Begraben: Halberstadt Dom
Sohn des N.N.
Althoff Gerd: Seite 296
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"Adels- und Königsfamilien
im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"
B 22
Lü:
7.4. Liudolfus
aps
+ 1008 Trier
Me: 6.4.
Liudolfus aps Treuer(ensis)
(Es.)
Liudolf
stammte
aus Sachsen, war Domherr in Hildesheim, Propst in Goslar
und wahrscheinlich Kapellan OTTOS III.;
Löhnert, Personal- und Amtsdaten der Trierer Erzbischöfe, Seite
18f.; FW B 109.
Zum Todesdatum siehe BG 1680b; begraben wurde
Liudolf im
Dom zu Halberstadt.
Seinen Tod meldet das Necrolog von Magdeburg zum 7.
April. Angesichts dieser Nachrichten ist die Herkunft
Liudolfs aus
einer einflußreichen sächsischen Adelsfamilie wohl gesichert,
ohne daß diese bisher namhaft gemacht werden kann.
Görich Knut: Seite 142
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"Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus."
Erzbischof Liudolf von Trier nahm im März/April 996 an einem Placitum in Verona teil und kann daher als Teilnehmer des 1. Italienzuges gelten.
Finckenstein Finck von:
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"Bischof und Reich"
Auf den Sohn des Grafen von Holland folgte der Sachse
Liudolf (994-1008) auf dem Trierer Erzstuhl. Liudolf
ist Domherr in Hildesheim und wahrscheinlich auch Mitglied
der Hofkapelle gewesen. Aus seinem Besitz bei Quedlinburg in der Diözese
Halberstadt und seiner Zugehörigkeit zum Hildesheimer Domkapitel kann
wohl adelige Herkunft geschlossen werden. Die Umstände seiner Erhebung
sind, außer seiner Weihe durch seinen Suffragan Adalbero von Metz,
unbekannt. Zu seinem Pontifikat ist die Quellenlage dürftig. Als Intervenient
in Königsurkunden begegnet er nicht. 995 vermittelte er auf der Synode
von Mouzon im Streit um den Reimser Erzstuhl. Wohl noch im gleichen Jahr
hat er an einer Synode der Diözese Hildesheim unter dem Vorsitz Bischof
Bernwards, vermutlich in Gandersheim, in Gegenwart OTTOS
III. und des Erzbischofs Willigis von Mainz teilgenommen, deren
Verhandlungsgegenstände wir leider nicht kennen. Liudolfs
Anwesenheit auf der Synode zu Frankfurt am 15. August 1001, auf
welcher über den "Gandersheimer Streit" beraten wurde, bezeugt Thangmar
in seiner vita Bernwardi. Ein letztes Mal begegnet er auf der Synode in
Mainz 1007, wo er an den Verhandlungen zur Gründung des Bistums Bamberg
teilgenommen hat. So ist der Erzbischof nur in kirchlichen Angelegenheiten
nachweisbar, sein reichspolitisches Wirken bleibt im Dunkel. Er starb am
7. April 1008 in seiner sächsischen Heimat und wurde im Dom
zu Halberstadt begraben, ein Zeugnis für seine enge Bindung an sein
Heimatbistum.
Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im
Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der
Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 296
B 22 - Finckenstein, Albrecht Graf Finck von: Bischof und Reich.
Untersuchungen zum Integrationsprozeß des ottonisch-frühsalischen
Reiches (919-1056), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1989 - Görich
Knut: Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen
1995 Seite 142 -
Schneidmüller, Bernd/Weinfurter Stefan/Hg.):
Otto III. - Heinrich II. Eine Wende?, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen
1997, Seite 179A,181 - Thietmar von Merseburg: Chronik. Freiherr
vom Stein-Gedächtnisausgabe, Seite 134,280 -