Adalgar                                                     Erzbischof von Hamburg-Bremen (888-909)
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    -9.5.909
 

Sohn des
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 104
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Adalgar,  Erzbischof von Hamburg-Bremen seit 888
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     + 9. Mai 909
 

Wohl aus altsächsischem Adelsgeschlecht stammend. Adalgar war zunächst Mönch in Corvey und wurde 865 Gehilfe, später Koadjutor und schließlich Nachfolger des Erzbischofs Rimbert von Bremen. Die unruhigen Verhältnisse am der Nordostgrenze des ostfränkischen Reiches nach dem großen Normanneneinfall des Jahres 880 machten ihm jedoch eine Missionsarbeit im Norden  unmöglich. Seit 890 konnte er in langwierigen Auseinandersetzungen mit Erzbischof Hermann von Köln die Rückkehr Bremens in den Kölner Metropolitanverband verhindern und die Unabhängigkeit seiner Kirchenprovinz sichern. Ob er in diesem Streit Urkundenfälschungen zugunsten der Hamburger Kirche herstellen ließ, ist in der Forschung noch strittig.
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Gerd Althoff: Seite 301
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                  B 42

Lü:       9.5.   Athalgarius aps   + 909  Hamburg/Bremen
Me:     9.5.    Adalgarius eps

(Es) Im Lüneburger Necrolog dokumentiert die Eintragung Adalgars und seines Verwandtenkreises den Beginn des billungischen Familiengedenkens; siehe dazu ausführlich oben Seite 68. Im Merseburger Necrolog gehört er zu den Personen, die beim Beginn eines eigenständigen ottonischen Gedenkens wohl aus älteren Vorklagen übernommen wurden; siehe dazu oben Seite 190.
Allgemein zu Adalgar vgl. NDB 1, Spalte 48; LThK 1, Spalte 124; May, Regesten der Erzbischöfe von Bremen, Nr. 70-87 und FW B 6 mit weiteren Hinweisen.
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Literatur:
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Gerd Althoff: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 68,71,190,301 B 42 -