Sohn des Harzgaugrafen Friedrich II.
Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 101
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Poppo (Bopho: häufiger Folcmarus, Volcmarus), Erzbischof
von Köln 965-969
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+ 18. Juli 969
Kanoniker am Dom zu Hildesheim, am Dom zu Köln, Propst zu Bonn, erhielt an der Jahreswende 965/66 von Kaiser OTTO I. das Erzbistum, das vorher der in Köln als Heiliger verehrte Bruder OTTOS I., Brun, innehatte. Poppo veranlaßte die Abfassung der "Vita Brunonis", die ihm vom Autor Ruotger auch gewidmet wurde. Er stattete St. Pantaleon in Köln und St. Viktor in Xanten mit goldenen, beschrifteten Altartafeln aus, die Brun bereits geplant hatte. Möglicherweise erfolgte die Widmung der Tafel in Xanten zugleich mit der Weihe der Stiftskirche. Wichtigstes Ereignis in Poppos Pontifikat war die Erhebung der 966 unter St. Pantaleon aufgefundenen Gebeine des heiligen Maurinus.
Quellen und Literatur:
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Annales Colonienses, hg. Ph. Jaffe-W. Wattenbach, Eccl.
metropol. Coloniensis codices manuscripti, 1874, 129 - Annales Prumienses,
MGH SS 15/2, 1888, 1292 [mit einem der wenigen Belege des Namens P.] -
Regesten der Ebf.e v. Köln, I, 1961, 151-153 - F. W. Oediger, Gesch.
des Ebm.s Köln, I, 1972, 105.
B 81
Lü: 18.7. Folcmarus
aps + 967 Köln
Me: 18.7. Folgmarus
aps col(oniensis)
Folcmar war Schüler
seines Vorgängers Brun (B 142).
Sein Bruder Hermann wurde als Mitglied der königlichen Kapelle Bischof
Brun von Verden als episcopus coadiutor und praesumptiver Nachfolger zur
Seite gestellt. Da das Bistum Verden in der fraglichen Zeit zweimal von
billungischen Verwandten geleitet wurde (Amelung [B 39] und Brun), scheint
die Frage nach der Herkunft Folcmars
und Hermanns naheligend. Für eine Zugehörigkeit zum Verwandtenkreis
der BILLUNGER gibt es jedoch keine konkreten Hinweise vgl. Oediger, Regesten
der Erzbischöfe von Köln, Nr. 484.
Der enge Kontakt Folcmars
zur ottonischen Familie
ist auf Grund seines besonderen Verhältnisses zu Brun
von Köln genügend dokumentiert. Aus seiner nur zweijährigen
Regierunsgzeit in Köln sind keine weiteren Hinweise auf Beziehungen
zur ottonischen Familie bekannnt.
Allgemein zu Folcmar
vgl.Oediger, Geschichte des Erzbistums Köln, Seite 105 und Derselbe,
Regesten, Nr. 484ff. sowie FW B 64 mit weiteren Hinweisen.
Zum Todesdatum Oediger, Regesten, Nr. 494.