Sohn des Grafen Thiadgrim und der Liafburg,
Tochter von Graf Nothrad
Liudger erhielt seine
Ausbildung in York, war ein Schüler Alcuins und schlug den Trierer
Bischofsstuhl aus. Gemeinsam mit seinem Bruder Hildigrim war er in
der Mission tätig und genoss hohes Ansehen im KAROLINGER-Reich.
KARL
DER GROSSE gab das Kloster 'Lothusa' in Brabant an
Liudger, nachdem dieser zum Missionar im westlichen Sachsenland
und dann zum Bischof von Münster ernannt worden war und den
König 798 auf dem Feldzug ins Weser-Elbe-Gebiet begleitet hatte. Gemeinsam
mit seinem Bruder gehörte er zum Kreis der einflussreichsten und angesehensten
Geistlichen im KAROLINGER-Reich. Und
dass sie schon in den 780-er Jahren, als sie von Widukind aus ihrem friesischen
Missionsgebiet vertrieben worden waren, eine Pilgerreise nach Rom unternahmen
und sich längere Zeit im Benediktskloster auf dem Monte Cassino aufhielten,
dessen Abt Theodemar als 'propinquus' bezeichnet wurde, zeugt von der Weite
der Kontakte, deren sich der Friese Liudger
und
sein jüngerer Bruder Hildigrim im angelsächsisch-fränkisch-römischen
Beziehungsnetz erfreuten.
Literatur:
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Thietmar von Merseburg: Chronik. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe,
Seite 182,184,416 -