Sohn des N.N.
Finckenstein Finck von: Seite 128
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"Bischof und Reich"
Sein Amtsantritt kann wegen fehlender Nachrichten auch
über den Vorgänger nur annähernd rekonstruiert werden. Die
Merseburger Bischofschronik überliefert seine bayerische Herkunft.
Einige Handschriften der Chronik erwähnen außerdem die hier
bemerkenswerte Tatsache, dass er ein Neffe Bischof Azelins von Hildesheim
war. Wahrscheinlich ist er durch diesen, der selbst aus Bayern stammte
und den Verwandten nachgezogen hatte, in das Hildesheimer Domkapitel
aufgenommen worden. Aus dem Wortlaut der Bischofschronik zu schließen
ist er auch Mitglied der Hofkapelle gewesen. Ob er dies jedoch durch
Vermittlung seines Onkels wurde, ist unbekannt, gleichwohl nicht unwahrscheinlich,
da auch dieser Hofkapellan gewesen war. Da die Bischofschronik seinen Eifer
rühmt, den Lebenswandel der Merseburger Kanoniker zu bessern, hat
die Vermutung, dass er den Reformkreisen nahe stand, einiges für sich.
Vielleicht ist er sogar in einem bayerischen Reformkloster erzogen worden.
Weitere Nachrichten, auch über seine Amtszeit, fehlen. Das Todesjahr
1055
überliefern
die Altaicher Annalen, den Todestag, den 26. Oktober, die Bischofschronik.