Begraben: Speyer, Dom
Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 1355
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Konrad I. von Scharfenberg, Bischof von Speyer und Metz
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* um 1165, + 24. März 1224
Speyer
Begraben: Speyer, Dom
Aus dem Geschlecht der Reichsministerialen von Scharfenberg; 1186-1196 Propst des Stiftes von St. German bei Speyer, dann Domdekan. Zunächst als Protonotar im Dienste König PHILPPS VON SCHWABEN (1198-1200), blieb er auch nach der Wahl zum Bischof von Speyer für diesen tätig. Nach der Ermordung König PHILIPPS (21. Juni 1208) trat er für eine Beilegung des staufisch-welfischen Gegensatzes ein und wurde von OTTO IV. zum Reichshofkanzler bestellt. Nach der Bannung des WELFEN durch Innozenz III. schloss sich Konrad I. 1212 FRIEDRICH II. an, der ihn in der Leitung der Reichskanzlei ebenso bestätigte wie der Papst seine Wahl zum Bischof von Metz. In den folgenden Jahren wurde er zu einem der wichtigsten Berater FRIEDRICHS II., als dessen Reichslegat er 1220 nach Italien ging und die Kaiserkrönung vorbereitete. Wieder in Deutschland, hatte er bis zu seinem Tod maßgeblichen Einfluss auf die Regierung des noch unmündigen Königs HEINRICH (VII.).
Literatur:
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NDB XII, 528 [Lit.] - F. Bienemann, Conrad v. Sch., Bf.
v. Speier und Metz und ksl. Hofkanzler 1200-24 [Diss. Straßburg 1886]
- F. Schoenstedt, K. v. Sch., Westmärk. Abh. zur Landes- und Volksforsch.
4, 1940, 9-21.