Otbert                                                       Bischof von Lüttich (1092-1119)
---------
    -31.1.1119
 

Begraben: Lüttich, Kathedrale
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1555
********************
Otbert, Bischof von Lüttich 1091-1119
---------
     + 31. Januar 1119

Begraben: Lüttich, Kathedrale

Die Herkunft des wohl aus dem Bistum Lüttich stammenden Bischofs ist ungeklärt. Zunächst Kanoniker der Kathedrale St-Lambert und Propst von Ste-Croix, wohl Mitglied der Hofkapelle und Kanoniker von St. Simon und Juda zu Goslar, stieg er mit Unterstützung Kaiser HEINRICHS IV. zum Bischof auf. Prälat in der Zeit des Investiturstreites, trat er hervor als bedingungsloser kaiserlicher Parteigänger, bei dem der von seinem Sohn entthronte HEINRICH IV. die letzte Zuflucht fand (+ 1106). Otbert verstand es, die Territorialherrschaft des Fürstbistums Lüttich zu erweitern; er erwarb unter anderem die Burgen Clermont-sur-Meuse, Couvin und insbesondere Bouillon (1096). Nach dem Vorbild seines Förderers HEINRICH IV. bahnte der Bischof eine Allianz mit dem aufstrebenden städtischen Bürgertum an.

Literatur:
-----------
BNB XVI, 356-363 [H. Pirenne] - GAMS, Ser. V. Tom. I, 1982, 74f.


Otbert war ein treuer Anhänger Kaiser HEINRICHS IV.
 
 
 
 

Literatur:
----------
Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I Seite 395,445, 453/ Band II Seite 27/ Band III Seite 125 -