Begraben: Soro, Klosterkirche (bronzenes Grabmal, eine
lübische Arbeit, teilweise erhalten)
2. Sohn des Königs Erich
V. Glipping von Dänemark und der Agnes
von Brandenburg-Stendal, Tochter von Markgraf Johann I.
Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 1936
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Christoph II. (Christoffer II.), König von Dänemark
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* 29. September 1276, + 2. August 1332
Soro
Begraben: Soro, Klosterkirche (bronzenes Grabmal, eine lübische Arbeit, teilweise erhalten)
Sohn König Erichs (Eriks) V. und der Königin Agnes von Brandenburg
„Der verpfändete König“ hatte weder als Herrscher
noch als Mensch einen guten Ruf. Seine Regierungszeit leitete eine Niedergangsperiode
des dänischen Geschichte ein. Anfangs stand Christoph II. an der Seite
seines Bruders, König Erichs VI. im Kampf gegen den Erzbischof von
Lund und beteiligte sich an der Gefangennahme von Johan (Jens) Grand. Spätestens
1307, als Christoph II. das Herzogtum Halland-Samsö übernahm,
begann er Verhandlungen mit Erichs Feinden und war in dessen letzten Jahren
einer seiner Hauptgegner. Christoph II. verbrachte diese Jahre hauptsächlich
in Brandenburgund Pommern. Nachd er Königswahl 1319 wurde Christoph
II. gezwungen, eine Wahlkapitulation zu akzeptieren und mußte unter
anderem zusagen, die Schulden Erichs zu bezahlen, ohne neue Steuern zu
erheben. Die Handfeste von 1320 sicherte die Privilegien der Stände
ud ebdeutete eine starke Beschränkung der Königsmacht. Christoph
II. hoffte mit Hilfe außenpolitischer Maßnahmen sich von deisen
einschneidenden Bestimmungen befreien zu könen. Christophs II. Tochter
Margarete heiratete Ludwig von Brandenburg, jedoch wurde die Mitgift nicht
bezahlt. Unter anderem bedingte dies deutsche Interesse zur Wiederherstellung
des dänischen Königtums unter einem der Söhne Christophs
II. Erst 1346, mit dem Verkauf Estlands durch Waldemar IV., wurde die Mitgiftangelegenheit
gelöst. Dänische Adlige und die Grafen von Holstein wollten Christoph
II. vereint zwingen, seine gefährliche norddeutsche Politik aufzugeben.
1326 setzten sie Christoph II. zugunsten Waldemars III. aus der Linie Abels
ab. Drei Jahre später gelang Christoph II., unterstützt durch
einen Aufstand des jütländischen Adels, sowie aufgrund der Uneinigkeit
der konkurrierenden holsteinischen Grafenlinien über die Verteilung
der Königsmacht des jungen Waldemar, die Rückkehr. Die größten
Teiledes dänischen Reiches waren mittlerweile verpfändet, der
holsteinische Graf Gebhard III. hattedas gebiet westlich und Graf Johann
(aus der Plöner Linie) das Land östlich des Großen belts
in Besitz. Nach Christophs II. Tod erfolgte keine Königswahl; die
dänische Machtstellung schien ihrem Verfall entgegenzugehen.
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Christoph II. rebellierte
gegen seinen Bruder Erich VI. Menved,
mußte 1316 fliehen und folgte ihm 1320 nach Wahl und Wahlkapitulation
als König von Dänemark. Er war nur ein "Schattenkönig",
denn alle Macht lag bei Adel und Kirche. Er wurde von Holstein-Kiel und
Kaiser
LUDWIG IV. DEM BAYERN unterstützt, versuchte doch, eigenmächtig
Steuern einzuziehen und wurde nach erbittertem Streit 1326 nach der Schlacht
bei Hesterberge verjagt. Er kam 1330 zurück und wurde 1332 endgültig
in der Schlacht auf der Lohheide von Holstein-Rendsburg verjagt. Das Reich
zerfiel völlig an Schweden und die SCHAUENBURGER.
Christoph
behauptete sich auf Laaland, formal auch in Estland. Er starb bald, gebrochen
wegen bitterer, entehrender Demütigungen. Er hatte wie die meisten
seiner Vorfahren einen Hang zu Härte und Grausamkeit und besaß
kaum königliche Ausstrahlung und Herrscherfähigkeiten.
vor 1307
oo Eufemia von Pommern-Wolgast, Tochter des Fürsten
Bogislaw IV.
1285-26.7.1330
Kinder:
Erich
um 1307- 1332 gefallen
auf der Lohheide
1321 erwählter König
1330
oo Elisabeth von Holstein, Tochter des Grafen
Heinrich I.
- um 1339
Margarete
1305- 1340
Berlin
30.11.1324
oo Ludwig V. Markgraf von Brandenburg
1315-18.9.1361
Otto Herzog von Lolland und Estland
- nach 1347
Er war jahrelang als Prätendent in Holstein gefangen und wurde 1340 freigelassen. Otto wurde 1346 Herzog von Lolland und von Estland, zog mit dahin und wurde Deutsch-Ordensritter.
Waldemar IV. Atterdag
1320-24.10.1375
Agnes
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1312
Heilwig
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Illegitim
Regitze "Löwenbalk"
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oo Peter-Stigsen Krognos
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Erik "Löwenbalk"
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Literatur:
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Zimmerling Dieter: Die Hanse. Handelsmacht im
Zeichen der Kogge. Gondrom Verlag GmbH & Co. KG, Bindlach 1993 Seite
300,391, 419 -