Begraben: Bouxieres, Abteikirche
Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1146
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Gauzlin, Bischof von Toul
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+ 7. September 962
Begraben: Bouxieres, Abteikirche
Gauzlin, von adliger
Herkunft - er trägt einen in der Grafenfamilie des Bassigny (nordöstlich
von Langres) häufigen Namen - und verwandt wohl mit Bischof Gauzlin
(922-931) und anderen Bischöfen von Langres, gehörte als Notar
der Kanzlei
König Karls des Einfältigen
an (als solcher belegt 3. August 913 bis 4. März 922).
Nach dem Tode des Bischofs Drogo wurde Gauzlin
zum Bischof von Toul erhoben. Obwohl vom westfränkischen König
designiert, unterhielt er gute Beziehungen zum ostfränkisch-deutschen
König, zu dessen Reichsverband Toul seit 925 gehörte. Mit großer
Energie erweiterte Gauzlin den Besitzstand
seiner Kirche, indem er Landbesitz aus gräflicher Hand erwarb und
vom König die Übertragung von Abteien und Privilegien (Grafen-
und Zollrechte) erwirkte. Er nahm an den Synoden von Verdun (947), Mouzon
und Ingelheim (948) teil. Nachdrücklich förderte Gauzlin die
monastische Reformbewegung: Er führte um 930/34 in St-Evre de Toul
und in der von ihm gegründeten Abtei Bouxieres die Regula Benedicti
ein, übernahm aus Fleury die dortigen monastischen Gewohnheiten, setzte
in St-Evre als Reformabt Erchembald, als Scholaster den später den
durch seinen Antichrist-Traktat so berühmt gewordenen Adso ein und
unterstützte die Reformen der Abtei Montier-en-Der (Äbte: Alberich,
Adso) in enger Bindung an die Klosterreform in den Diözesen Metz und
Verdun.