Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1346
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Dracholf, Bischof von Freising
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+ 926
in der Donau
Aus der ostfränkischen Adelssippe der MATTONEN, Abt des mattonischen "Haus"-Klosters Schwarzach. Dracholf wurde 907, kurz nach der vernichtenden Niederlage der Bayern durch die Ungarn, zum Bischof von Freising erhoben, er gehörte wohl (wie der ehemalige bayerische Markgraf Luitpold) zum Beraterkreis König Ludwigs des Kindes. Dracholf wurde später von König KONRAD I. umworben und begünstigt, scheint aber nicht gegen den Herzog von Bayern, Arnulf, Partei ergriffen zu haben. Vor allem die Frühzeit seines Episkopats stand im Zeichen der Ungarnnot. In diesem Zusammenhang nahm er offenbar "Kirchensäkularisationen" vor. - Über sein Verhältnis zu Herzog Arnulf erfahren wir kaum etwas; lediglich spätere Quellen, die ihn als "Kirchenschänder" deklarieren, setzen ihn direkt auf eine Stufe mit Herzog Arnulf "dem Bösen". Dracholf hat besonders sein "Haus"-Kloster, aber auch sein Bistum Freising gefördert.
Literatur:
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K. Reindel, Die bayer. Luitpoldinger 893-989, 1953 -
Ders., Ein Franke auf dem Stuhl des hl. Korbinian, Frisinga 41/3, 1958
- A. Wendehorst, Die Anfänge des Klosters Münsterschwarzach,
ZBLG 24, 1961, 163-173 - J.A. Fischer, Die Freisinger Bf.e von 906 bis
957 (Stud. zur altbayer. Kirchengesch. 6, 1980), 25-58.
Literatur:
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Reindel, Kurt: Die bayerischen Luitpoldinger von
893-989, 1953 -