Christoph III. der Bayer                           König von Dänemark (1439-1448)
------------------------------                          König von Schweden (1441-1448)
26.2.1416-5.1.1448                                 König von Norwegen (1442-1448)
Neumarkt  Helsingborg                            Pfalzgraf zu Neumarkt (1443-1448)
 

Sohn des Pfalzgrafen Johann von Pfalz-Neumarkt aus seiner 1. Ehe mit der Katharina von Pommern-Stolp, Tochter von Herzog Wratislaw VII.; Neffe von Erich XIII. von Pommern-Stolp und Enkel RUPRECHTS III. von der Pfalz
 

Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 1937
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Christoph III. von Bayern, König von Dänemark, Norwegen und Schweden
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* 26. Februar 1416, + 5. oder 6. Januar 1448

Begraben: Roskilde, Dom

Sohn des wittelsbachischen Pfalzgrafen Johann I. von Neumarkt und der Katharina von Pommern (Schwester des dänischen Königs Erich VII.)

  oo 1445 Dorothea von Brandenburg

Christoph III. wurde am Hofe Kaiser SIGISMUNDS, dem Christophs Vater eng verbunden war, erzogen. In den 1430-er Jahren nahm Christoph III. von Bayern am Kampf gegen die Hussiten teil. Nachdem die Unzufriedenheit mit dem dänischen König Erich von Pommern und seiner Wahl eines Nachfolgers zu Erichs Absetzung geführt hatte, wandte sich der Reichsrat an Christoph, der die Gelegenheit sofort ergriff. 1439 kam er als gubernator nach Dänemark, im folgenden Jahr wurde ihm als dänischem König gehuldigt, indem, entgegen der Unionsabsprache von Halmstad (1436) eine seperate Wahl durchgeführt wurde. Bald darauf wurde er auch in Norwegen und Schweden gewählt, und am Neujahrstag des Jahres 1433 wurde Christoph in Ripen zum nordischen Archirex gekrönt. Christoph gab in gewissem Maße die Politik seiner Vorgänger auf. So erhielt Herzog Adolf VIII. 1440 Schleswig als Erblehen, die Hansestädte erlangten 1441 eine Bestätigung ihrer Privilegien mit der Befreiung vom Öreesundzoll. Der Erste des Reichsrates, Erzbischof Hans Laxmand, vermochte in diesen Jahren die Stellung der Bischöfe zu stärken, unter anderem indem er die bischöfliche Aufsicht über die Klöster sichern und den Bischofszehnt in Jütland durchsetzen konnte. Das auffälligste Charakteristikum der kurzen Regierzungszeit Christophs III. ist die Intensivierung der Privilegien für die Hansestädte. Entgegen der allgemeinen Auffassung, daß sich Christoph recht unselbständig von den Reichsräten der drei Reiche leiten ließ, betrachtet Verf. die Vergrößerung der Privilegien der Hansestädte als königliche Initiative zu einer Allianz zwischen Königsmacht und Städten, deren ökonomische Macht stark angewachsen war. J. E. Olesen beschreibt demgegenüber in seiner Analyse der Unionspolitik, daß Christoph III. anfangs der Politik der norwegischen und schwedischen Räte folgte, sich später aber dem Bestreben des dänischen Rates anschloß, der eine Rückkehr zur dänischen Dominanz innerhalb der Union anstrebte.
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Christoph III. der Bayer wurde 1438 von der Mehrheit des Reichsrates als Reichsverweser nach Dänemark gerufen und folgte seinem Onkel Erich in allen drei Reichen. Er regierte wieder jedes Land nach eigenem Recht und Gesetz, gab Schweden ein erneuertes Recht ("Christophs Landrecht"), schlug vom Onkel geschürte Bauernunruhen 1441 in Jütland nieder, was zur völligen Fron der dänischen Bauern führte und machte Kopenhagen endgültig zur Residenz und Hauptstadt. Er führte endgültig die Holländer in den Ostseehandel ein, brach damit das Handelsmonopol der Hanse und gab Kopenhagen, später auch anderen Städten ein Stadtgericht. Er regierte recht ruhig und geschickt, rief aber Unmut durch die Bevorzugung deutscher Familien hervor, die noch heute den Großteil des dänischen Adels bilden.
 
 
 
 

12.9.1445
   oo 1. Dorothea von Brandenburg, Tochter des Markgrafen Johann
   x       1430-10.11.1495

     26.10.1449
      2. oo Christian I. König von Dänemark
              1425-21.5.1481
 
 
 
 
 
 



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