Sohn des N.N.
Black-Veldtrup Mechthild: Seite 141
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"Kaiserin Agnes (1043-1077) Quellenkritische Studien."
Aus der Chronica episcoporum ecclesiae Merseburgensis wissen wir von einer zu 1021 einzuordnenden Auseinandersetzung zwischen Bischof Bruno von Merseburg und den Brüdern Hermann und Ekkehard II., in deren Verlauf Ekkehard dem Bischof abbatiam in Iena tunc confirmatam anbot und Hermann ihn praeposituram in Nurnburg noviter fundatam überlassen wollte, zwei Kernstücke ekkehardingischen Besitzes also, die der Bischof jedoch zurückwies.
Finckenstein Finck von: Seite 126
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"Bischof und Reich"
Von Thietmars Nachfolger Bruno
(1019-1036) sind die Herkunft und die Umstände seiner Promotion
unbekannt. Spätere Nachrichten über seine Herkunft aus dem Hause
der Grafen von Walbeck, also aus der Verwandtschaft seines Vorgängers,
müssen als unkritisch abgelehnt werden. Aus seinem Namen und seinem
Hildesheimer Kanonikat könnte indessen sächsische Herkunft
vermutet werden.
Aus den Berichten Wolfheres in der Vita Godehardi prior
und posterior über die Nationalsynode im September 1027 in Frankfurt
ist zu entnehmen, dass Bruno
schon 1007 in Gandersheim Zeuge eines Vergleiches war, mit welchem
HEINRICH II. den sogenannten Gandersheimer Streit zwischen Erzbischof
Willigis von Mainz und Bischof Bernward von Hildesheim vorläufig schlichtete.
Daraus ist zu schließen, dass Bruno
sich 1007 bereits in geistlicher Stellung befand, ohne dass sich sagen
ließe, ob als königlicher Kapellan oder im Gefolge eines der
damals anwesenden Bischöfe.
Auch in Brunos Amtszeit
ist HEINRICH II. noch häufig in
Merseburg gewesen. 1021 nahm der König an der Weihe des noch unter
Thietmar begonnenen Domes durch Bruno teil. Bei dieser Gelegenheit
hat der König dem Bistum wieder reiche Schenkungen zugewandt, beides
ein Zeichen seines unverminderten Interesses für diesen Stützpunkt
seiner Ostmark. Als Intervenient begegnet Bischof
Bruno weder in Urkunden HEINRICHS II.,
noch denen seines Nachfolgers KONRAD II.
Unter König KONRAD II.
haben in Merseburg 1032 und 1033 Hoftage stattgefunden, wiederum zur Behandlung
ostpolitischer Probleme. Über die Rolle Bischof
Brunos verlautet auch bei diesen Gelegenheiten nichts. Wie schon
oben erwähnt, hat er unter KONRAD II.
noch 1027 an der Nationalsynode in Frankfurt teilgenommen. Darüber
hinaus haben wir, allerdings nur sehr dunkle Kenntnisse von Auseinandersetzungen
mit den EKKEHARDEN, mit denen schon sein Vorgänger Thietmar wegen
Besitzrechten im Streit lag. Brunos
Widerstand gegen die EKKEHARDE richtete sich möglicherweise
gegen Versuche dieser Familie, das Bistum unter ihren Einfluss zu bringen.
Diese Beobachtung ist insofern interessant, als sie etwa gleichzeitig auch
für die Bistümer Meißen und Zeitz-Naumburg zu machen ist.
Während letztere beiden jedoch zeitweise unter ekkehardischen Einfluß
gerieten, hat Bruno diesen für Merseburg abwehren können.
Leider sind Einzelheiten hierzu nicht bekannt.
Bischof Brunos Tod
überliefert die Merseburger Bischofschronik unter dem August des
Jahres 1036, das Tagesdatum ist unsicher.
Literatur:
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Black-Veldtrup Mechthild: Kaiserin Agnes (1043-1077)
Quellenkritische Studien. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 1995
- Finckenstein, Albrecht Graf Finck von: Bischof und Reich. Untersuchungen
zum Integrationsprozeß des ottonisch-frühsalischen Reiches (919-1056),
Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1989 -