Sohn des N.N.
Black-Veldtrup Mechthild: Seite 205
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"Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische Studien."
Bischof Wuffo von Merseburg, bis 1055 Domkämmerer in Eichstätt, hatte wie Engelhard von Magdeburg der Bischofsweihe des ebenfalls aus dem Eichstätter Domkapitel hervorgegangenen Gundekar von Eichstätt am 27. Dezember 1057 in Pöhlde beigewohnt.
Finckenstein Finck von: Seite 129
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"Bischof und Reich"
Gewisse Parallelen zu Azelins
Werdegang finden
sich bei seinem Nachfolger Woffo (1055-1058).
Wie sein Vorgänger war auch er Bayer. Aus seiner Zugehörigkeit
zum Eichstätter Domstift, als dessen Kämmerer er belegbar
ist, wird seine Herkunft aus diesem Bistum abgeleitet. Nicht sicher, aber
möglich, ist eine Mitgliedschaft in der Hofkapelle.
Ob verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Woffo
und seinem Vorgänger bestanden, ist unbekannt, auffällig jedoch,
dass Woffo aus
dem durch Bischof Heribert (1022-1024) im Sinne der Lothringer Reform geleiteten
Eichstätter Domkapitel hervorging, womit Beziehungen Woffos
zur Lothringer Reform sich ergeben, die auch schon bei seinem Vorgänger
beobachtet wurden, und die einerseits auf Gesichtspunkte der Personalpolitik
des Königs hindeuten, andererseits aber auch persönlich Verbindungen
zwischen Azelin und Woffo hergestellt haben könnten.
Wichtig ist in unserem Zusammenhang aber auch, dass Woffo
die Verehrung der ihm aus seiner Heimat vertrauten Eichstätter Bistumsheiligen
Willibald und Wunnebald in Merseburg einführte, wodurch auch im sakralen
Bereich eine dauerhafte Verbindung zwischen den bayerischen und ostsächsischen
Bistum geschaffen wurden. Leider ist über die weitere Wirksamkeit
Woffos,
dessen Todesdatum sich zum
15. April 1058 errechnet, nichts bekannt.
Literatur:
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Black-Veldtrup Mechthild: Kaiserin Agnes (1043-1077)
Quellenkritische Studien. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1995
Seite 205 - Finckenstein, Albrecht Graf Finck von: Bischof und Reich.
Untersuchungen zum Integrationsprozeß des ottonisch-frühsalischen
Reiches (919-1056), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1989 Seite 129 -