Pelayo                                                    1. König von Asturien (718/22-737)
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    -   737
 

Sohn des Herzogs Favila und Neffe des Westgoten-Königs Rekkeswinth, Cousin des letzten Westgoten-Königs Roderich
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1863
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Pelayo
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Nach herrschender Meinung ‚princeps‘ von Asturien 718-732

Sohn des westgotischen dux Fafila und spatarius (Mitglied der königlichen Leibwache) der beiden letzten westgotischen Könige Witiza (702-710) und Roderich (710-711).
Nach der arabischen Invasion soll Pelayo nach Asturien geflohen sein, wo er Einheimische und Flüchtlinge zum Widerstand gegen die Arabwer vereinte. Unter seiner Führung soll ein arabisches Heer in der Schlacht von Covadonga (718 oder 722 nach Sanchez Albornez) geschlagen worden sein, woraufhin die Muslime endgültig Asturien verließen. Dieser in der christlichen Chronistik (besonders Chronik Alfons' III.) überlieferten Version stehen muslimische Quellen gegenüber, die von einem bloßen Scharmützel sprechen. Pelayo, der Cangas de Onis zu seinem Sitz wählte, gilt nach den Vorstellungen des Neogoticismus, die erstmals in der Zeit um 900 faßbar werden, als Vorkämpfer einer Wiederherstellung der Westgotenreiches.
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Pelayo von Kantabrien war ein erbitterter Gegner von Roderichs Vorgänger König Witika, der Pelayos Vater aus Rivalität ermordet hatte. Er machte 711 die Schlacht bei Jerez gegen die Mauren mit und rettete sich mit Resten der Westgoten ins unwegsame kantabrische Gebirge, von wo aus er geschickt den Widerstand gegen die Mauren organisierte. Er nahm 718 den Titel eines Königs von Asturien an und residierte in Gijon. Er siegte 722 in der Schlacht bei Covadona gegen eine große Übermacht, womit traditionell der Beginn der "Reconquista" eingeleitet wurde. Er wurde danach etwas vom maurischen Druck entlastet, da sich die Mauren mehr Richtung Frankreich orientierten und 732 bei Poitiers von Karl Martell vernichtend geschlagen wurden. In der Folgezeit gewann er Teile von Galizien hinzu und ist sonst nur verschwommen greifbar.
 
 
 

  oo N.N.
               -
 
 
 
 

Kinder:

  Favila
         -   739

  Hermesinde (Ermesinda)
         -

  oo Alfons I. der Katholische
             -   757
 
 
 

Literatur:
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Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 Seite 35 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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