Begraben: Hildesheimer Dom
Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 147
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Adelog, Bischof von Hildesheim seit 1171
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Begraben: Hildesheimer Dom
Adelog stammte wahrscheinlich
aus der sächsischen Adelsfamilie von Reimstedt.
Seit 1160 ist er als Domherr in Hildesheim und
als Propst des Domstiftes in Goslar und seit 1169 auch noch als
solcher des Stifts auf dem Petersberg bei Goslar nachweisbar. Staufisch
gesonnen, betrieb er im Hinblick auf die Lage des Bistums eine vorsichtige,
aber nicht erfolglose Politik zwischen dem Kaiser und Heinrich dem Löwen.
Beim Sturz des Herzogs konnte er im Stift eine herzogsähnliche Stellung
und die Lehnshoheit über die Herrschaft Homburg behaupten. Mit Hilfe
der Bürger von Hildesheim kaufte er 1185 die Asseburg. Trotz
aller politischer Spannungen mit den WELFEN
war er auch in Braunschweig als Diözesanbischof tätig. 1179 wurden
im Großen Privileg die Beziehungen zwischen Bischof und Domkapitel
geklärt. Bleibende Bedeutung war außerdem seinem Pontifikat
durch die Blüte der romanischen Kunst in Hildesheim beschieden. St.
Godehard wurde vollendet, St. Michael nach einem Brand 1186 wiederhergestellt
(gemalte Holzdecke), das Kloster Neuwerk in Goslar erbaut. Damals schufen
in Hildesheim und Braunschweig Eilbertus und wohl auch Johannes Gallicus
ihre großen Werke.
Quellen:
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K. Janicke, UB des Hochstifts Hildesheim I
Literatur:
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NDB I – A. Bertram, Gesch. Des Bm.s Hildesheim I, 1899
– W. Berges und H. J. Rieckenberg, Eilbertus und Joh. Gallicus, Ein
Beitr. Zur Kunst und Sozialgesch. des 12. Jh., NGG, Phil. Hist. Kl. 1951
– H. H. Möller, Die Gesch. des Marienaltars im Braunschweiger Dom,
Dt. Kunst und Denkmalpflege 25, 1967 – W. Heinemann, Das Bm. Hildesheim
im Kräftespiel der Reichs- und Territorialpolitik vornehml. des 12.
Jh., 1968