Liutwin                                                      Erzbischof von Trier (697-718)
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    -   718
 

Sohn des Grafen Gerwin, der am Ausgang des 7. Jahrhunderts die Grafschaft Paris verwaltet hatte (Ahnherr der WIDONEN) und der Gunza, Schwester des Bischofs Basin von Trier
 

Liutwin, ein zuverlässiger Parteigänger Karl Martells, verwaltete neben seinem Bistum die Reimser Kirche und dazu vielleicht noch die Kirche von Laon und vererbte diese kirchenrechtlich unzulässige Personalunion auch noch auf Jahrzehnte seinem Sohn Milo. Er könnte der Stammvater der SALIER sein.

Mitterauer Michael: Seite 68-71
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"Karolingische Markgrafen  im Südosten"

Liutwin gehörte zu den einflußreichsten Anhängern Karl Martells, wie überhaupt die Familie seit ihrem ersten Auftreten mit den ARNULFINGERN verbunden erscheint. Er gründete die Abtei Mettlach und brachte sie an das Hochstift.

Schreibmüller Hermann: Seite 179-181
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"Die Ahnen Konrads II. und Bischof Brunos von Würzburg"

Die frühesten Spuren des salischen Geschlechts führen uns in die Mosellande nach Trier, wo Franken schon in der römischen Kaiserzeit nachweisbar sind. Wie in der Stammtafel KARLS DES GROSSEN der Metzer Bischof Arnulf (614) an der Spitze steht, so finden wir noch im selben Jahrhundert (698) als Ahnherrn der SALIER den Trierer Bischof Liutwin (Leodoin, Leodonius). Voraus geht ihm als Bischof Basin; ob dieser Liutwins Onkel war, wie viel spätere Quellen berichten, ist nicht sicher.
Dem Bischof Liutwin sind seit dem 11. Jahrhundert mehrere Lebensbeschreibungen gewidmet worden, die aber als Erbauungsschriften geschichtlich fast wertlos sind. Als Eltern Liutwins nennt die früheste einen gewissen Gewin aus "senatorischem" Geschlecht, ja königlichem Blut, und eine gewisse Gunza.
Nach den späteren Lebensbeschreibungen soll Liutwin vorher ein sehr hoher Beamter (Herzog) gewesen sein. Dann wurde er Bischof von Trier, zunächst neben Basin, seit 700 selbständig bis etwa 720. Geschichtlich Zuverlässiges wissen wir über Liutwin trotz seiner Lebensbeschreibungen nur wenig. Unsicher ist die Angabe, daß er zugleich Bischof von Laon und Reims war, doch ist wenigstens das zweite sehr wahrscheinlich, waren doch Häufungen von Bistümern in einer Hand damals nichts Seltenes. Im Gegensatz zu seinem Sohn und Nachfolger Milo scheint Liutwin seines bischöflichen Amtes gut gewaltet zu haben. Er bedachte die Klöster reichlich und gründete auf eigenem und gekauftem Grund und Boden an der Saar das Kloster Mettlach (Mediolacum). Als er in Reims gestorben war, wurde er von Milo und den Trierern heimgebracht und in Mettlach beigesetzt, wo man ihn später als "besonderen Schutzherrn" (patronus specialis) verehrte. An Liutwin erinnert noch der "Lutwinuswald". Auf Liutwin folgte als Bischof von Trier sein Sohn Milo.
 
 
 
 

Kinder:
 Wido Graf
         -   739

  Milo Bischof von Trier und Reims
         -   757
 
 
 
 

Literatur:
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Mitterauer Michael: Karolingische Markgrafen im Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band 123. Hermann Böhlaus Nachf./Graz-Wien-Köln 1963 Seite 68-71 - Schreibmüller, Hermann: Die Ahnen Kaiser Konrads II. und Bischof Brunos von Würzburg, in Herbiopolis Jubilans. 1200 Jahre Bistum Würzburg Festschrift zur Säkularfeier der Erhebung der Kiliansreliquien Würzburger Diözesangeschichtsblätter 14/15 1952 Seite 179-181 -