Azelin                                                        Bischof von Merseburg (1053?-1055)
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    -26.10.1055
 
 

Sohn des N.N.
 

Finckenstein Finck von: Seite 128
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"Bischof und Reich"

Sein Amtsantritt kann wegen fehlender Nachrichten auch über den Vorgänger nur annähernd rekonstruiert werden. Die Merseburger Bischofschronik überliefert seine bayerische Herkunft. Einige Handschriften der Chronik erwähnen außerdem die hier bemerkenswerte Tatsache, dass er ein Neffe Bischof Azelins von Hildesheim war. Wahrscheinlich ist er durch diesen, der selbst aus Bayern stammte und den Verwandten nachgezogen hatte, in das Hildesheimer Domkapitel aufgenommen worden. Aus dem Wortlaut der Bischofschronik zu schließen ist er auch Mitglied der Hofkapelle gewesen. Ob er dies jedoch durch Vermittlung seines Onkels wurde, ist unbekannt, gleichwohl nicht unwahrscheinlich, da auch dieser Hofkapellan gewesen war. Da die Bischofschronik seinen Eifer rühmt, den Lebenswandel der Merseburger Kanoniker zu bessern, hat die Vermutung, dass er den Reformkreisen nahe stand, einiges für sich. Vielleicht ist er sogar in einem bayerischen Reformkloster erzogen worden. Weitere Nachrichten, auch über seine Amtszeit, fehlen. Das Todesjahr 1055 überliefern die Altaicher Annalen, den Todestag, den 26. Oktober, die Bischofschronik.