Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 2038
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Bertram, Bischof von Metz
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+ 6. April 1212
Sächsischer Herkunft, Kanoniker von St. Gereon
in Köln, 1178 von Kaiser FRIEDRICH I.
zum Erzbischof von Bremen erhoben. Vom IV. Laterankonzil suspendiert
(nachdem ihm noch der Papst einen freundlichen Empfang bereitet hatte),
erhielt er als Ausgleich das Bistum Metz (Januar 1180). Mit großer
Entschlossenheit nahm er sich der städtischen Angelegenheiten an:
Seine erste Amtshandlung war die Organisation der jährlichen Wahl
des Schöffenmeisters. Später verlieh er den Geldwechslern und
Fleischern Gewerbeordnungen; seine bedeutendste Leistung war jedoch die
Einrichtung der Amandellerie, einer spezifisch Metzer Form des Schreinswesens.
Obwohl Anhänger der
STAUFER, verweigerte
er dennoch dem kaiserlichen Kandidaten für das Erzbistum Trier die
Unterstützung, wurde aus Metz vertrieben und verbrachte drei Jahre
im Exil in Köln (1187-1189). Danach bewies er dem Kaiser die gleiche
Treue wie zuvor. In seiner Bischofsstadt bekämpfte er die Waldenser.
Den Forderungen der jungen stadtbürgerlichen Bewegung in Metz, die
sich ein eigenes Siegel beigelegt und einen Rat begründet hatte sowie
vom Klerus eine finanzielle Beteiligung am Mauerbau beanspruchte, stellte
sich Bertram entgegen. 1209 schloss er jedoch Frieden mit den Bürgern.
Mit dem Herzog von Lothringen verbündet, nahm er an einem Krieg gegen
die Grafen von Bar teil (1208). - Seine juristischen Kenntnisse machen
die administrativen Maßnahmen, die er in Metz ergriff, verständlich.
Dieser ehemalige Kölner Magistrat gilt außerdem als Verfasser
einer "Summa theologica".
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