Dietrich II. von Luxemburg                        Bischof von Metz (1006-1047)
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    -2.5.1046
 

Begraben: Metz, Kathedrale
 

Jüngerer Sohn des Grafen Siegfried von Luxemburg und der Hadwig (von Lothringen, Tochter von Herzog Giselbert)
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1030
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Dietrich II. von Luxemburg, Bischof von Metz 1006-1047
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     + 30. April 1047

Begraben: Metz, Kathedrale

Sohn des Siegfried, Grafen von Luxemburg, und der Hadwide, war er Bruder von: Heinrich, Grafen von Luxemburg und Herzog von Bayern, Adalbero, Erzbischof von Trier; Kunigunde, der Gattin Kaiser HEINRICHS II.
Nach einer Überlieferung soll er anstelle des Sohnes des lothringischen Herzogs Dietrich, Adalbero, das nach dem Tod Adalberos II. (+ 30. Dezember 1005) vakante Bistum Metz usurpiert haben. Wahrscheinlicher ist, dass er das Bistum mit Hilfe seines Schwagers HEINRICH II. zu Anfang 1006 erhielt; sein Bischofsweihe erfolgte sicher vor dem 14. Mai 1006. Dietrich II. und Herzog Heinrich von Bayern unterstützten gemeinsam ihren Bruder Adalbero, Electus von Trier, was zum offenen  Konflikt mit HEINRICH II. führte, der Metz 1009 und 1012 belagerte (Lützlburger Fehde). Am 11. November 1012 ließ HEINRICH zu Koblenz Dietrich II. die Ausübung seines Bischofsamtes untersagen. 1013 erfolgte die Aussöhnung. Nach dieser Auseinandersetzung teilte Dietrich II. seine Tätigkeit zwischen seinen bischöflichen Aufgaben und seinem Zusammenwirken mit den Großen des Reiches und der Kirche: Er nahm an der Weihe Poppos zum Erzbischof von Trier teil (1017) und administrierte 1022 dessen Bistum; 1026 weihte er Bruno (den späteren Papst Leo IX.) zum Bischof von Toul. Dietrich II. ließ Reliquien transferieren (Reliquien der hl. Serena in die Abtei St. Maria zu Metz, Arm des hl. Stephanus in die Kathedrale von Metz, Arm der hl. Lucia nach Limburg a. d. Haardt). Er nahm an Synoden teil (Mainz 1007,Trier 1038). Dietrich II. von Luxemburg weihte die neue Abtei St-Vincent (1030) und vollendete den Kathedralneubau, den er am 27. Juni 1040 konsekrierte. Von 1014 an stand er in gutem Einvernehmen mit HEINRICH II., unterstützte KONRAD II. 1024 und nahm auch am Königstreffen von Deville (Mai 1033) teil. Auch mit HEINRICH III. verbanden ihn gute Beziehungen (Speyer 1046).
Dietrich II. hinterließ wenig Schriftzeugnisse (nur eine Urkunde). Mehrere Quellen deuten auf eine machtbewusste autoritäre Persönlichkeit hin. Ademar von Chabannes hat ihm wohl die ehrende Bezeichnung eines Grammatikers beigelegt. Nicht lange vor seinem Tod (1047) machte Dietrich II. von Luxemburg 1046 eine Stiftung für die Abtei St. Truiden (St-Trond).

Quellen:
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MGH PP 5-7, 493


Literatur:
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Renn, Heinz: Das erste Luxemburger Grafenhaus -  Thietmar von Merseburg: Chronik. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, Seite 280,300,308,316,334,362, 382, 414 - Weinfurter, Stefan: Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der Zeiten, Verlag Friedrich Puset Regensburg 1999, Seite 146,149, 197 -