Bistum Oldenburg
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1391
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Oldenburg
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2. BISTUM
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Die 948 bei der Gründung der Bistümer Brandenburg und Havelberg ausgesparten Gebiete bis zur Peene (der Herrschaftsbereich der Abodriten) wurden zunächst von Bischof Marko von Schleswig mitbetreut, bevor - wohl 972 - in Oldenburg ein Bistum als Suffragan des Erzbistums Hamburg-Bremen gegründet wurde. Von seiner Vernichtung in der Folge des Slavenaufstandes von 983 zeugen zahlreiche Überreste christlicher Sakralkultur. Für Oldenburg geweihte Bischöfe lebten seitdem im Exil, bis 1018 zumeist in der Mecklenburg. Unter dem Abodriten-Fürsten Gottschalk wurde das Bistum mit seinen Einrichtungen erneuert, ging jedoch 1066 abermals unter. Nach langer Vakanz wurde durch Bischof Vicelin um 1150 ein völliger Neubeginn eingeleitet; Bau einer Holzkapelle südlich der zerstörten Burg auf dem slavischen Markt und 1156 dort Ziegelbau einer Kirche. 1160 wurde das Bistum nach Lübeck verlegt.


Finckenstein Finck von: Seite 130
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"Bischof und Reich"

Unter den gleichzeitig mit Merseburg 968 gegründeten Bistümern hebt sich das Bistum Oldenburg seine Überlieferungsarmut ab, durch die es den gleichaltrigen Bistümern Brandenburg und Havelberg annähernd vergleichbar ist. Von ähnlichen Schicksalen wie diese betroffen, hat Oldenburg seiner Aufgabe als Missionsbistum im slawischen Wagrien im Verband der Hamburg-Bremener Kirchenprovinz nur unter schwierigsten Voraussetzungen nachgehen können, eine wesentliche politisch-integrative Rolle im Reichsverband, zu der es als Markenbistum auch berufen war, aber nicht zu spielen vermochte.