Richwin                                                      Bischof von Straßburg (914-933)
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    -30.8.933
 

Sohn des N.N.
 

Althoff Gerd: Seite 320
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"Adels- und Königsfamilien"

                                                    B 113

Me:     30.8.   Richuuinus eps      +   933  Straßburg

(Es.) Richwin ist einer der wenigen nichtsäschsischen Bischöfe aus der Zeit vor 936 im Merseburger Necrolog; er gehörte zu einem Kreis von Bischöfen, die das Königtum HEINRICHS I. aktiv unterstützten, siehe dazu ausführlich oben Seite 203.
In der Regierungszeit KONRADS I. war er Anhänger des westfränkischen Königs Karls des Einfältigen. Mehrere Versuche, ihn abzusetzen, scheiterten; vgl. Wentzke, Regesten der Bischöfe von Straßburg 1, Nr. 122; Büttner, Heinrichs I. Südwest- und Westpolitik, Seite 11.
HEINRICH I. hat Richwin anerkannt, wie die Anwesenheit des Bischofs auf den Synoden zu Koblenz und Erfurt sowie mehrere Interventionen in Urkunden HEINRICHS erweisen; vgl. Wentzke, Nr. 124ff. 929 feierte HEINRICH I. mit seiner Familie das Weihnachtsfest in Straßburg (vgl. Schmid, Neue Quellen, Seite 194).
Es handelt sich um eine der Stationen  auf einem Umritt durch das Reich, die den Vorbereitungen der Hochzeit OTTOS I. mit Edgitha und der Präsentation des zukünftigen Nachfolgers dienten (vgl. ebd. Seite 190ff.). Eine besondere Beziehung zur ottonischen Familie könnte dadurch gegeben sein, dass Straßburg der bisher unbekannte Ort der Hochzeit OTTOS DES GROSSEN war und Richwin die Trauung vollzog; vgl. Büttner Seite 70.
Allgemein zu Richwin siehe auch Keller, Kloster Einsiedeln, Seite 15f. und FW B 120.
Zum Todesdatum: Wentzke, Nr. 132.


Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 190,202,320 B 113 -