Sohn des Herzogs Favila und Neffe des Westgoten-Königs
Rekkeswinth, Cousin des letzten Westgoten-Königs
Roderich
Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1863
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Pelayo
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Nach herrschender Meinung ‚princeps‘ von Asturien 718-732
Sohn des westgotischen dux Fafila und spatarius
(Mitglied der königlichen Leibwache) der beiden letzten westgotischen
Könige Witiza (702-710) und Roderich
(710-711).
Nach der arabischen Invasion soll Pelayo
nach Asturien geflohen sein, wo er Einheimische und Flüchtlinge zum
Widerstand gegen die Arabwer vereinte. Unter seiner Führung soll ein
arabisches Heer in der Schlacht von Covadonga (718 oder 722 nach Sanchez
Albornez) geschlagen worden sein, woraufhin die Muslime endgültig
Asturien verließen. Dieser in der christlichen Chronistik (besonders
Chronik Alfons' III.) überlieferten Version stehen muslimische Quellen
gegenüber, die von einem bloßen Scharmützel sprechen. Pelayo,
der Cangas de Onis zu seinem Sitz wählte, gilt nach den Vorstellungen
des Neogoticismus, die erstmals in der Zeit um 900 faßbar werden,
als Vorkämpfer einer Wiederherstellung der Westgotenreiches.
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Pelayo von Kantabrien war
ein erbitterter Gegner von Roderichs
Vorgänger König Witika, der
Pelayos
Vater aus Rivalität ermordet hatte. Er machte 711 die Schlacht bei
Jerez gegen die Mauren mit und rettete sich mit Resten der Westgoten ins
unwegsame kantabrische Gebirge, von wo aus er geschickt den Widerstand
gegen die Mauren organisierte. Er nahm 718 den Titel eines Königs
von Asturien an und residierte in Gijon. Er siegte 722 in der Schlacht
bei Covadona gegen eine große Übermacht, womit traditionell
der Beginn der "Reconquista" eingeleitet wurde. Er wurde danach etwas vom
maurischen Druck entlastet, da sich die Mauren mehr Richtung Frankreich
orientierten und 732 bei Poitiers von Karl Martell
vernichtend
geschlagen wurden. In der Folgezeit gewann er Teile von Galizien hinzu
und ist sonst nur verschwommen greifbar.
oo N.N.
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Kinder:
Favila
-
739
Hermesinde (Ermesinda)
-
oo Alfons I. der Katholische
- 757
Literatur:
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Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel
im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1993 Seite 35 -