Sohn des N.N.
Althoff Gerd: Seite 337
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"
B 175
Lü: 3.12. Eilbertus eps + 1040 Minden
Besondere Beziehungen Eilberts
zu den BILLUNGERN sind dadurch gegeben, dass in seine Regierungszeit der
Erwerb der Hochvogtei über das Bistum Minden seitens der BILLUNGER
fällt; vgl. Freytag, Herrschaft der Billunger, Seite 47; Ortmanns,
Minden, Seite 47f.
Außerdem stand Eilbert
während der sächsischen Aufstände gegen HEINRICH
IV. auf Seiten der oppositionellen Partei, der auch die BILLUNGER
angehörten; vgl. Ortmanns, Seite 52.
Zum Todesdatum: ebd. Seite 53 und Meyer von Knonau, Jbb.
Heinrichs IV. und Heinrichs V. 3, Seite 343 mit Anmerkung 177.
Offenbar strebte das Herzogshaus die Kirchenvogtei über
das mitten im billungischen Machtbereich gelegene Bistum an. HEINRICH
III. setzte, um die Bemühungen der BILLUNGER zu hintertreiben,
auf unbedingt reichstreue Bischöfe wie den ehemaligen Domscholaster
in Bamberg, Eilbert, der der Lehrer und Freund Annos von Köln
war und möglicherweise durch dessen Einfluss Kanoniker in St. Simon
und Juda und vielleicht auch Domherr in Hildesheim geworden
war. Trotzdem gelang es den Herzögen, 1055/56 ein Rechtshilfeabkommen
mit Bischof Eilbert abzuschließen,
das als "äußerst wichtige Etappe auf dem Wege zur endgültigen
Gewinnung der Mindener Hochvogtei durch die BILLUNGER anzusehen ist, die
sie zwischen 1073 und 1080 tatsächlich übertragen bekamen.
Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im
Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der
Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 337
B 175 - Black-Veldtrup, Mechthild: Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische
Studien, Böhlau Verlag Köln 1995, Seite198,207,208,210,211,236,243
- Meyer von Knonau, Gerold: Jahrbücher des Deutschen
Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V., Verlag von Duncker & Humblot
Leipzig 1890 Band III Seite 343 -