von Schweden
       1243-26.12.1302

  Jutta Äbtissin von Sankt Agnete in Roskilde
        -   1284

  Agnes Äbtissin von Sankt Agnete in Roskilde
        -   1288/95
 
 
 
 

Literatur:
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Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 482,508 -
 
 
 
 
 
 
 
 



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