Engelhard (Ekkehard)                               Erzbischof von Magdeburg (1051-1063)
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    -31.8.1063
 

Sohn des N.N.
 

Althoff Gerd: Seite 320
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                                                                    B 114

Lü:       31.8.  Ekkehardus aps      +  1063    Magdeburg

Am 31. August verstarb der Erzbischof Engelhard von Magdeburg. Der Name scheint in Lüneburg verderbt wiedergegeben zu sein, an der Idenität mit dem genannten Erzbischof ist wohl nicht zu zweifeln.
Engelhard stieg in der Hofkapelle auf, gehörte dem Kapitel von St. Simon und Juda in Goslar und dem Würzburger Domkapitel an, scheint jedoch als Magdeburger Erzbischof nur wenig Anteil an der Reichspolitik gehgabt zu haben; vgl. Claude, Geschichte des Erzbistums Magdeburg 1, Seite 314-317 und FW B 147.


Engelhard stieg in der Hofkapelle auf, gehörte dem Kapitel von St. Simon und Juda in Goslar und dem Würzburger Domkapitel an, scheint jedoch als Magdeburger Erzbischof nur wenig Anteil an der Reichspolitik gehabt zu haben.

Black-Veldtrup Mechthild: Seite 203-205
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"Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische Studien"

Der Magdeburger Erzbischof Engelhard (1051-1063), der unter HEINRICH III. nicht am Hof nachzuweisen ist, suchte HEINRICH IV. und Agnes während der Zeit der Regentschaft mindestens zweimal auf: Zunächst nahm er in Anwesenheit des Hofes und von insgesamt 14 Erzbischöfen und Bischöfen an der Bischofsweihe Gundekars von Eichstätt teil, die am 27. Dezember 1057 in Pöhlde stattfand, und sicher darf man ihn auch unter den alios regni principes vermuten, die bereits das Weihnachtsfest gemeinsam in Goslar begangen hatten; darüberhinaus ist er 1060 in Corvey nachweisbar, wo HEINRICH IV. auf seine Bitten hin dem Erzbistum Magdeburg die Güter schenkte, die er von dem Kanoniker Liudger geerbt hatte. Während der Regentschaft der Kaiserin ist eine Entspannung des Verhältnisses zwischen der Magdeburger und der Halberstädter Kirche zu verzeichnen: Lampert berichtet zum Jahre 1059 davon, dass Engelhard den todkranken Bischof Burchard I. besuchte.
Auf eine bestimmende Rolle Erzbischof Engelhards während der Regentschaft der Erzbischöfe Anno und Adalbert möchte man trotz seiner Intervention in den DD 104 nicht schließen.
 
 
 
 

Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 320 B 114 -
Black-Veldtrup, Mechthild: Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische Studien, Böhlau Verlag Köln 1995, Seite 203-205,243 - Claude, Dietrich: Geschichte des Erzbistums Magdeburg bis in das 12. Jahrhundert. Böhlau Verlag Köln Wien 1972, Seite 314-322 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 71, 85 A.331 -