Sohn des Bayern NN und der N.N. ,Tochter
der Oda von Sachsen; Neffe des Erzbischofs Wigfrid von Köln und Großneffe
von König HEINRICH I.
Glocker, Winfrid: Seite 290
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der
Politik"
V. 39. Wigfrid, 959 Bischof von Verdun
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* c 925/30, + 983 VIII 30
Alles Notwendige zu den Quellenbelegen für Bischof
Wigfrid von Verdun ist bereits oben IV, 13 bei seinen Eltern
gesagt. Zum Todestag vgl. BMi. 919c.
Allgemein informiert der Artikel von Karl Uhlirz i ADB
BNd. 44, Seite 516 ff.
Berengars Nachfolger Wikfried, der als Freund
Dietrichs I. von Metz und Richards von Toul ex disciplina Brunonis bereits
den Einfluss des Kölner Erzbischofs auf die lothringische Politik
erkennen läßt, war zwar im Verständnis der namentlich unbekannten
lothringischen Verfassers der Gesta episcoporum Virdunensium de Bavariorum
partibus, vir teutonicus im Bewußtsein der Lothringer also wegen
seiner agnatisch bayerischen Herkunft ein landfremder, mütterlicherseits
jedoch der Familie der MATFRIEDINGER und der WIGERICHE und
damit schließlich auch seinen Vorgängern,
Dado (881-923)
und
Bernhard (870-879) verwandt. Endlich war er aber durch seine Großmutter
Oda, die Schwester HEINRICHS I., dem
sächsischen Königshaus kognatisch verbunden. Er ist damit wohl
das eindruckvollste Beispiel einer Personalpolitik, die verwandtschaftliche
Beziehungen im Adel und zum Königstum einerseits, aber auch die geistige
und politische Zusammengehörigkeit des Kreises um Brun von Köln
andererseits zu nutzen wusste.
Literatur:
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Finckenstein, Albrecht Graf Finck von: Bischof
und Reich. Untersuchungen zum Integrationsprozeß des ottonisch-frühsalischen
Reiches (919-1056), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1989 Seite 82 -
Glocker, Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und
ihre Bedeutung in der Politik, Böhlau Verlag Köln Wien 1989,
Seite V 39 277,290 -