Begraben: Halberstadt, Dom
Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 576
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Branthog, Bischof von Halberstadt seit 1023
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+ 27. August 1036
Begraben: Halberstadt, Dom
Branthog war Propst, seit 1011 Abt des Klosters Fulda, 1013 auf Betreiben des Mainzer Erzbischofs Erchanbald durch Kaiser HEINRICH II. abgesetzt, der Fuldaer Güter einziehen und im Kloster den Ordo Gorziensis durch Poppo von Lorsch einführen ließ. Möglicherweise wich Branthog mit einigen Mönchen in das vom Halberstädter Bischof Arnold gegründete Kloster Ilsenburg aus. Weihnachten 1023 wurde Branthog, ein Parteigänger Erzbischof Aribos von Mainz, unter Missachtung des Halberstädter Wahlprivilegs durch Kaiser HEINRICH II. in Bamberg zum Bischof von Halberstadt erhoben. Im Gandersheimer Streit zwischen Mainz und Hildesheim übertrug König KONRAD II. am 22. Januar 1025 Branthog interimistisch die geistliche Gerichtsbarkeit über den Gandersheimer Pfarrbezirk. 1027-1029 beteiligte sich Branthog an der Gesandtschaft KONRADS II. nach Konstantinopel. Das Bistum Halberstadt nahm unter seiner Leitung einen deutlichen Aufschwung: Branthog gründete die Kanonikerstifte St. Johann in Halberstadt und St. Bonifaz in Bossleben sowie das Benediktinerinnenkloster Stötterlingenburg. 1031 weihte er die St. Magnus-Kirche in Braunschweig.
Quellen:
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Gesta episc. Halb., MGH SS 23, 92f. - UB des Hochstiftes
Halberstadt und seiner Bf.e, I, hg. G. Schmidt, 1883, 51f.
Literatur:
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DHGE X, 432 - J. Fritzsch, Die Besetzung des Halberstädter
Bm.s in den vier ersten Jahrhunderten seines Bestehens [Diss. Halle-Wittenberg
1913], 22ff. - K. Lübeck, Die Fuldaer Äbte und Fürstäbte
des Ma. Ein gesch. Überblick, 1952, 83ff.
B 111
Lü: 27.8. Brondagus eps + 1036 Halberstadt
Brondag war 1013 als
Abt von Fulda von HEINRICH II.
abgesetzt worden. Seine Erhebung zum Bischof von Halberstadt geschah
wiederum auf ausdrücklichen Wunsch des Kaisers im Jahre 1023; vgl.
Fleckenstein, Hofkapelle 2, Seite 222.
Allgemein zu Brandags
Wirken und Todesdatum vgl. Sandmann, Die Folge der Äbte,
Nr. 19; Fritsch, Halberstädter Bistum, Seite 23f.; Bresslau, Jbb.
Konrads II. 2, Seite 223 mit Anmerkung 2.
Literatur:
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Althoff Gerd: Adels- und Königsfamilien im
Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der
Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag München 1984, Seite 319
B 111 - Bresslau, Harry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter
Konrad II., Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1879 Band II Seite
223 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung
im östlichen Sachsen. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977,
Seite 182,187 -