Sohn des Grafen Gerwin, der am Ausgang des 7. Jahrhunderts
die Grafschaft Paris verwaltet hatte (Ahnherr der WIDONEN)
und der Gunza, Schwester des Bischofs Basin von Trier
Liutwin, ein zuverlässiger Parteigänger Karl Martells, verwaltete neben seinem Bistum die Reimser Kirche und dazu vielleicht noch die Kirche von Laon und vererbte diese kirchenrechtlich unzulässige Personalunion auch noch auf Jahrzehnte seinem Sohn Milo. Er könnte der Stammvater der SALIER sein.
Mitterauer Michael: Seite 68-71
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"Karolingische Markgrafen im Südosten"
Liutwin gehörte zu den einflußreichsten Anhängern Karl Martells, wie überhaupt die Familie seit ihrem ersten Auftreten mit den ARNULFINGERN verbunden erscheint. Er gründete die Abtei Mettlach und brachte sie an das Hochstift.
Schreibmüller Hermann: Seite 179-181
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"Die Ahnen Konrads II. und Bischof Brunos von Würzburg"
Die frühesten Spuren des salischen
Geschlechts führen uns in die Mosellande nach Trier, wo
Franken schon in der römischen Kaiserzeit nachweisbar sind. Wie in
der Stammtafel KARLS DES GROSSEN der
Metzer Bischof Arnulf (614) an der Spitze steht, so finden wir noch im
selben Jahrhundert (698) als Ahnherrn der SALIER
den Trierer Bischof Liutwin (Leodoin, Leodonius).
Voraus geht ihm als Bischof Basin; ob dieser Liutwins
Onkel war, wie viel spätere Quellen berichten, ist nicht sicher.
Dem Bischof
Liutwin sind seit dem 11. Jahrhundert
mehrere Lebensbeschreibungen gewidmet worden, die aber als Erbauungsschriften
geschichtlich fast wertlos sind. Als Eltern Liutwins
nennt die früheste einen gewissen Gewin aus "senatorischem"
Geschlecht, ja königlichem Blut, und eine gewisse Gunza.
Nach den späteren Lebensbeschreibungen soll Liutwin
vorher
ein sehr hoher Beamter (Herzog) gewesen sein. Dann wurde er Bischof von
Trier, zunächst neben Basin, seit 700 selbständig bis etwa 720.
Geschichtlich Zuverlässiges wissen wir über Liutwin
trotz
seiner Lebensbeschreibungen nur wenig. Unsicher ist die Angabe, daß
er zugleich Bischof von Laon und Reims war, doch ist wenigstens das zweite
sehr wahrscheinlich, waren doch Häufungen von Bistümern in einer
Hand damals nichts Seltenes. Im Gegensatz zu seinem Sohn und Nachfolger
Milo
scheint Liutwin
seines bischöflichen Amtes gut gewaltet zu haben. Er bedachte
die Klöster reichlich und gründete auf eigenem und gekauftem
Grund und Boden an der Saar das Kloster Mettlach (Mediolacum). Als er in
Reims gestorben war, wurde er von Milo und den Trierern heimgebracht
und in Mettlach beigesetzt, wo man ihn später als "besonderen Schutzherrn"
(patronus specialis) verehrte. An Liutwin
erinnert
noch der "Lutwinuswald". Auf Liutwin
folgte als Bischof von Trier sein Sohn Milo.
Kinder:
Wido Graf
-
739
Milo Bischof von Trier und Reims
-
757
Literatur:
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Mitterauer Michael: Karolingische Markgrafen im
Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band 123.
Hermann Böhlaus Nachf./Graz-Wien-Köln 1963 Seite 68-71 - Schreibmüller,
Hermann: Die Ahnen Kaiser Konrads II. und Bischof Brunos von Würzburg,
in Herbiopolis Jubilans. 1200 Jahre Bistum Würzburg Festschrift zur
Säkularfeier der Erhebung der Kiliansreliquien Würzburger Diözesangeschichtsblätter
14/15 1952 Seite 179-181 -