Ellenhard                                                   Bischof von Freising (1052-1078)
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    -11.3.1078
 

Begraben: Freising, Stift St. Andreas
 

Jüngerer Sohn des Grafen Sieghard VII. im Chiemgau und der Billihild von der oberen Isar, Tochter von Graf Friedrich
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte  1847
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Ellenhard, Bischof von Freising 1052/53-1078
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     + 1078

Die oft angenommene Herkunft Ellenhards aus dem Geschlecht der Grafen von Tirol erscheint zweifelhaft. Er kam aus dem engen Umkreis der aula imperatoris und wurde von Kaiser HEINRICH III. als Bischof eingesetzt oder zumindest zur Wahl vorgeschlagen. Da bald nach dem Tode des Kaisers die Domkirche Freising ein Diplom des (unmündigen) Königs HEINRICH IV. erhielt (9. Februar 1057), scheint Ellenhard auch engen Kontakt zu Kaiserin Agnes gehabt zu haben. Als König HEINRICH IV. 1065 mündig wurde, suchte auch er sofort Kontakt mit der Domkirche Freising, das heißt mit Ellenhard. Gleichzeitig erhielt Ellenhard "wegen seiner treuen Dienstleistung" vom König die Reichsabtei Benediktbeuern als Pfründe; erst nach dem Tod Ellenhards wurde das Kloster wieder frei. Freising erhielt in der Folgezeit wichtige königliche Schenkungen, vor allem 1067 "wegen der Verdienste Bischof Ellenhards" sieben Orte in Istrien. Dem königlichen Wohlwollen entspricht, dass Ellenhard in mehreren Königsurkunden als Intervenient auftrat. Während der dramatischen Auseinandersetzung zwischen König und Papst im Investiturstreit hielt Ellenhard treu zum König. Auf der Synode von Worms 1076 gehörte er zu den Bischöfen, die die Absetzung des Papstes Gregor VII. aussprachen.
Ellenhards Tätigkeit in seiner Diözese scheint fruchtbar gewesen zu sein. Lediglich das ihm vom König übertragene Reichskloster Benediktbeuern meldet (verständlicherweise) Kritik an. Um 1060 ließ Ellenhard eine erste Grenzbeschreibung seines Bistums anfertigen. Ellenhards besonderes Anliegen war die Neugründung des Stifts St. Andreas auf dem Freisinger Domberg (kurz vor 1062), das ebenfalls vom König und Bischof reich beschenkt wurde und in dem sich Ellenhard begraben ließ.

Literatur:
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JDG H. IV. und H. V. I-III, 1890ff. [G. Meyer v. Knonau] - J. Schlecht, Die dt. Freisinger Bischofs-Chronik, 14. Sammelbl. des Hist. Vereins Freising, 1925, 32-36 - H. Strzewitzek, Die Sippenbeziehungen der Freisinger Bf.e im MA, 1938, 229f.


Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 173
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Ellenhard, Bischof von Freising
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     + 11.3.1078

Bischofsweihe 15.11.1052.
1052-1078 Bischof von Freising
Parteigänger von Kaiser HEINRICH IV. im Investiturstreit (wird auch als „HEINRICI imperatoris familiaris“ bezeichnet).
Führte im Stift St. Andreas zu Freising Kanoniker ein.
Verdient um den Erwerb und die Entstehung von Handschriften für Freising.

Literatur:
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NDB 4; Meichelbeck/Baumgärtner, Geschichte der Stadt Freising und ihrer Bischöfe, 1854.


Ellenhard wurde auf Empfehlung König HEINRICHS III. gewählt und stand im Investiturstreit als treuer Parteigänger fest an der Seite König HEINRICHS IV.