Sohn des Herzogs Peter von Kantabrien
Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 393
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Alfons I., König von Asturien (739-757)
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Sohn von Peter, Herzog von Kantabrien und Schwiegersohn von Pelayo, dem ersten Führer des christlichen Widerstandes gegen das islamische Spanien.
Alfons kann als Schöpfer
des Königreiches Asturien angesehen werden. Ein Aufstand der Berber
gegen die Araber (741) und eine große Trockenheit, die die gesamte
Iberische Halbinsel erfaßte (750-753), schwächten die Befestigungslinie,
die die Walis von Cordoba um die ersten christlichen Widerstandszentren
herum errichtet hatten. Diese Lage wurde von Alfons
ausgenutzt, der in einer Reihe von Feldzügen die wichtigsten Festungen
und Städte Galiciens, des Duerotals und des oberen Ebro dem Boden
gleichmachte; dadurch beschleunigte er die schon begonnene Abwanderung
der muselmannischen Bevölkerung von der nördlichen Meseta nach
Süden. Er siedelte die christlichen Gemeinden, die er auf seinem Vormarsch
antraf, jenseits des Gebirges im Norden und die von der Meseta eingewanderte
Bevölkerung in den Tälern des Kantabrischen Gebirges an. Dadurch
wurden in diesem Gebiet die Grundlagen der wirtschaftlichen, sozialen und
kulturellen Strukturen im Königreich Asturien geschaffen.
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Alfons I. der Katholische war
als Herzog von Kantabrien die Stütze seines Schwagers Favila
und folgte ihm 739 auf den Thron. Er setzte die Kriege gegen die Mauren
fort, eroberte Lugo in Galizien, Teile von Portugal und zeitweise das Campos
Goticos und führte Plünderungenszüge durch bis Porto und
Braga. Alfons war ein guter Verwalter
und Regent und förderte die Kirche und den Städtebau.
Vones Ludwig:
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„Geschichte der Iberischen Halbinsel“
Alfons kamen bei seiner
expansiven Politik zwar Dürren und Hungersnöte, die unentwegt
schwellenden Auseinandersetzungen im arabischen Lager zwischen Kalbiten
und Qaysiten sowie der große Berberaufstand von 741 entgegen, so
dass er die Araber 750 aus Galicien vertreiben, 753 ihren Rückzug
aus Astoga nach Merida und Coria erzwingen und schließlich erfolgreiche
Streifzüge tief in die feindlichen Gebiete, vor allem in das
Tal des Duero, unternehmen konnte.
oo Hermesinde von Asturien, Erb-Tochter des Königs
Pelayo
-
Kinder:
Vimeran
-
787/68
als Kandidat aufständischer Großer vom Bruder ermordet
Fruela I.
um 740- 768
Adosina
- nach
785
Sie starb als Nonne zu San Juan de Pravia
oo Silo westgotischer Edler
-
783
Illegitim:
Mauregato
- nach
788
Literatur:
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Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen
Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 Seite 11 - Vones
Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche
- Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 -