Adelog                                                     Bischof von Hildesheim (1171-1190)
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    -20.9.1190

Begraben: Hildesheimer Dom
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 147
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Adelog, Bischof von Hildesheim seit 1171
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Begraben: Hildesheimer Dom

Adelog stammte wahrscheinlich aus der sächsischen Adelsfamilie von Reimstedt.
Seit 1160 ist er als Domherr in Hildesheim und als Propst des Domstiftes in Goslar und seit 1169 auch noch als solcher des Stifts auf dem Petersberg bei Goslar nachweisbar. Staufisch gesonnen, betrieb er im Hinblick auf die Lage des Bistums eine vorsichtige, aber nicht erfolglose Politik zwischen dem Kaiser und Heinrich dem Löwen. Beim Sturz des Herzogs konnte er im Stift eine herzogsähnliche Stellung und die Lehnshoheit über die Herrschaft Homburg behaupten. Mit Hilfe der Bürger von Hildesheim kaufte er 1185 die Asseburg. Trotz aller politischer Spannungen mit den WELFEN war er auch in Braunschweig als Diözesanbischof tätig. 1179 wurden im Großen Privileg die Beziehungen zwischen Bischof und Domkapitel geklärt. Bleibende Bedeutung war außerdem seinem Pontifikat durch die Blüte der romanischen Kunst in Hildesheim beschieden. St. Godehard wurde vollendet, St. Michael nach einem Brand 1186 wiederhergestellt (gemalte Holzdecke), das Kloster Neuwerk in Goslar erbaut. Damals schufen in Hildesheim und Braunschweig Eilbertus und wohl auch Johannes Gallicus ihre großen Werke.

Quellen:
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K. Janicke, UB des Hochstifts Hildesheim I

Literatur:
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NDB I – A. Bertram, Gesch. Des Bm.s Hildesheim I, 1899 – W. Berges und H. J.  Rieckenberg, Eilbertus und Joh. Gallicus, Ein Beitr. Zur Kunst und Sozialgesch. des 12. Jh., NGG, Phil. Hist. Kl. 1951 – H. H. Möller, Die Gesch. des Marienaltars im Braunschweiger Dom, Dt. Kunst und Denkmalpflege 25, 1967 – W. Heinemann, Das Bm. Hildesheim im Kräftespiel der Reichs- und Territorialpolitik vornehml. des 12. Jh., 1968


Literatur:
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Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977, Seite 363,364 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag 1993, Seite 236,247 -