Ulrich                                                        Bischof von Halberstadt (1150-1180)
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    -30.7.1180
 

Begraben: Kloster Huysburg
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 1197
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Ulrich, Bischof von Halberstadt seit 1150
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     + 30. Juli 1180

Begraben: Kloster Huysburg

Seit 1133 in Halberstadt als Propst nachweisbar, 1149 wohl auch Dompropst. Als Bischof betonte er seine Herrschaft gegenüber dem erstarkenden Einfluss Heinrichs des Löwen und förderte besonders die Augustinerchorherrenstifte. 1153 setzte sich Ulrich gegen einen Aufstand der Halberstädter Bürger und Differenzen im Klerus durch. 1154 entzog ihm FRIEDRICH I. wegen der Nichtteilnahme am 1. Italienzug die Regalien, die ihm 1156 wieder verliehen wurden. Gegen den wachsenden welfischen Einfluss verband er sich mit Markgraf Albrecht den Bären (1158/59 gemeinsame Pilgerfahrt). 1160 als Anhänger des Papstes Alexander III. abgesetzt, hielt Ulrich sich im Erzbistum Salzburg auf (nachweisbar 1164-1168). 1176 setzte Alexander III. im Vertrag von Anagni die Restitution Ulrichs durch. Ulrich erklärte die durch Bischof Gero erfolgten Weihen für ungültig und forderte die Heinrich dem Löwen durch Bischof Gero übertragenen Lehen zurück. Heinrich der Löwe verwüstete das Bistum, brannte 1179 Halberstadt nieder und nahm Ulrich gefangen. Nach der Freilassung suchte Ulrich die wirtschaftliche Macht des Bistums zu festigen.

Literatur:
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W. Holtzmann, Ks. Friedrich Barbarossa und die Absetzung des Bf.s v. Halberstadt im 12. Jh., 1972, 235ff. - J. Ehlers, Heinrich d. Löwe und der sächs. Episkopat, VuF 40, 1992.


Literatur:
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Wies, Ernst W.: Kaiser Friedrich Barbarossa. Mythos und Wirklichkeit, Bechtle Esslingen 1999, Seite 64,68,96,269,273,275,278 -