Erzbistum Salzburg
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1331
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Salzburg
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Erzbistum

A. ANTIKE/FRÜHMITTELALTER (IUVAVUM)

Bei der Eingliederung des keltischen Königreiches Noricum in das Römische Reich 15 v. Chr. leisteten nur die im Pinzgau ansässigen Ambisonten bewaffneten Widerstand. Die keltischen Höhensiedlungen auf dem Rainberg, dem Festungsberg und dem Kapuzinerberg (im Stadtgebiet von Salzburg) wurden von einer Talsiedlung am linken Salzachufer abgelöst, deren keltischer Name Iuvavum nicht sicher gedeutet werden kann. Erste Wohnviertel entstanden in der Spätzeit des Augustus, unter Kaiser Claudius erhielt Iuvavum um 45. n. Chr. Municipalrecht. Der Stadtbezirk, der die Nord-West-Ecke der Provinz Noricum bildete, war größer als das heutige Land und umfaßte den gesamten Chiemgau bis zum Innbogen. Von der Blüte im 1. und 2. Jh. n. Chr. zeugen großzügige Wohnhäuser mit prachtvollen Mosaiken aus heimischen Werkstätten, ein mächtiger (Asklepios?-)Tempel und wahrscheinlich ein Kapitol auf dem Festungsberg. Die Verbindung von Iuvavum über den Radstädter Tauernpaß und Kärnten nach Aquileia zählte zu den bedeutendsten römischen Alpenstraßen. Die Bevölkerung bildeten romanisierte Kelten, nur die leitenden Positionen in Verwaltung und Militär waren mit römischen Bürgern besetzt. Auf die Zerstörung im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. erfolgte der Wiederaufbau in verkleinerten Umfang. Im 3. und 4. Jh. führte die permanente Bedrohung durch die Alamannen zum Bevölkerungsrückgang und zur Aufgabe der zahlreichen römischen Gutshöfe auf dem Land. In der Vita des heiligen Severinus, der um 470 nach Cucullis (Kuchl) und Iuvavum kam, wird neben der frühchristlichen Gemeindekirche auch ein Kloster erwähnt. Im 4. und 5. Jh. zog sich die Bevölkerung in Kuchl auf den Georgenberg und in Iuvavum auf die befestigte Nonnbergterrasse (einschließlich Festungsberg) zurück, während die Talsiedlungen aufgegeben und zerstört wurden. In der 2. Hälfte des 6. Jh. besiedelten die Bayern das Alpenvorland (Flachgau) und das fruchtbare inneralpine Becken von Saalfelden. Während sich im Lurngau und in einigen Salzachnebentälern Slaven niederließen, hielten sich im südlichen Salzburger Becken bis zum Paß Lueg geschlossene romanische Bevölkerungsgruppen, deren Sprache über die Jahrtausendwende lebendig blieb. Um 700 ließ sich der aus fränkischem Hochadel stammende Bischof Rupert von Worms nach einem gescheiterten Missionsversuch bei den Avaren in Seekirchen am Wallersee nieder. Von Herzog Theodo erhielt er das zerstörte Iuvavum, das als Municipium die rechtliche Voraussetzung für einen Bischofssitz bot. Rupert errichtete ein Peterskloster und eine stattliche Kirche an der Stelle der späteren Dombauten. In der befestigten Hochsiedlung auf der Nonnbergterasse (castrum superius) gründete Rupert um 712/15 das Frauenkloster der heiligen Maria unter der Leitung seiner Nichte Erintrudis. Das "adlige Damenstift" Nonnberg war zunächst ein Herzogskloster der AGIGOLFINGER. Von den Herzögen Theodo und Theodbert erhielt Rupert reichen Besitz, darunter den Großteil der Quellsalinen von Reichenhall. Nach dem dort gewonnenen Salz erhielt Iuvavum den deutschen Namen Salzburg, der in der Via Bonifatii um 755 erstmals genannt wird. Auch die AGILOLFINGER hatten sich Positionen in Salzburg vorbehalten: Theodebert und sein Sohn Hucbert residierten wohl im castrum superius auf der Nonnbergterasse, unter Tassilo III. wird 788 eine Pfalz (curtis publica) genannt.

B. MITTELALTER

I. ERZBISTUM

1. Erzbistum und Missionszentrum
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Herzog Theodo hatte 716 mit Papst Gregor II. die Errichtung von Bistümern in Bayern vereinbart, wobei Regensburg als Metropolitansitz ausersehen war. In päpstlichen Auftrag errichtete Bonifatius 739 die Diözese Salzburg, wo er Johannes als Bischof einsetzte, Regensburg, Passau und Freising. Der hochgebildete irische Missionar Virgil machte seit 746/47 als Abt und seit 749 als Bischof Salzburg zu einem Zentrum der Bildung, Kunst und Kultur. Der von ihm erbaute Dom war vielleicht als Krönungskirche der AGILOLFINGER konzipiert. Zur Domweihe 774 überführte man die Gebeine Ruperts aus Worms, der zunächst zum zweiten Schutzheiligen des Doms, im Spätmittelalter zum Landespatron von Salzburg wurde. Virgil konnte das bischöfliche Eigenkirchenrecht bei allen Salzburger Klöstern und auch bei zahlreichen Kirchen durchsetzen. Dank der Schenkungen der AGILOLFINGER wurde Salzburg zum reichsten bayerischen Bistum. Die erfolgreiche Mission im slavischen Karantanien führte zu dessen Eingliederung in die Diözese Salzburg. Im Streit zwischen Salzburg und dem Patriarchat Aquileia, das ältere Ansprüche auf Karantanien geltend machte, legte KARL DER GROSSE 811 auf Drau als Grenze zwischen den beiden Kirchenprovinzen fest. Virgils Nachfolger Arn(o) hat nach vergeblichen Vermittlungsversuchen zwischen Tassilo III. und KARL DEM GROSSEN mit dem Frankenkönig eng zusammengearbeitet und als Königsbote (missus dominicus) wichtige diplomatische Aufgaben erfüllt. Zur Sicherung des Kirchenbesitzes ließ er die ältesten Salzburger Güterverzeichnisse (Notitia Anonis 788/790, Breves Notitiae ab 798) anlegen, auf deren Grundlage KARL DER GROSSE 790 den Kirchenbesitz bestätigte. Die gleichzeitig verliehene Immunität führte zur Bestellung von Vögten, unter denen sich seit dem 10. Jh. die SIGHARDINGER als Haupt- und Erbvögte durchsetzen. Auf Anordnung des Königs erhob Papst Leo III. Arn 798 zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Regensburg, Passau, Freising, Säben und kurzzeitig Neuburg an der Donau wurden Salzburg als Suffraganbistümer unterstellt. Die Erzdiözese Salzburg umfaßte den bayerischen Chiemgau, Tirol bis zum Zillertal, Salzburg, Kärnten, Steiermark und das südliche Niederösterreich. Der Raum von Wien wurde 829 an Passau abgetreten. Zu Beginn der Avarenkriege 796 erhielt Salzburg ein Missionsgebiet in Pannonien um den Plattensee von der Raab im Westen und der Drau im Süden bis an die Donau im Norden und Osten. Die Erzbischöfe übernahmen dort selbst die Leitung der Mission, die seit der Einsetzung des Slaven-Fürsten Privina um 840 die Salzburger Missionstätigkeit. Als Dokumentation für den Prozeß gegen Erzbischof Method 870 in Regensburg wurde die Conversio Bagoariorum er Carantanorum" verfaßt. Mit den Einfällen der Ungarn ging das pannonische Missionsgebiet verloren.

2. Geistliches Fürstentum
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Herzog Arnulf von Bayern erhielt 920 von König HEINRICH I. das Recht, die bayerischen Bistümer, darunter auch Salzburg, zu besetzen. Erzbischof Herold wurde 955 wegen Teilnahme am Aufstand gegen König OTTO I. geblendet und verbannt. Damit ging den Salzburger Erzbischöfen die Stellung als Erzkapellan des Ostfränkischen Reiches verloren. Erzbischof Friedrich I. trennte im Rahmen der Reichskirchenreform 987 die Abtei St. Peter vom Erzbistum, gab ihr eine eigene Ausstattung und einen eigenen Abt. Von Salzburg aus hat die Reform vor allem die Klöster in Kärnten und Steiermark erfaßt. Die strengere Reform von Cluny fand über Hirsau und Admont erst im 12. Jh. Eingang in die Erzdiözese. Erzbischof Hartwig hat den Dom umgebaut (Hartwig-Dom). Erzbischof Thietmar II. erhielt 1026 von Papst Johannes XIX. das Recht auf Benutzung eines Vortragekreuzes, einen rotgezierten Pferdes und die Vollmacht, in dringenden Fällen anstelle des Papstes zu entscheiden. Darauf gehen Legatenwürde und Legatenpurpur der Salzburger Erzbischöfe zurück. Seit KONRAD III. sind die Erzbischöfe ständige Legaten (Legati nati) für ihre Kirchenprovinz. Erzbischof Gebhard errichtete 1072 in Gurk (Kärnten) das erste Salzburger "Eigenbistum", an dem er den Bischof ohne Mitwirkung von Papst und Kaiser bestimmen, einsetzen und mit den Regalien investieren konnte. Unter Erzbischof Eberhard II. kamen drei weitere Eigenbistümer in Chiemsee (1216), Seckau (1218) und Lavant (1226) hinzu. Die Würde eines Primas Germaniae, die den Salzburger Erzbischöfen bis heute zukommt, geht auf den Rangstreit mit Magdeburg zurück und konnte erst nach der Sakularisation dieses Erzbistums 1648 gesichert werden. Im Investiturstreit zählten die Salzburger Erzbischöfe zu den Führern der päpstlichen Partei. Gebhard und Konrad I. mußten nach Sachsen ins Exil. Nach seiner Rückkehr 1121 sicherte Konrad I. den weitgestreuten Kirchenbesitz durch den Bau starker Burgen und besetzte die führenden Positionen in Militär, Verwaltung und Gerichtsbarkeit mit verläßlichen Ministerialen. Im Verlaufe der Salzburger Augustinerchorherrenreform wurden 17 Stifte mit dem Domkapitel an der Spitze reformiert bzw. neu gegründet. Im Alexandrinischen Schisma ergriffen die Erzbischöfe Eberhard I., Konrad II. und Adalbert II. (III.) für Papst Alexander III. Partei, worauf Kaiser FRIEDRICH I. 1166 über seinen Onkel, Konrad II., und das Erzstift Salzburg die Reichsacht verhängte. 1169 übernahm der Kaiser Salzburg in die Verwaltung des Reiches und setzte 1174 seinen Neffen Adalbert II. als Erzbischof ab. Im Frieden von Venedig 1177 wurde Kardinal Konrad von Wittelsbach für den Verzicht auf das Erzbistum Mainz mit Salzburg entschädigt. Er ließ den romanischen Dom errichten (1198 vollendet) und führte den Wiederaufbau von Salzburg durch. Erzbischof Adalbert II. vollzog in seiner zweiten Amtszeit (1183-1200) den Übergang ins kaiserliche Lager. Erzbischof Eberhard II. war als geistlicher Reichsbischof (der princeps-Titel wurde erstmals von FRIEDRICH I. 1160 verwendet) ein entschiedener Parteigänger der STAUFER, mit deren Hilfe er aus Grafschaften, Gerichten und Vogteien ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet als geistliches Fürstentum aufbaute. Durch gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen verschaffte er der um 1185 eröffneten Saline Hallein die führende Position im SO-Alpenraum. Mit der Einziehung der Vogteirechte sicherte er den Fortbestand der geistlichen Herrschaft. Als treuer Helfer Kaiser FRIEDRICHS II. starb er im Kirchenbann. In den folgenden Wirren unter dem Elekten Philipp von Spanheim, der den Übergang ins päpstliche Lager vollzog, wurde Ottokar II. Premysl vom Papst mehrfach mit dem Schutz des Erszstiftes betraut. Erzbischof Friedrich II. von Walchen hatte als Parteigänger RUDOLFS VON HABSBURG entscheidenden Anteil an dessen Sieg über Otakar II. Premysl. Nach jahrelangen Kämpfen gegen Herzog Abrecht I. von Österreich, die 1297 beigelegt wurden, nahmen die Erzbischöfe wieder für die HABSBURGER Partei und unterstützten FRIEDRICH DEN SCHÖNEN im Kampf um die Königskrone. Die schwere Niederlage gegen LUDWIG DEN BAYERN bei Mühldorf 1322 führte zur endgültigen Lösung Salzburgs vom Herzogtum Bayern.


Trillmich Werner: Seite 98
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"Kaiser Konrad II. und seine Zeit"

Die Herrschaft des Königs beruhte weitgehend auf seiner Verfügungsgewalt über die Kirche, deren Bistümer Bonifatius 738/39 begründet hatte. Salzburg erhob KARL DER GROSSE 798 zum Erzbistum mit Regensburg, Freising, Passau und Säben als Suffraganen. Seit karolingischer Zeit betrieben Bayerns Priester eifrig und erfolgreich Slawenmission. Regensburger wirkten in Böhmen, doch wurde ihrem Einfluß 973 durch die Errichtung des Mainz zugewiesenen Bistums Prag ein Riegel vorgeschoben. Passau wirkte zusammen mit dem 777 errichteten Missionskloster Kremsmünster im Karpatenbecken, auch unter heidnisch-magyarischer Herrschaft. Salzburg vollendete die Christianisierung Kärntens, dessen Missionierung Kloster Innichen 769 eingeleitet hatte. Während der Ungarneinfälle des 10. Jahrhunderts erlitt das Vermögen der bayerischen Kirche schwerste Einbußen. Erst seit der Niederwerfung der herzoglichen Rebellion im Jahre 976 einzelne Domstifte von den Herrschern so reichliche Zuwendungen, dass HEINRICH II. sie und die reformierten Klöster gegen das von ihm geschaffene Amtsherzogtum ausspielen konnte. Der Adel nahm diese Entwicklung hin, da viele seiner Angehörigen geistliche Pfründen oder Hochstiftsvogteien innehatten.
Salzburg umfaßte als Missionserzbistum ursprünglich den Raum vom mittleren Inn und der Ziller bis zur Theiß und von der Donau bis nach Friaul, doch wurde 841 die Drau als Grenze gegen das Patriarchat Aquileia festgelegt. Wenig später ging das Donautal an Passau verloren. Vor Ungarn mußten die deutschen Priester hinter den Ostrand der Alpen zurückweichen. Um die Verselbständigung weiterer Gebiete zu verhindern, hob man 945 das Amt des in Maria Saal residierenden Chorbischofs für Kärnten auf. Außer Streubesitz in Altbayern verfügte Salzburg über Ländereien an der Salzach, im Pongau, an der Ziller, Mur, auf dem Zollfelde, in der Mark hinter dem Drauwalde bei Pettau und Radkersburg, um Traismauer, seit 1020 sogar zwischen Leitha und Fischa an der ungarischen Grenze. Verbunden waren damit ausbaufähige Forst-, Jagd- und Fischereirechte oder Markt-, Münz- und Zollprivilegien. Beträchtliche Einkünfte erbrachten Salinen in Hallstadt, Hallein und Reichenhall. Für die Reichspolitik aber war die auf dünn besiedelte Gebirgslandschaften beschränkte Diözese von geringem Wert. Ihre Leitung lag meist in den Händen einheimischer Herren aus hohem Adel.
 
 
Flobrigis    um 730
Johann I.    um 739 
Virgilius    um 780 
Arn                Erzbischof seit 798   785- 821 
Adalram   821- 836 
Liutprand   836- 859 
Adalwin   859- 873 
Adalbert I.      873 
Dietmar I.   873- 907 
Pilgrim I.   907- 923 
Adalbert II.   923- 935 
Egilolf   935- 939 
Herold          + 984   939- 958 
Friedrich I.   958- 991 
Hartwig   991-1023 
Gunther  1024-1025 
Dietmar II.  1025-1041 
Balduin  1041-1060 
Gebhard von Helffenstein  1060-1088
Sedisvakanz  1088-1090 
Thimo von Medling  1090-1101 
Sedisvakanz  1101-1106 
Konrad I. von Abenberg  1106-1147 
Eberhard I. von Hilpoltstein-Biburg  1147-1164 
Konrad II. von Babenberg  1164-1168
Adalbert III. von Böhmen  1168-1177
Konrad III. von Wittelsbach  1177-1183 
Adalbert III.von Böhmen  1183-1200
Eberhard II. von Truchsen  1200-1246
Bernhard I. Graf von Ziegenhain      1247 
Philipp von Kärnten  1247-1256 
Ulrich von Seckau  1256-1265 
Wladislaw von Schlesien-Liegnitz  1265-1270 
Friedrich II. von Walchen  1270-1284
Rudolf von Hoheneck  1284-1290 
Konrad IV. von Breitenfurt  1291-1312
Weikhard von Pollheim  1312-1315 
Friedrich III. von Leibnitz  1315-1338 
Heinrich Pirnbrunner  1338-1343 
Ordulf von Weißeneck  1343-1365
Pilgrim II. von Puchheim  1365-1396 
Gregor Schenk von Osterwitz  1396-1403 
Eberhard III. von Neuhaus  1403-1427 
Eberhard IV. von Starhemberg  1427-1429 
Johann II. von Reichensperg  1429-1441 
Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg  1441-1452 
Sigismund I. von Volkersdorf  1452-1461 
Burkhard von Weißbrüch  1461-1466 
Bernhard II. von Rohr  1466-1482 
Bernhard III. Peckenschlager  1482-1489 
Friedrich V. Graf von Schauenburg  1489-1494 
Sigismund II. von Holneck  1494-1495 
Leonhard von Keutschach  1495-1519 
Matthäus Lang von Wellenburg  1519-1540
Ernst Herzog von Bayern  1540-1554 
Michael Graf von Khünburg  1554-1560
Johann Jakob Khün von Bellasy  1560-1586 
Georg Graf von Khünburg  1586-1587 
Wolfgang Dietrich von Raitenau  1587-1612 
Marcus Sittich Graf von Hohenems  1612-1619 
Paris Graf Lodron  1619-1653 
Guidobald Graf von Thun  1654-1668 
Maximilian Gandolf Graf von Khünburg  1668-1687 
Johann Ernst Graf von Thun  1687-1709 
Franz Anton Graf von Harrach  1709-1727 
Leopold Anton Graf von Firmian  1724-1744
Jakob Ernst Graf von Liechtenstein-Castelcorno  1745-1747 
Andreas Jakob Graf von Dietrichstein  1747-1753 
Sigismund III. Graf von Schrattenbach  1753-1771 
Hieronymus Graf von Colloredo  1771-1812
Sedisvakanz  1812-1816 
Leopold Maximilian Graf von Firmian  1816-1822 
Augustin Gruber  1823-1835 
Friedrich Prinz von Schwarzenberg  1836-1850 
Maximilian Josef von Tarnozyn  1851-1876
Franz Albert Eder  1876-1890
Johann Evangelista Haller  1890-1901 
Johann Katschthaler  1901-