Ebrachar                                                   Bischof von Lüttich (959-971)
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    -27.10. 971
 

Begraben: Lüttich, Stiftskirche St. Martin
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1530
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Ebrachar (Everacrus, Eracle), Bischof von Lüttich seit 959
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     + 27./28. Oktober 971

Begraben: Lüttich, Stiftskirche St. Martin

Schüler des Bischofs Rather von Verona und Lüttich, war Ebrachar Dekan des St-Cassius-Stiftes zu Bonn. Er wurde unter dem Druck von Brun I., Erzbischof von Köln, zum Bischof von Lüttich erhoben. 968-969 nahm Ebrachar am Feldzug nach Kalabrien teil.
In Lüttich gründete er das Kollegiatstift St. Paul. Außerdem war er bestrebt, die Kathedrale von Lüttich auf den Hügel des Publemont, der die Stadt überragt, zu verlegen; dies war der Ursprung des Kollegiatstifts St. Martin. Ebrachars Episkopat war überschattet durch Schwierigkeiten mit der Lütticher Bevölkerung, die sich gegen ihn erhob. Er spielte eine bedeutende Rolle bei der Reorganisation der Lütticher Schulen, die im folgenden Jahrhundert einen so bedeutenden Aufschwung erleben sollten.

Literatur:
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DGHGE XV, 660f., 1488f. - NDB IV, 269.


Bereits unter dem sächsischen Bischof Ebrachar gewann Lüttichs Domschule einen guten Ruf.