Lambertus                                                 Bischof von Tongern/Maastricht
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    -17.9., spätestens 705
      Lüttich

Begraben: St. Peter in Maastricht, später St. Lambert in Lüttich
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 1627
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Lambertus, Bischof von Tongern/Maastricht
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     + 17. September, spätestens 705

Begraben: St. Peter in Maastricht, später St. Lambert in Lüttich

Lambertus entstammte einer christlichen Grafenfamilie des Maastrichter Landes. Sein Vater übergab ihn Bischof Theodardus von Maastricht; Lambertus hielt sich aber auch am Königshof auf. Nach Theodardus' Ermordung (bald nach 669) von König Childerich II. zu dessen Nachfolger designiert, wurde Lambertus nach dem gewaltsamen Ende des Königs (675) vertrieben und lebte sieben Jahre im Kloster Stablo im Exil. Nach der Ermordung des Hausmeiers Ebroin (682) kehrte Lambertus auf Geheiß Pippins II. auf seinen Bischofssitz zurück und nahm sich der Christianisierung des Tongerner Landes an. Nachdem jedoch zwei Neffen Lambertus' Verwandte des domesticus Pippins II., Dodo, getötet hatten, wurde Lambertus im Verlauf der Blutrache in seiner villa zu Lüttich erschlagen; da er den Mord ohne Gegenwehr geschehen ließ, galt er bald als Märtyrer. Ausgangspunkt eines liturgischen Kults war frühzeitig Lüttich, wo ihm bereits vor 714 eine Basilika geweiht war. Die Translation seines Leichnams nach Lüttich durch seinen Nachfolger Bischof Hubertus hatte die Verlegung der Maastrichter Bischofsresidenz und den Aufstieg Lüttichs zur Folge.