Begraben: Kloster Ebstorf
Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 634
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Theoderisch (Dietrich), Bischof von Minden 853-880
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+ 2. Februar 880 gefallen
Begraben: Kloster Ebstorf
Aus sächsischem Adel stammend (aus Erbgut gründete
er das Kanonissenstift Wunstorf; MGH DD LD, 140), wurde
Theoderich bald nach dem 16. September 853 Bischof von
Minden.
Er gehörte zu den wenigen Sachsen, die Ludwig
der Deutsche als Berater heranzog, offenbar vor allem in außenpolitischen
Fragen; belegt ist seine Tätigkeit als ostfränkischer Unterhändler
in Worms (4. Juni 859; MGH Cap. 2, 446), ferner seine Anwesenheit beim
Frieden von Koblenz (5. Juni 860), den Synoden von Worms (868) und Köln
(27./28. September 870).
865 vertrat er die Kirchenprovinz Köln bei der Weihe
Bischof Rimberts von Hamburg-Bremen, den er zuvor zum König geleitet
hatte (MGH SRG 55, 89f.).
Am 2. Februar 880 fiel er mit Herzog Brun von
Sachsen, Bischof Markward von Hildesheim und anderen sächsischen Großen
in der Schlacht gegen die Normannen an der Unterelbe und wurde später
als einer der 'Märtyrer von Ebstorf' verehrt.
Literatur:
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Bibl. SS IV, 894 - GAMS V, 1, 89f. - LThK X, 54 - E.
Gisbert, Mindener Jb. 5, 1930/31, 6-8 - H. Harthausen, Die Normanneneinfälle
im Elb- und Wesermündungsgebiet, 1966 - K. Ortmann, Das Bm. Minden,
1972, 11-13, 17-19 - Die Kl.gemeinschaft v. Fulda im früheren MA 2,2,
hg. K. Schmid, 1978, 506, 516.