Friedrich I.                                                Erzbischof von Köln (1100-1131)
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    -25.10.1131
     Burg Wolkenburg

Begraben: Kloster Siegburg

Jüngerer Sohn des Grafen Berthold I. von Schwarzenburg und der Richardis von Istrien, Tochter von Markgraf Engelbert I.
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 963
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Friedrich I., Erzbischof von Köln 1100-1131
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* um 1075, + 25. Oktober 1131
                    Burg Wolkensburg

Begraben: Kloster Siegburg

Sohn Bertholds I. von Schwarzenburg in Bayern, über seine Nichten mit den Grafen von Saffenburg, Champagne, Nevers und Berg verwandt; Großoheim der Kölner Erzbischöfe Friedrich II. und Bruno III. (1191-1193); Kanoniker in Bamberg und Speyer; nach Studium in Bamberg und Frankreich von HEINRICH IV. zum Erzbischof von Köln erhoben. Friedrich I. trat 1106 zu HEINRICH V. über und geriet bald in Konflikt sowohl mit der Stadt Köln als auch mit der Kurie, die ihn mehrfach suspendierte. Aus territorialpolitischen Gründen wandte er sich 1114 von HEINRICH V. ab, entfachte noch im gleichen Jahr den niederrheinischen Aufstand gegen den Kaiser und trat bei der Königswahl von 1125 für den Grafen Karl von Flandern ein. Sein zeitweise gespanntes Verhältnis zu LOTHAR III. wurzelte jedoch im beiderseitigen Interessen an Westfalen, wo Friedrich Ansätze für die Territorialherrschaft seiner Nachfolger schuf. Er sicherte den Süden des Erzstifts (Burgen Rolandseck, Wolkenburg), dehnte trotz der sich anbahnenden Rivalität zwischen den Häusern BERG und ARE den Kölner Lehnshof aus, förderte zunächst die Klöster der Siegburger Reform, später die neuen Orden (Gründung von Kamp 1123). Seine Freundschaft mit dem Abt Rupert von Detz, sein Vorgehen gegen den Ketzer Tanchelm (1112), sowie zahlreiche Diözesan- und Provinzialsynoden zeugen von seinem geistlichen Eifer.

Quellen:
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R. Knipping, Die Reg. der Ebf.e v. Köln im MA II, 1901, 1-286.

Literatur:
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ADB VII, 535-538 - LThK IV, 382f. - NDB V, 511 - E. Wisplinghoff, F. I., Ebf. v. Köln (1100-1131) [Diss. masch. Bonn 1951] - G. Wunder, Die Verwandtschaft des Ebf.s F. I. v. Köln, AHVN 166, 1964, 25-54 - F.W. Oediger, Gesch. des Ebm.s Köln I, 1972, 131-140 - M. Groten, Priorenkolleg und Domkapitel v. Köln im Hohen MA, 1980, 62ff., 130ff. - GAMS V/1, 1982, 29-31 - M.-L. Crone, Unters. zur Reichskirchenpolitik Lothars III. (1125-1137), 1982, 52-57 - R. Schieffer (Rhein. Gesch. I,3, 1983), 142ff., 158ff., 178ff.


In den ersten Tagen des Jahres 1100 entschied sich HEINRICH IV. für den jungen Bamberger und Speyerer Domkanoniker Friedrich aus dem bayerischen Adelshaus SCHWARZENBURG als Nachfolger Hermanns III., anscheinend übrigens den ersten deutschen Bischof, für den vorheriger Studienaufenthalt in Frankreich bezeugt ist.
 
 
 
 

Literatur:
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Boshof, Egon: Die Salier. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1987, Seite 275,284,290,295 -
Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I Seite 129,306, 336/Band II Seite 1, 22-29,149,237,287,295,300,334,352,496/Band III Seite 75,109,120,123,125, 128-131,134,138,147,151,311,337,536 - Giese, Wolfgang: Der Stamm der Sachsen und das Reich in ottonischer und salischer Zeit. Franz Steiner Verlag Wiesbaden 1979, Seite 189,194,197 - Wies, Ernst W.: Kaiser Heinrich IV. Canossa und der Kampf um die Weltherrschaft, Bechtle Esslingen 1996, Seite 229,260, 276 -