Hunold                                                      Bischof von Merseburg (1036-1050)
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    -5.2.1050
 

Sohn des N.N.
 

Neben anderen Bischöfen hatte Hunold an der Weihe des Naumburger Doms teilgenommen. Während seiner Amtszeit erhielt die Merseburger Kirche sechs Urkunden von Kaiser HEINRICH III., von denen vier Schenkungen betrafen.

Finckenstein Finck von: Seite 127
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"Bischof und Reich"

Brunos Nachfolger, Bischof Hunold (1036-1050), erhielt das Bistum Merseburg vermutlich aufgrund seiner Verdienste in der Hofkapelle. Der Merseburger Bischofschronik zufolge stammte er aus Thüringen und trat noch jung in das Halberstädter Domkapitel ein, in welchem er zur Würde eines Dompropstes aufstieg. Über verwandtschaftliche Beziehungen und soziale Herkunft verlautet nichts. Dennoch wird man mit Fleckenstein adlige Herkunft voraussetzen dürfen. Die Chronik nennt ihn hospes paupertatis, was sich mit "Hort der Armen" übersetzen ließe. Die damit angedeutete charitative Tätigkeit des Bischofs und seine rege Bautätigkeit, die die Chronik ausdrücklich hervorhebt, könnten eigenes Vermögen des Bischofs zur Voraussetzung haben, was dann wieder auf reiche, adlige Herkunft schließen ließe. Da sich indessen einer seiner Nachfolger, der vornehme und reiche Bischof Winither, über die ärmlichen Verhältnisse in Merseburg beklagt hat, könnte Bischof Hunold mit seinen baulichen und charitativen Maßnahmen auch das Vermögen des Bistums aufgebraucht haben, ohne sein eigenes herangezogen zu haben.
HEINRICH III. hat sich während Hunolds Amtszeit noch sechsmal in Merseburg aufgehalten.1042 hat er an der Weihe des Domneubaues teilgenommen und 1046 dort noch einen Hoftag abgehalten, an dem auch die Herzöge von Polen und Böhmen teilnahmen, die sich wenige Tage danach in Meißen wieder einfanden, um sich durch Vermittlung des deutschen Königs Frieden untereinander zu schließen. Außerhalb Merseburgs ist der Bischof 1049 bei der Einweihung der Krypta der Domkirche in Magdeburg durch Erzbischof Hunfried und im Oktober desselben Jahres auf der großen Synode in Mainz nachweisbar, die unter der Leitung Papst Leos IX. und HEINRICHS III. stand.
Weitere Nachrichten über das Wirken Bischof Hunolds, der am 5. Februar 1050 starb, besitzen wir nicht.
 
 
 
 

Literatur:
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Black-Veldtrup, Mechthild: Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische Studien, Böhlau Verlag Köln 1995, Seite 142-144 - Finckenstein, Albrecht Graf Finck von: Bischof und Reich. Untersuchungen zum Integrationsprozeß des ottonisch-frühsalischen Reiches (919-1056), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1989 Seite 127 -