Konrad II. von Babenberg                         Erzbischof von Salzburg (1164-1166)
--------------------------------                        Bischof von Passau (1148-1164)
1120-28.9.1168
 

Jüngerer Sohn des Markgrafen Leopold III. der Fromme von Österreich aus seiner 2. Ehe mit der Agnes von Waiblingen, Tochter von Kaiser HEINRICH IV.
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Seite 1354
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Konrad,  Bischof von Passau 1148-1164
---------- Erzbischof von Salzburg 1164-11168
* um 1125, + 28. September 1168
                    Admont

6. Sohn des Markgrafen Leopold III. von Österreich aus dem Geschlecht der BABENBERGER

Durch seinen Halbbruder, König KONRAD III., fand Konrad 1139 Aufnahme in dessen Hofkapelle und diente in verschiedenen geistlichen Ämtern als zuverlässige Stütze des staufischen Königtums, so als Kanoniker im Kölner Domstift, als Dompropst zu Utrecht (1142) und Hildesheim (1143), schließlich als Bischof von Passau. Doch weder die familiären Verbindungen an KONRAD III. und FRIEDRICH I. noch babenbergische Familieninteressen hinderten Konrad daran, energisch die Rechtspositionen seines Bistums gegenüber den beiden Herrschern und Herzog Heinrich II. von Österreich zu vertreten und den Ausbau einer bischöflichen Territorialherrschaft zu verfolgen. 1161 ging die Reichsabtei Niedernburg in Passauer Besitz über, schon 1159 hatte Konrad als Gerichtsherr von St. Pölten den Bürgern ein Gerichtsbarkeitsprivileg verliehen, das als ältestes Stadtrecht auf österreichischem Boden gilt. Im Alexandrinischen Schisma unterzeichnete er zwar 1160 in Pavia die Beschlüsse des Konzils zur Anerkennung des kaiserlichen Gegenpapstes Viktor IV., jedoch nur unter dem Vorbehalt einer späteren Revision des Verfahrens. Als Sympathisant des Papstes Alexander III. wurde Konrad am 29. Juni 1164 von Klerus und Ministerialität des Erzstiftes Salzburg zum Erzbischof gewählt.

Literatur:
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ADB XVI, 615 - NDB 12, 525 - L. Lüpkes, K., Bf. v. Passau, Ebf. v. Salzburg, 1880 - F. Hausmann, Reichskanzlei und Hofkapelle unter Heinrich V. und Konrad III, 1956, 297 - S. Wach, Ebf. K. II. v. Salzburg (Diss. masch. Wien 1965) - Gesch. Salzburgs, hg. H. Dopsch, Bd. I, 1981, 284 - A. Zurstrassen, Die Passauer Bf.e des 12. Jh., 1989.


HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Gewin Dr. J.P.J.: Seite 126
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32. Konrad
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Bischof von Passau 1148-1164: Meiller (unter Heinrich II.) Regg. 21, 22, 23, 25, 27, 34, 41, 45, 46, 51
Erzbischof von Salzburg 1164-1168.

Note:
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Da es lediglich unsere Aufgabe ist, den Anfängen der großen Geschlechter nachzuforschen und das Leben der Angehörigen im Hochmittelalter in großen Zügen darzustellen, beenden wir auch hier dieses Kapitel beim Ausgang des 12. Jh.


Konrad I. stand ständig gegen den Bruder wegen Kompetenzen und Rechten und wurde 1164 Erzbischof von Salzburg. Er stand gegen die Gegen-Päpste des kaiserlichen Neffen FRIEDRICH I. im Schisma und wurde daher 1166 abgesetzt.
 
 
 
 

Literatur:
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Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 358 A. 37 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag München, Seite 160,168 - Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 139,165,355 A 2,360 A 26,361 A 30,395 A 29 - Pohl Walter: Die Welt der Babenberger. Schleier, Kreuz und Schwert, hg. von Brigitta Vacha, Verlag Styria, Seite 132,155,162-165,259 - Wies, Ernst W.: Kaiser Friedrich Barbarossa. Mythos und Wirklichkeit, Bechtle Esslingen 1999, Seite 192,195,203,285 -